2025   SPANIEN  über den Winter


In diesem Jahr wollte ich, Andi nicht bis zum tiefen Winter warten.

Petra möchte noch bis zum Teilnehmerfest vor Weihnachten die Choreografien mittanzen.

So liegt es nahe, dass ich schon mal vor fahre. Zusammen mit ELLA.

 

Für Sonntag 02.11.25 habe ich den Start geplant und bin sogar pünktlich gegen 09.00 los gekommen.

Da ELLA nicht fliegen soll und auch nicht die mindestens 17 Stunden im Zug sitzen soll ist sie mit dabei.

Sonntag ist es einfach ( hatte ich gedacht ) denn es fahren keine Brummis und man kommt entspannter durch. Obwohl es in Strömen regnet ist das Fahren sehr viel entspannter als wenn zusätzlich noch die Brummis fahren. Fast !!

 

Da wundere ich mich nicht, dass ich schon gegen 14:30 in Koblach, Österreich bei Dennis, Toni und Paul angekommen bin.

 

Ein Familientreffen rund um den kleinen Paul, der alle mit seinem Lachen begeistert. 

Dennis hat für Montag Urlaub genommen und Toni ist eh zuhause, so dass wir eine ganz entspanne, grössere Runde rund um Koblach laufen können.

Erst am Dienstag geht es weiter. Nach einem Frühstück mit Toni und Paul fahre ich zurück nach Wolfurt und kaufe dort an der Grenze zur Schweiz die für unser Womo erforderliche Schwerlastabgabe ( 25,-Fr. ) plus eine Vignette für den Hänger.

 

Dieser hängt wie fast alle Hänger hinten dran und auf ihm steht das Moped und die Fahrräder. So ist das Gespann diesmal etwas länger aber ich bin unabhängiger und habe einen grösseren Radius.

Statt quer durch Österreich zu fahren, nehme ich den Weg durch die Schweiz.

Hier wird an der Grenze die Schweizer "Schwerlastabgabe" bezahlt und man hat ab dann ganze

7 Tage Zeit, die Schweiz zu durchfahren.  ( Geht ab 2025 nur noch online !! )

Keine GO-BOX kaufen und auch keine überhöhten Österreichischen Autobahngebühren....

Und kein Risiko für etwas verbotenes bestraft zu werden. 

 

Das Autofahren in der Schweiz ist absolut entspannt. Keiner drängelt oder fährt aggressiv, nein alles bewegt sich gesittet, alle sind entspannt und kommen trotzdem an.

Es wird auch niemals schneller gefahren als erlaubt.

Dies müsste mit den horrenden Strafen zu tun haben.

Mir persönlich gefällt der Schweizer Verkehr besser als der Deutsche.

 

Interessant sind die mittlerweile schneebedeckten, schroffen Berge im Hintergrund wenngleich auch neben den Fernstrassen viele Industriebetriebe sitzen und man wenig interessantes sieht.

Die Rastanlagen und sogar die ganz kleinen Parkplätze haben sanitäre Einrichtungen. Und diese sind picobello sauber.

Bei MURTES gibt es eine Totalsperrung der Autobahn so dass bis LAUSANNE

über Landstrasse gefahren werden muss.

Anfangs sehr schleppend aber später recht einfach und flüssig.

Man sieht viele Kühe mit den dazugehörigen, lauten Kuhglocken gleich neben der Strasse und es geht durch viele kleine, ursprüngliche Dörfer in denen immer nur 30km/h gefahren werden darf. Obacht !!

In LAUSANNE geht es dann wieder auf die A1 bis nach GENEVE von wo es nicht mehr weit ist bis zur Schweiz/Französischen Grenze.

Fünf Kilometer vorher gibt es schon Stau denn es ist mittlerweile Berufsverkehr . Tausende Franzosen verlassen die Schweiz und fahren nach hause.

Das typische, Französische Strassenbild mit auffällig mehr Adrenalin und Eile.

Die A1 wird jetzt zur A41 und die Beschilderung ist ab jetzt auf Französisch.

Die Landschaft ist aber nicht weniger schön.

Immerhin fahren wir quer durch die Alpen, von denen man nicht immer die Berge sieht.

In einem kleinen Örtchen bleiben wir in einer ruhigen Nebenstrasse stehen und gehen noch eine Abendrunde zusammen mit Ella bevor ich mich ziemlich müde in die Koje begebe.

 

Am nächsten Tag geht es nach einer kleineren Hunderunde gleich um 07:30 wieder weiter durch Frankreich.

Umso schöner dann als wir schon gegen 15:00 durch die Pyreneen hindurch sind und in der Gegend um ROSAS ankommen.

Bei Park 4 Night finde ich einen Stellplatz in einem Flussdelta. Viel Strand und Sand in der Natur aber ein wenig ausserhalb und ab vom Schuss gleich neben einem Rio....

 

Hier möchen wir bleiben.

 

Leider geht mitten in der Nacht die Katastrophen-Warnapp los:  

ALARM IM HAFEN !!!

Eine Starkregen-Unwetterwarnung auf Espaniol.

Man solle sich unbedingt von Bächen und Flüssen fern halten und höhere Gegenden aufsuchen. Insbesondere an den Küsten und im Küstenvorland.

Also genau hier.

Was haben wir nicht alles schon gesehen, hier aus Spanien. Überflutungen ohne Gnade....

 

Eine Meldung des Katastrophenschutzes CECAT, also was ernstes.

Da gibt es nur eins: Aufwachen, anziehen, sichern und abreisen....

Safety First !!

 

Nachts um 00:00 erreichen wir den großen Parkplatz mitten in ROSES.

Hoch, schräg und sicher.

 

Den Tag verbringt man im wesentlichen mit Warten. Zumindest vormittags.

Warten auf das Unwetter, denn bislang ist kaum ein Tropfen Regen vom Himmel gefallen.

Auch wenn um uns herum mittlerweile der Himmel dunkelgrau bis schwarz zugezogen und es merklich kälter geworden ist.

 

Gegen 12:30 geht es dann los. Aber richtig. Blitz und Donner in einem, mit ohrenbetäubendem Knall.  Da "freut" sich Ella.

Wasser in Hülle und Fülle, so dass in kürzester Zeit der gesamte Platz Knöcheltief unter Wasser steht, trotz Gefälle. Als ob man in einem Wildbach parken würde. Für ganze drei Stunden.

Aber es läuft ab und Bergrutsche kann es hier auch nicht geben.

 

Gegen 15:30 ist es vorbei.

Die Umgebung sieht sehr gerupft aus.  Blätter verweht und Äste abgebrochen.

Wo das Wasser abläuft bleibt eine gleichmäßig dicke, ca. 5 cm tiefe Matschepampe die unter Füssen und Autoreifen kleben bleibt.

 

 

 

 

 

Kurz vor Barcelona hatte ich einen Platz in einer Siedlung heraus gesucht, bei Badalona, dies aber im Verkehrschaos um Barcelona herum wieder verworfen.

Kein Bock auf Chaos und außerdem waren wir bei unserer letzten Runde hier in der Stadt.

Also ein paar Meilen weiter auf der immer noch kostenfreien Autopista.

 

Am Strand von COMA-RUGA steht man parallel zur Fahrbahn, aber da es hier keinen Verkehr mehr gibt es es trotzdem herrlich ruhig, direkt am Wasser.

Das Brechen der Brandung erinnert ein wenig an Borabora, wo wir wochenlang hinter dem Aussenriff ankern konnten.

 

Mit Ella wandere ich die lange, wirklich schöne Strandpromenade bis nach

San Salvador etwa 5km. Teilweise auch am Strand bzw. direkt am Wasser.

 

Auf der Uferpromenade gibt es eine Plastik, 7 aufgestellte Ringe. 5 davon durch springt sie auf Anhieb, ohne trainiert zu haben.

 

Hier in COMA-RUGA lerne ich Franz kennen, einen kaum zu verstehenden Bayern. Er gibt mir Tipps für einen anderen Platz, ( der Nächste ) in einem Naturschutzgebiet.

 

Zusammen mit Peter und Chrissie gehen wir abends auf der Strandpromenade essen.

Die beiden haben ebenfalls ein Moped dabei, sind aber leider schon auf der Rückreise.

 

 

 

FRANCAS

 

Samstag 08.11.25

Früh morgens laufen Ella und ich den Strand entlang. Etwa 4 KM sind es bis zur in Sichtweite liegende Marina.

Der Ort heißt FRANCAS, ein kleines Nest mit nur einem Café.

Hier sitzen 15 Spanier, spielen Domino und trinken Cafe oder Cervesa zum Frühstück im Aussenzelt.

Während es draussen regnet.

Da schließe ich mich gleich an. Café geht immer.

Als es gegen 12:00 aufhört zu regnen laufen wir zurück. Diesmal durch die Siedlungen. Ella sucht und erkennt mittlerweile unseren Bus und wird regelmäßig erfolgreich fündig. Prima !!

 

Nur 120km sind es bis zum nächsten Platz:

CAMPER AREA AMPOSTA.  Diese liegt mitten im EBRO-DELTA. Ein Parkplatz nur für WOMOs.

Platz für etwa 50 Stück – FOR FREE !!! Das es so was noch gibt.

 

Vorher noch eine Stadtbesichtigung in TORREDEMBARRA. Besonders deswegen, weil wir gleich am Ortsausgang einen prima Parkplatz gefunden hatten. Eine Kleinstadt mit uralten Befestigungsanlagen, ein lohnendes Ziel.

 

 

 

TORREDEMBARRA 

 

 

 

TARRAGONA muss leider ausfallen. Zu viel Chaos, schon beim Einfahren.

 

Was wollen wir hier wenn man eh nicht richtig durch kommt.

 

 

CAMPER AREA AMPOSTA.

 

Einen Campingplatz, nein, einen kostenfreien WOMO-Stellplatz gibt es hier. Absolut im Nirgendwo.

Um den Platz herum wird Reis angebaut. Ein riesengroßes Gebiet.

Fast alles steht unter Wasser bzw. ist überflutet.

Das Ganze ist ein Vogelschutzgebiet in dem sogar Pelikane und Flamingos brüten.

Hinter meinem Platz versammeln sich abends etwa 1000 weiße Ibisse und "babbeln" zusammen.

Fast wie in der Karibik. Hier treffe ich Franz wieder.

Nebenan steht Barnie aus Norddeutschland. Er erzählt, dass er früher in der Karibik gelebt habe, auf einem Boot.

Bis er nachts einen Frachter gerammt und seinen Mast verloren habe.

Ohjeh – was `ne Story !  Kein guter Ausgang.

Good Company, ich denke hier werde ich erst mal bleiben.

Zusammen mit Franz und Barnie machen wir Sonntag eine Fahrradtour.

Ganz profan geht es zum Strand. Etwa 8 km. Man radelt quer durch die Reisanbaugebiete. Auf den Feldern steht Wasser. Überall sieht man Wasservögel in grossen Scharen. Auch Ibisse gibt es zu hunderten.

Auf zwei oder drei Feldern stehen Flamingos. Es sollen 4000 – 5000 Tiere sein.

So erreichen wir den endlos scheinenden langen Sandstrand. Fast menschenleer.

Später suchen wir ein Cafe.

Die Restaurants bedienen uns nicht weil wir nicht essen wollen.

In dem kleinen Örtchen EUCALYPTUS direkt am Strand hat alles geschlossen.

Beim Fahren mit dem Rad gibt es plötzlich einen Ruck: Die Fahrradkette ist gebrochen und

jetzt geht nichts mehr. Und das ganze 9 km vor dem Stellplatz. Wie ärgerlich.

Ich versuche das Rad wie einen Roller zu benutzen.  Ella sitzt gemütlich im Körbchen.

Naja...  Auf jeden Fall besser als schieben.

Auf Dauer ist dies aber zumindest für einen Oberschenkel recht schmerzhaft.

Franz kommt später auf die Idee mich abzuschleppen.

Ich halte mich an seiner Schulter fest und er tritt wacker in die Pedale seines E-Bikes.

Nach der Hälfte tauschen wir und Barnie ist dran. Echte Freunde !! 

So erreichen wir guter Dinge eine Stunde später gut gelaunt den Stellplatz.

Die Nachbarn haben gleich die Idee, das Rad Montag früh beim Fahrradverleih am Eingang vor zu stellen. Die müssten es wieder hin bekommen.

Mal sehn.

Und genau so ist es dann auch. Die neue Kette ist beim dritten Versuch richtig montiert und kostet zusammen mit der Stunde Arbeitszeit und vernieten gerade einmal 16,- €.

So bleibt genug Zeit um zusammen mit Ella das Motorradfahren zu üben.

Wir probieren mehrere Varianten bis der Hunderucksack mit Hilfe von zwei Zurrgurten festsitzend auf dem Tank montiert ist. Leicht asymmetrisch.

Die Nachbarn hier auf dem Platz lachen sich kaputt wie Ella rückwärts in den Rucksack krabbelt und sich offenbar recht wohl fühlt.

So als habe sie das schon 100 mal gemacht. Hauptsache sie ist dabei.

 

Wir fahren nach LA RAPITA, ein mittel kleiner Ort an der Küste. Hier bekommen wir nicht nur ein Menue del Dia

( grüne Bohnen mit Speck, Lasagne Catalunia, Erdbeercreme )

sondern auch einen Stadtrundgang sowie einen Besuch im Yachthafen in dem auffällig viele Catamarane liegen. Ein Angebot für unsere Bonafide kostet für 2026

für ein ganzes Jahr nur 5.964,-€.

Ganz nebenbei lerne ich in der Cafeteria Mike und Lynn aus Mooloolaba / Australien kennen. Das wäre jetzt noch was, wenn sie Andy und Rebecka kennen würden. Ich frage besser nicht.   

Sie möchten dass ich den Kaufvertrag für ihre neue, gebrauchte Jeanneau 50 DS als Wittnes

( Zeuge ) mit unterschreibe.  ( Das braucht man in den Staaten )

No Ploblem, das kenne ich schon. Das Boot von Rom bis nach La Rapita überführen klappt bei mir 

jedoch nicht. Ich habe ja auch Pläne.

 

 

Der WOMO-Stellplatz hier ist kostenfrei. Einziger Wehrmutstropfen, abends die Mücken und tagsüber die Fliegen in abnormal grosser Stückzahl.

Zumindest solange es windstill ist.

 

Der kommende Tag wird ein Tag am Meer. Schon um 09:00 fahren wir zu fünft

zum Strand, der von hieraus nur 8 KM entfernt liegt. Nicht spektakulär, es ist ziemlich windstill aber mit einem Stuhl in der Sonne sitzend ab und an einen Kaffee trinken und dazu noch nette Gespräche, das hat auch was.

Der Sonnenuntergang bei den Flamingos und den Bergen am Horizont ist

ein Highlight.

 

So vergehen die Tage, mal ein Bummel durch einen der wenigen Orte oder einen Besuch beim Tierarzt, dann ein Spaziergang durch die Reisfelder.

Es wird nicht langweilig.

 

Ella fährt richtig gerne in ihrem Tankrucksack Motorrad. Sie wartet sogar, während ich bei Lidl einkaufen gehe ganz brav auf dem Moped. Hauptsache sie ist dabei....

 

 

Samstag früh ist es dann soweit.

Es geht weiter.

Nur 45km sind es bis nach PENISCOLA.

 

 

PENISCOLA

 

...rühmt sich, die schönste Altstadt an der gesamten COSTA DEL AZAHAR

zu haben. Die Festung ist aus dem 16. Jahrhundert. Die Atarazanas, die Alte Stadt zieht sich um den Berg herum, innerhalb der mächtigen Burgmauern. Immer wieder laufen wir an gemütlichen Bars oder Restos vorbei bis uns der Frühstückshunger einkehren lässt.

Ein kleines Cafe, sitzen direkt neben der dicken Stadtmauer...

Der Leuchtturm steht ganz oben, neben der Kirche, innerhalb der Burg aus dem 13. Jahrhundert auf etwa 65m über dem Meer.

Die Parkplätze sind seit letztem Jahr alle gebührenpflichtig ( 6,50 / Tag ) bis abends aber es ist zumindest ausreichend Platz. 

 

Zusammen mit Mark und Marion und etwa einem Dutzend Spanier sitzen wir noch bis Mitternacht in einem Resto inmitten der alten Altstadt und haben einen tollen und lustigen Abend.

Naja, der Enteneffekt. Wenn andere dort stehen heißt dies nicht...     Aber man kann es ja mal probieren.

 

Nachts vertreibt uns die Guardia Civil, nachts sei das Parken hier verboten.  Ganz freundlich.

 

Also mitternächtliches Umparken auf einen Hügel gegenüber. Mit Taxiservice für Mark, der nicht mehr fahren darf.

Morgens dann ein grossartiger Ausblick auf Peniscola.

 

Im Waschsalon treffe ich auf Krissi aus Dresden. Wie lustig, fast wie beim Segeln. Nun ist alles an Klamotten wieder sauber und gut riechend. Statt elektronisch zu trocknen hänge ich die Wäsche im Laderaum und im Bad zum trocknen auf. Abends sitzen wir gemütlich in einem Spanischen Pub an der Strandpromenade.

 

Montag gibt es im Ort einen großen Markt, lese ich.

Dieser bietet leider zu 90% Klamotten. Namhafte Designbrands, zu Spot preisen.

Da gibt es Markenjeans für 8,-€ oder Poloshirts teuerer Brands für nur 5,-€. sowie Markenunterwäsche und Socken.... Leider brauche ich nichts dergleichen.

Ich bin nicht in Shoppinglaune und hier in freier Wildbahn will ich mich auch nicht ausziehen.

 

 

 

ULLAL DEL BURRO:

 

Das nächste Ziel liegt knappe 200km weiter südlich.

 

ULLAL DEL BURRO (etwa25km nordwestlich von Denia)

 

Eine heiße, nein, eine eher warme Quelle, die sich in einen gemauerten Pool ergießt. Es soll etwa 24°C. haben. Könnte hinkommen. In tieferem Wasser ist es noch deutlich wärmer so dass man es gut auch länger aushalten kann.

Um mich herum schwimmen dutzende kleinere Fische.

Auch eine etwa 50cm große Barbe möchte mich von Parasiten befreien....

Gracias, no !

Anschließend gibt es noch einen Cafe con Leche im angrenzenden

"Cafe Font Salada". Für 1,20€. WOW !!

Bei einem Hundespaziergang mit Ella besteigen wir auch den gegenüberliegenden, steilen Berg. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick über das Küstenvorland bis runter zur Küste.

Bei herrlichem Sonnenschein.

Da es hier absolut ruhig ist beschließen Ella und ich hier über Nacht stehen zu bleiben. Obwohl dies ein Schild verbietet. Parque natural !!

Mal sehen was passiert.

 

Es blieb alles ruhig. Es gab kein mitternächtliches Umparken. Statt dessen gab es jedoch ein Mammutgewitter. Drei Stunden Blitz und Donner und Regen in gewaltigen Mengen. Ella will partout nicht raus. Danach eine absolut ruhige Nacht.

 

Um 08:00 laufe ich los, zum zweiten Mal ein Stündchen joggen.

Auf kleinen Strassen, teilweise entlang der Autobahn. Durch das riesige Sumpfgebiet kann man nur auf den befestigten Strassen laufen.

Das nochmalige Baden zwischen Fischen und Enten macht richtig Spass.

Nach dem Frühstück nochmal ein Stündchen mit Ella, entlang des Flusses durch das Naturgebiet und dann geht es weiter.

 

 

 

 

DENIA:

DENIA

 

Denia hatte uns schon im vergangenen Jahr sehr gut gefallen. Leider waren wir auf der Heimfahrt und daher nicht in Bummellaune. Es hat an die 120000 Einwohner und ist keine Kleinstadt. Das Zentrum beheimatet eine Unzahl an gemütlichen Bars und Restaurants.

Einfach touristisch gemütlich, einladend und absolut sehenswert. Auch das Castillo lohnt sich. Man blickt über die gesamte Bucht und den Hafen.

Wieder bei Kaiserwetter.

Im Hafen liegt eine AVENTURA 45, ein riesiger Catamaran. Bei den Recherchen sehe ich, dass genau dieser zum Verkauf steht. Schnell ist der Broker kontaktiert und es kommt tatsächlich ein Besichtigungstermin zustande.

Das Boot ist gerade mal eineeinhalb Jahre alt und ausgestattet mit drei separaten, luxuriösen Kabinen im Stb. Rumpf, zusätzlich zu der geräumigen Eignersuite im Backbordrumpf. Ein Traum!

Leider gibt es auch einen Haken: Die Haus-, Motor- und Ankerwindenbatterien sind alle absolut tiefentladen obwohl es 800wp Solarleistung hat. Whats wrong ?

Der Eigner hatte dieses offenbar spontan gekauft denn es wurde bislang nicht genutzt. Dies sieht man in den Bilgen und an den Betriebsstunden. Sozusagen flatscheneu. Den genauen Grund des Verkaufes erfahre ich nicht aber es scheint sozusagen dringend zu sein.

 

Ab Mittwoch habe ich den Platz gebucht bei Brigitte und Kurt. Ein privater Platz

für nur fünf oder sechs Fahrzeuge. Klein aber fein. Es ist eine kleine Hacienda, mitten zwischen zahlreichen Orangenplantagen. Die Qualität dieser ist aber nix für mich. Von dreien sind zwei mit mehr Kernen als Fruchtfleisch und bitter ist die dritte auch noch. 

Die Grundstücke sind alle mit feldwegähnlichen, kleinen Strassen verbunden.

Diese sind teilweise nur drei Meter breit, so dass es keine Möglichkeit gibt entgegenkommenden Fahrzeugen auszuweichen.

Aber gerade dies macht es so interessant. Nachts ist es muksmäuschenstill. Keine Autogeräusche, keine kläffenden Hunde. Bestenfalls das Rauschen der Orangenbäume im Wind.

Dies gibt es für 20,-€ bei zwei, 17,-€ bei einer Person auf abgeschlossenem Terrain mit Waschmaschiene und Trockner, WC´s und heissen Duschen.

 

Hier treffe ich Mark und Marion wieder. Da Mark auch ein Moped dabei hat, können wir zu dritt schöne Touren unternehmen. Eine führt uns zum Handwerkermarkt in JESUS DE XXXXX eine andere zum Cabo Croix an der Küste oder zum Weihnachtsmarkt im Jardin "L  ALBARDA"

Motorisiert ist der Radius einfach grösser.

 

Hier in Denia sehe ich bei einem Hafenspaziergang einen grösseren Catamaran stehen. Es ist eine AVENTURA 45. Bei der Recherche fällt auf, dass genau dieses Boot zum Verkauf steht.

Schnell ist der Makler kontaktiert und es wird ein Besichtigungstermin für den kommenden Samstag arrangiert. 

Das Boot ist der Hammer.  Acht Kabinen in vier luxuriösen Kabinen. Der gesamte Backbordrumpf ist für die Eigner....  Es ist gerade 18 Monate alt, also fast neu.

Die Werft AVENTURA kannte ich bis dato nicht. Sie sitzen in Tunesien mit Französischer Führung und Know-How, haben jedoch nur diesen 45er und einen 37er Cat im Programm neben verschiedenen Motorcats und Daysailer-Versionen auf denen man jedoch nicht wohnen kann. 

 

Wir warten jetzt auf unsere Rückreise und hoffen, dass Petra sich dieses Boot voraussichtlich im Mai mal ansehen kann.

 

 

 

SHIT HAPPENS IN XABIA:

 

 

In XABIA, liegt an der Playa del Muntanyar

eine 54-Fuss-Beneteau-First.  Direkt auf den Felsen am Strand. SHITT !!! 

Angeblich aus dem Hafen entfernt weil der Eigner die Gebühren nicht zahlen konnte.

 

Ob diese Geschichte wirklich stimmt ?

 

 

WANDERUNG ZUSAMMEN MIT MARK UND MARION:

 

 

 

SONNTAGS GIBT ES FAST ÜBERALL NETTE MÄRKTE:

WEIHNACHTSMARKT IM JARDI MEDITERANI,  "L ALBARDA"

 

 

 

MURCIA    ( lohnt sich nur bedingt )

 

Einen geeigneten Stellplatz zu finden ist in Murcia nicht so einfach.

Wir parken gute 5km ausserhalb am CASTILLO DE LARACHE.

Dieses ist aus dem 13Jh. Und nicht mehr gut erhalten. Die Besichtigung der "restaurierten" Reste oben auf dem Berg ist dafür kostenlos.

Das CASTILLO DE MONTEAGUDO, steht auf einem einzelnen, steilen Felsen und obenauf eine Christusstatue. Die gesamte Gegend wirkt arm und vermüllt. 

Es ist abgeschlossen, man kommt nicht ganz hinauf.

 

MURCIA ist wieder eine richtige Großstadt. Mit dem Rad sind Ella und ich in einer halben Stunde am Place de Circulation, von wo aus sich alles dreht bzw.alles startet.

Es gibt einen gemütlichen Bummel durch die Altstadt mit der Cathedrale um die schon morgens Hundertschaften von geführten Touristengruppen strömen.

 

In einem Cafe in der Fussgängerzone sitzen wir später zusammen mit Miguel, einem alten Spanier. Er wartet auf seine Amigos, sie treffen sich hier jeden Tag....

Die Verständigung ist ein Wenig schwierig denn er spricht nur Espaniol aber er gibt sich Mühe.

Er ist unzufrieden, nicht nur mit der Europapolitik.

 

 

 

 

LA  AZOHIA:

 

LA AZOHIA                Palmen, Palmen, Palmen

 

La Azohia erreichen wir über die RM332, eine kleine aber wunderschöne Strasse durch die steilen, schroffen Berge.

Mitten auf der Strecke ein Mirador ( Aussichtspunkt ) mit einer unglaublich tollen Aussicht auf die Küste mit ihren Orten.

La Azohia liegt direkt an der Küste rund 12km nördlich von PUERTO DE MAZARRON oder 25km südlich von CARTAGENA und bietet ausser den vielen Ferienhäusern recht wenig.

 

Hier befindet sich auf einem Privatgrundstück ein richtig grosser, kostenfreier Stellplatz für etwa 200 WOMOs, gleich an der Strasse direkt am Strand. Er ist mit 65 Fahrzeugen nur schwach belegt.

Wir ergattern einen freien Platz in erster Reihe mit Blick aufs Meer.

 

Hinter uns steht ein riesiges Wohnmobil mit einer Werbung für ein China-Reisebuch.

Der Besitzer stellt sich mit "Albert" vor und ist, so erzählt er später, der Gründer von KNAUS-MOBILE, Albert Knaus.

Seit mehreren Jahren im Ruhestand, reist er jetzt zusammen mit seiner jüngeren Lebensgefährtin quer durch die Welt.

Er leiht mir sein Buch über diese Reise.

Beeindruckend, aber so etwas haben wir ja auch schon gemacht.

 

 

Wenn man den Strand endlang läuft kommt man nach etwa 5km in eine kleine Ortschaft

namens  ISLA PLANA.

Hier gibt es ein besonders schönes Cafe von der Gemeinde, mit Blick aufs Meer.

Man bekommt sehr schnell Kontakt zu anderen.  Hier trifft man auch Deutsche, die hier auf dem Campingplatz stehen. 

Weiter oben an der Strasse hat es den Dorfkiosk, der ausser Zeitschriften ( auch Deutsche ) und Mode und was man sonst noch alles brauchen könnte, mitunter auch SIM-CARDS und Router verkauft.

Für 15 Euro gibt es eine Spanische SIM mit 150GB und er schaltet diese sogar noch frei.

 

Auf dem Stellplatz finde ich auch wieder schnell Kontakt.

Neben uns steht ein WOMO aus Moers mit  Thekla und Jörg. 

Weiter oben steht Achim aus Bitburg mit seinem umgebauten Setra – Reisebus, Gerd mit seinem Hund BIBI sowie Olaf und auch Dieter.

Viele richtig nette Leute, viele davon alleinreisend. 

Achim und auch Gerd fahren ebenfalls Moped und für Donnerstag verabreden wir uns

mit Ingrid + Leo zu einer Motorradtour.

Es geht zunächst in die SIERRA DE CARRACOI eine von Canyons durchzogene, karge Gegend mit recht wenigen kleinen Orten.

Anschliessend fahren wir weiter in die SIERRA ESPUNIA. Eine dichtbewaldete Gegend mit recht hohen Bergen. Auf 1210 Metern Höhe haben wir nur noch +04°C., ganze 12° weniger als unten.

Eine schöne Tour, insgesamt 210 km, ohne dass es Ella Probleme bereitet.

 

 

Mit dem Fahrrad fahren wir ins das 13km entfernte PUERTO DE MAZZARON.

Ganz einfach am Strand oder an der Strandpromenade, zum Schluss die Strasse entlang.

 

Ganz nebenbei lasse ich mir die Haare schneiden und sehe fortan wieder normal aus.

Es gibt hier eine endlos lange Strandpromenade mit sehr vielen gemütlichen Restos.

Aus einem ruft es mir gleich entgegen: Es sind Leo und Ingrid aus Bayern die hier ihr Moped zur Inspektion gegeben haben und jetzt Pause machen.

Bei einem "Cafe con Leche" erzählen sie von ihren nächsten Zielen.

 

Auf dem Rückweg, bricht schon wieder, gleich am Ortsausgang die Fahrradkette.

Das zweite mal innerhalb von 14 Tagen.

So geht es nun zu Fuss zurück....

bis ich auf halbem Weg in ISLA PLANA an der Hauptstrasse plötzlich den Anfang der Woche erst neu eröffneten Fahrradladen „Broken Bikes“ entdecke.

Kontakt über Telefon. 

Antonio, der Besitzer in 30 Minutos da

und zieht für 30€ eine neue Kette auf. Glück muss man haben !!!

Kette ist nicht gleich Kette: Er misst nach...

Die alte war eine mit 7mm. Passend ist die jetzige mit 10mm. Gut zu wissen !

 

Wir verabreden uns für Samstag Morgen zu einer Wanderung durch die Berge, zu den Batterias, einer Kanonenbatterie aus dem 2.Weltkrieg. Etwa 2,5 Std. sagt Google.

Mal sehn wie weit wir kommen.... Wasser, Hufu und Proviant sind gepackt.

 

Bis zu den Batterias schaffen wir es nicht denn es wird arg unwegsam.

Ein schmaler Trampelpfad schlängelt sich durch die mit Gestrüpp bewachsenen, teils sehr steilen Berge. Es wird viel geklettert und man kommt nur sehr langsam vorwärts.

Vier Stunden später sind wir nur knappe 7 km gewandert und sind zurück in

La Azohia. Schnell einkehren und etwas trinken, denn die Vorräte sind aufgebraucht. Ella wird teilweise getragen, damit sie nicht in der Sonne ist.

Ab dem Grat, den wir zuletzt überqueren müssen ist sie nicht mehr zu halten.

Es geht nach unten und sie wird immer schneller. Bis an die Bar....  "zisch"

 

Sonntag gibt es in PUERTO DE MAZARRON einen grossen Wochenmarkt.

Wir fahren zu viert mit den Fahrrädern die Uferpromenade und dann am Strand entlang. Leider habe ich schon auf der Hinfahrt einen Reifenschaden, das Hinterrad verliert langsam Luft und wird schwammig.

Zuerst mal auf den Markt. Es gibt halbe Hähnchen, Salcitas, Queso, Cebolas und Olivas. Alles was man so essen kann und einen Cafe con Leche am Markt. „Gemütlich“ im kalten Wind bei den vielen, lärmenden Generatoren der einzelnen Stände aber in der Sonne.

Für die Rückfahrt gibt es Druckluft von Jörg, er hat einen akkubetriebenen Minikompressor im Gepäck und so kann ich mit zwischenzeitlichem Nachpumpen doch noch bis zum Resto in ISLA PLANA fahren wo wir ein paar

Tappas essen und schlussendlich noch bis zum Stellplatz in LA AZOHIA fahren.

 

Irgendwie bringt uns PUERTO MAZZARON kein Glück. Mal die gerissene Kette, heute der platte Hinterreifen.

Aber wir kennen da einen guten Pinchaso.......  

Der tauscht am nächsten Tag gleich den Schlauch da ich kein Flickzeug im Gepäck habe. Für ganze 10,-€.

 

 

Der Stellplatz ist klasse: Man bekommt sehr schnell Kontakt.

Noch nie habe ich solange an der gleichen Stelle gestanden. Das liegt an der netten Gesellschaft.

Thekla und Jörg wollen heim, sind heute früh abgereist. So sind wir zu dritt und fahren wieder zusammen Moped.

 

Nach 18 Tagen auf den selben Platz habe ich Geburtstag.

08.12.2025 -   Hurra, endlich volljährig !!

 

Von Petra erhalte ich zum Geburtstag ein kleines Kreuzworträtsel,

welches mich nach längerem Raten zur (Auto-) Garage / Kofferraum führt,

wo sie ein Geschenk versteckt hat.

Ein schönes Procedere und eine gelungene Überraschung.

Es gibt einen Motorrad-Wartungsständer, da mein Moped keinen Hauptständer hat und ich die Maschine so besser warten kann. Klasse !!

Mui bien !! Muchas gracias mi amor !!!

 

 

MIRADOR CUESTAS DEL CEDACERO  AUF DER  E-22   Cartagena - Mazarron

Warten auf Antonio, von BROKEN BIKE REPAIR....

 

 

BUELNOVO:

In BOLNUEVO, etwa 20km nach Süden gibt es eine besondere Steinformation:

Die Las Gredas de Bolnuevo, vom Wind aus dem Sandstein geblasen,

eine skurrile Formation die es zu fotografieren lohnt. Dort brummen wir hin.

Hier stehen auch ein paar Deutsche mit einem nagelneuen Sprinter von

MEGA-MOBIL der aber auch seine Auslieferungsmängel hat. Nach einer Stunde merken wir, dass sich gleich gegenüber ein Restaurant befindet:

Das „Siesta de Oliver“, etwas vornehmer als üblich und voller Spanier.

 

Wie war das doch ? Wo die Einheimischen hingehen ist es am besten !!

 

Nach Wartecola und -Bier bekommen wir, wie in Spanien üblich einen freien Tisch.

Zu dritt bestellen wir „Bacalao estillo la Siesta“.

Frischfisch, Dorsch mit Muscheln und Scampis vom feinsten, danach noch eine

„Tarta Lotus especiales“ in die Mitte, zu dritt, mit karamelisierter Frischkäsecreme und zum Abschluss noch zwei mal

„Cafe Asiatico“ mit Cuarenta y Tres ( und / oder Weinbrand ? )

was mich fast vom Hocker haut.

 

Noch ein paar Erinnerungsfotos mit Mopeds am Strand und dann ab Richtung Bus.

So fährt sich die Rückfahrt trotz eines Einkaufsstopps bei LIDL extrem vorsichtig....

 

Auch in diesem Jahr wieder ein rundum schöner Geburtstag, obwohl Petra nicht hier ist. 

 

 

 

 

WANDERUNG NACH PLAYA CALA CERRADA  MIT ACHIM, LEO und INGRID:

 

 

 

MOTORRADTOUR MIT ACHIM, LEO und INGRID DURCH DIE SIERRA ESPUNA

 

 

 

BATTERIAS DE CASTILLITOS  BEI  CABO TINOSO

MORGENS UM 07:00 STEIGT DER NEBEL AUF

 

 

SAMSTAGS GIBTS LIVEMUSIK IM GEMEINDECAFE  ISLA PLANA :    ( GROTTENSCHLECHT )

 

 

 

PRODUKTIONSBESICHTIGUNG ?  NEIN,  NUR NASCHEN UND SHOPPEN: "EXPERIENCIA  43"

"EXPERIENCIA  43"  hat nur wenige Produkte:  CUARENTA Y TRES  ( 43 ) ist ein Mandarinenlikör.

Diesen kannte ich schon aus der Jugend

aber hier trinkt man ihn in Cafe.  Das nennt sich "CAFE ASIATICO" und gibt es nur hier, hören wir.

Es ist echt etwas besonderes und ich muss aufpassen wenn ich mit dem Moped unterwegs bin. 

Dieser Cafe haut rein !!

 

 

 

ZIEGENWIESE  UND  SCHLANGENBUCHT :

SCHLANGENBUCHT und ZIEGENWIESE

 

sind zwei an der Küste liegende, wilde Stellplatz-Bereiche ohne jeden Service. 

Entlang und unmittelbar am Wasser, da wo es Sand gibt auch am Strand.

Es stehen viele hier, es ist gut besucht.

Hierhin fahren Achim und ich mit den Mopeds und besuchen Thomas, der mit seinem scharfem Schäferhund hier steht. Im Nirgendwo zwischen Mittelmeer und Gewächshäusern.

 

Naja, so ganz ohne alles ?

 

 

Die Küste wird hier durch ein gewaltiges Gebirgsmassiv vom Inland getrennt.

Keine Wege oder Strassen führen durch die schroffen Berge, es geht nur links

oder rechts an diesen vorbei.

 

Für die Rückfahrt entscheiden wir uns für den Weg die Küste entlang. Oft direkt am Wasser. 

Man fährt einen kleinen Weg der im Wesentlichen aus losen Steinen und Schotter besteht. 

Anspruchsvoll, schwierig zu fahren, noch schwieriger, wenn es steil bergauf oder -ab geht.

 

Leider wird es gerade dunkel und wir wollen, da dieser Weg extrem spektakulär durch einen verlassenen Ort wie auch durch sehr felsige Küstenformationen verläuft

am nächsten Tag noch einmal hier entlang fahren.

( und machen viel zu wenig Fotos )

 

Diesmal bei Sonne und blauem Himmel, obwohl schon wieder 80% Regen vorhergesagt.

So richtig mit WOW – Effekt.  Die Videos werden leider nichts, es ist zu wackelig.

 

 

Upps !  Erst am Ende sehen wir diesmal die Verbotsschilder.... Parque natural !!!

Glück gehabt, keine Polizia!

Das machen wir also nicht noch einmal !  Schade !

 

 

 

AUSFLUG NACH CARTAGENA:

CARTAGENA kennen wir. Mit der ersten BONAFIDE haben wir hier für fünf Wochen im Hafen gelegen.

Mit dem WOMO waren wir auch schon hier aber noch nie mit dem Moped. Einfach einfacher !!

Bei SPRINGFIELD gibt es derzeit 50 % Weihnachtsrabat. 

Da bekomme ich schnell ein paar neue Jeans denn diese mag ich seit vielen Jahren, sie passen perfekt.

 

 

 

FELIZ NAVIDAD !!! 

 

So vergehen die Tage recht schnell und plötzlich ist schon wieder Weihnachten.

Bereits am 23.12. haben wir einen Tisch für acht Personen im benachbarten Restaurant vorbestellt da Achim schon am 24.12. abreisen muss.

Er erwartet Besuch in La Marina....

Es wird ein schöner Abend und es wird viel gelacht.

 

 

 

Zu Weihnachten sind die Spanier wie paralysiert im Siegestaumel. Überall laufen die TV-Geräte und man sieht sich die Ziehung an. Live !! Auch in fast allen Restaurants.

EL GORDO ( der Dicke ) ist ein Ereignis in Spanien. Wahrscheinlich spielen oder wetten sie alle. Dementsprechend hoch sind auch die Gewinnausschüttungen.

Hier werden Millionäre gemacht – so die Werbung.

 

Am 24.12. verabschieden wir Achim, der mit seinem SETRA-BUS mit Anhänger nun die Ausfahrt vom Platz runter fährt. Es sind viele gekommen und es stehen viele und winken. Später fahren wir mit Gerd nochmal zum Einkaufen. Vorher spritzen wir unsere Bikes mit dem Kärcher ab, an der Repsol Tankstelle. Diese waren arg eingesaut und verstaubt.

Bei Lidl erstehen wir noch ein paar Leckereien und etwas Gemüse um über die Festtage nicht zu verhungern.

Ella wartet geduldig im Rucksack und lässt sich nicht von fremden ansprechen ohne böse zu knurren.

Auf dem Rückweg halten wir wieder in Isla Plana und trinken

- wie könnte es besser sein – einen Cafe con Leche mit Blick aufs Meer in der warmen Sonne.

 

Das Leben ist schön !!!

ZIEMLICH BESTE FREUNDINNEN.....  ( naja, nicht immer )

 

ELLA und BIBI  ( der Hund von Gerd ) Die beiden sind mittlerweile fast wie Schwestern. Auf den gemeinsamen Spaziergängen kommen sie sich näher, kein Konkurenzdenken, kein Gezicke.

Einfach schön anzusehen, wie die beiden zusammen rennen, tollen, spielen oder gemeinsam nach dem Ball jagen. Bibi hat die längeren Beine und gewinnt fast immer was aber auch kein Problem ist.

Ein Versuch, beide in einem Womo zu haben begann mit Knurren von Ella....

Nach wenigen Minuten wurde es jedoch ruhig und sie sitzen ( noch fast ) entspannt nebeneinander.

Interessant !!! Geht doch !!

 

Mit Zureden und Leckerchen - aber es geht.

 

 

Meine zwei bestellten Pakete mit Hundefutter kommen nicht im Restaurant nebenan an.

Noch nicht....

Hundefutter von RINTI für das nächste viertel Jahr.

 

Über Weihnachten wird eh nichts geliefert, so beschliessen wir weiter zu fahren.

Die 170,-€ plus Nachnahmegebühr lassen wir vertrauensvoll im Restaurant FERRIS liegen.

Sie wollen die Pakete für mich annehmen – wenn sie geliefert werden.

 

 

Ich mache derweil einen Aufräum-, Auflade-, Entsorge-, Tank- Dusch- und Waschtag.

Das Klo ist voll, alles andere ist leer. Die Batterien, Wasser und auch der Diesel.

Den Hänger hatte ich spät abends noch gepackt und das Moped verladen und verzurrt.

Gerd wird ebenfalls heute weiter fahren aber irgendwo wollen wir uns wiedersehen,

nicht nur wegen der Hunde.

 

Nach mehr als sechs ganzen Wochen ohne zu fahren wird es auch Zeit.

Der erste Stopp ist der Waschsalon am Ortseingang von La Azohia.

Hier werden neben der Schmutzwäsche auch die Fussmatten und Teppiche ausgewaschen.

In 37 Minuten....

Danach geht’s zur REPSOL-Tankstelle in Puerto Mazarron.

Hier werden Bus, Hänger und Moped gründlich gekärchtert und vom Matsch befreit.

Zumindest äusserlich.

Innen saugen und wischen...

Später an der günstigen  SB-Tanke, den Dieseltank und Kanister wieder füllen.

Für 1,28/Liter.... Niceprice !!

Abschliessend noch auf dem Camping die WC-Box leeren, Müll entsorgen, Frischwasser auffüllen und ganz nebenbei auch noch mal duschen.

 

28.12.2025     Um 13:30 sind wir gutriechend ready to go.

 

 

TORREVIEJA:

 

Gegen 16:00 sind wir in TORREVIEJA

Weil nur 85km entfernt, haben wir uns für Montag Morgen mit Elke und Ferdinand zum Frühstück verabredet.

Das Ella mitkommt, kein Problem.

Wir ergattern einen spontan entdeckten Parkplatz am südlichen Ende der befestigten Hafenanlagen, neben einem Förderband zur Salzverladung.

Ganze 3m vom Wasser entfernt.

Da es keine Wendemöglichkeit gibt fahre ich gleich rückwärts in die kleine, enge Strasse.... lange 100 Meter, mit Hänger, ganz langsam.

 

Nachts erwischt uns hier wieder ein heftiges Gewitter:

 

Nur 40km südlich, nämlich genau im Puerto Mazarron kommt es zu heftigen Überschwemmungen. Mit weggespülten Autos, Verletzten und zwei Toten.

Eine Windhose, Wind mit mehr als 180km/h  lesen wir in der Zeitung.

Auch ein Video geht rum...

Im Hafen gehen eingerollte Segel sowie die Persenninge vieler Yachten fliegen

und auf der Strandpromenade trifft es genau unser Lieblingscafe mit den lieb gewordenen Vorzelten, in denen man auch mit Hund sitzen darf....

Katastrophenalarm !!!!

Das geht ans Gemüt...

 

 

Ella scheint sich im WOMO an Gewitter gewöhnt zu haben. Hier ist sie zuhause, liegt ganz entspannt in ihrem Körbchen auf dem Rücken und möchte gekrault werden während draußen der Teufel tanzt.

29.12.25

Am nächsten Morgen hört es wie bestellt um 08:00 auf zu regnen. Am Horizont sieht man noch die Reste des Unwetters.  Ganz entspannt können wir noch Baguettes und Croissants kaufen und  sind pünktlich um 09:00 im Hafen.

Elke und Ferdinand liegen hier im REAL CLUBE NAUTICO mit ihrer LA PALOMA.

Zuletzt hatten wir uns in Panama in den San Blas Inseln gesehen also 2015, kurz bevor wir durch den Panama Kanal in den Pazifik gesegelt waren.

Lange her, es gibt sehr viel zu erzählen. Auch hier sind die letzten 10 Jahre schnell vergangen, obwohl auch hier jede Menge schöne Dinge erlebt wurden.

So wie bei uns.

Die Zeiten ändern sich, wir werden älter und so gibt es nicht nur bei uns

nicht mehr so riesig lange Touren.

Ein schönes Treffen mit recht grossem Erfahrungsaustausch.

 

Mal sehn, wo und wann wir uns wieder sehen.....

 

 

Wie schön mal wieder an Bord zu sein !

Nach mehr als 10 Jahren, zuletzt in Panama:       

Treffen mit Elke + Ferdinand auf  SY - LA PALOMA          Vielen Dank euch beiden !

 

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Nachmittags laufen Ella und ich die gesamte Uferpromenade von Torrevieja entlang und fahren spät nachmittags dann doch noch los Richtung Süden.

Ganz spontan, 190km.

Gerd hatte uns seinen Standort geschickt in der Carolinenbucht, direkt am Meer.

 

PLAYA CAROLINA 

 

Gegen 18:00 kommen wir dort mit dem letzten Büchsenlicht an.

Gerd hat gekocht und lädt mich gleich noch zum Abendessen ein.

Ella darf an Bibi vorbei (ohne Knurren) in den Bus und darf sogar Bibis Napf leer fressen.

Ziemlich beste Freundinnen !!

Vielen Dank ihr beiden!

 

Morgens gibt es wieder den gewohnten, längeren Hundespaziergang. Diesmal bis ans Ende der benachbarten Bucht. Bei Kaiserwetter. Schon nach 30 Minuten muss ich die Jacke und den Pulli ausziehen. Aus 10 Grad sind schnell 23 Grad geworden,

die Sonne bringt`s !

 

Mittags verbringen wir wieder gemütlich in der warmen Sonne ohne Wind, bis ich einen Rappel bekomme und mich bewegen muss.

Mit dem Fahrrad fahren Ella und ich die 5km die Landstrasse entlang bis nach AGUILAS.

 

Auch hier wieder eine bestens gepflegte Strandpromenade mit 1000 Palmen, Bars und Restos.

Die Stadt selber wirkt etwas zersiedelt aber der übersichtlich-kleine

Puerto Deportivo, der Yachthafen ist dafür umso schöner.

 

 

AGUILAS:

 

SYLVESTER 2025

 

Der Sylvesterabend verläuft unspektakulär. Die Wanderung zusammen mit Gerd und den Hunden ist am interessantesten. Es geht den Berg in der Nachbarbucht hoch. Belohnt werden wir mit der Klasse Aussicht.

Es entstehen prima Bilder bei Kaiserwetter.

Abends gibt es dann das Sylvestermenü, bestehend aus Lachsstremeln, Rotebetecarpachio mit Pinienkernen und einer Käseplatte.

 

Das Feuerwerk entfällt komplett. In Spanien darf es an Privatleute nicht mehr verkauft und von diesen auch nicht gezündet werden.

Gegen Null Uhr trifft man sich mit anderen Campern vor den Autos, und wünscht sich ein gutes neues 2026...

Es bleibt relativ ruhig und wir gehen nach einer gemeinsamen Pinkelrunde zeitig in die Kojen.

 

Morgens ruft Gerd an und berichtet von einem nächtlichen Zwischenfall:

Das Geheule verschiedener Hunde hatte ich gehört, mir aber weiter nichts dabei gedacht.

Nach dem Benutzen von Ohrstöpseln war es eh absolut ruhig.

Tatsächlich ging das Geheule aber noch bis kurz vor 03:00 Uhr, erzählt Gerd, als er beschlossen hatte den vor seiner Türe heulenden Rüden zu vertreiben.

Nach dem Öffnen der Türe ist aber Gerds kleine Hündin BIBI

– die derzeit so richtig heiß ist – nach draussen gesprungen und in der dunklen Nacht verschwunden. Zusammen mit dem Rüden.

Erst eine Stunde später konnte Gerd die beiden an einem der Strände entdecken und Bibi wieder einfangen.....

 

Schwanger oder nicht ??

Auffällig morgens, dass Bibi nun andere, interessierte Rüden wegbeissen möchte.

Kein Interese mehr ? ...... sehr verdächtig !

 

 

So fahren die Bibi und Gerd heute weiter, zunächst in die Tierklinik nach Murcia,

denn heute am 01. Januar haben normale Veterinarias geschlossen.

 

 

 

Zusammen mit Ella mache ich mich mit mit dem Moped auf, die nähere Umgebung zu erkunden.

Vom Örtchen VERA hatte ich erfahren dass dieser Ort eine "atomare Vergangenheit" haben würde....

 

Nachdem ich „Atombombenunfall Spanien“ gegoogelt hatte, erfahre ich dass tatsächlich 1966

in dem neben Vera befindlichen Örtchen

PALOMARES einen Unfall gegeben hatte:

 

Am 17. Januar 1966 kam es über dem Örtchen Palomares zu einem folgenschweren Unfall.

Ein aus den USA kommender, mit vier Wasserstoff-Atombomben beladener B-52-Bomber ist beim Betankungsvorgang in 9000 Metern Höhe mit dem Tanker kollidiert.

Es kam zu einer Explosion wobei der Treibstoff im Tanker, etwa 150.000 Liter Kerosin in Flammen aufgingen.

Beide Maschinen stürzten ab und sieben der 11 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

 

Die Flugzeuge brachen offenbar auseinander und drei der vier Wasserstoffbomben stürzten innerhalb des bewohnten Gebiets von Palomares ab.  Die vierte landete im Mittelmeer.

Es gab keine Atomexplosion, jedoch zwei der mit Plutonium gefüllten Zünder explodierten und setzten in der Folge schätzungsweise drei Kilogramm Plutonium-239 frei, wodurch das gesamte Örtchen Palomares komplett verseucht wurde.

Die Franco-Diktatur spielte den Vorfall herunter.

So stark, dass die Einwohner nicht evakuiert wurden und auch lange nichts gereinigt wurde.

 

Zumindest bis heute haben viele überhaupt nichts von diesem Vorfall mit bekommen.

Ein Museum, in dem das Vergangene aufgearbeitet werden könnte gibt es nicht.

Erst Jahre später gab es ein „beschränktes“ Dekontaminationsprogramm.

Etwa 1400 Tonnen radioaktiv verseuchtes Erdreich im Bereich verschiedener Tomatenplantagen wurden abgetragen und zur Entsorgung nach USA verschifft.

 

Bei der Suche nach Zeitzeugen habe ich sieben mal mit „Residentes“ also Einheimischen gesprochen und nach einem Militär-Unfall über dem Ort gefragt. ( Um sie nicht gänzlich zu verunsichern )

Alle verneinten - kein einziges Mal wussten die Bürger bescheid.

Auch hier lebende Deutsche Staatsbürger wussten nichts. 

Da kauft man sich hier ein Haus.... - versteh ich nicht !

 

Bei WIKIPEDIA findet man aktuell eine Strahlungskarte, nach der noch heute eine hohe Strahlung durch Plutonium vorhanden ist.

Die Karte ist farbig in vier verschieden stark strahlende Regionen eingeteilt.

Man erkennt deutlich die Strassen. Es betrifft das gesamte Örtchen PALOMARES....

 

Auch denkwürdig: Um das Örtchen herum wird in grossem Stiel Gemüse angebaut.

Nicht verwunderlich wenn dieses auch in Deutschland vermarktet würde.

Die radioaktiv verseuchten Flächen wurden ohne Einschränkung zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte frei gegeben und werden so bis heute genutzt.

Der empfohlene Schutz der verseuchten Flächen wurde bislang nicht umgesetzt.

Kontaminierter Staub und auch Niederschlagswasser gelangen noch immer ungehindert in die weitere Umgebung.

Nachmessungen im Jahr 2004 ergaben für grosse Landstriche eine weiterhin hohe Radioaktivität

im Erdreich in der Umgebung von Palomares.

 

Im Oktober 2006 wurde zwischen den Regierungen von USA und Spanien eine komplette Dekontaminierung vereinbart.

Die Kosten hierfür sollten zwischen den Ländern geteilt werden.

Bis heute ist jedoch nicht klar wie gross das Ausmass und in welcher Weise überhaupt dekontaminiert werden kann.

Nach längerem Hinundher teilte 2018 die Trump-Regierung mit, dass man sich an das von der Obama-Regierung geschlossene Abkommen nicht weiter gebunden fühle.

 

Bis heute sind etwa 3% der kontaminierten Böden abgetragen worden.

 

Kein Einzelfall: Ähnliche Unfälle ereigneten sich 1961 in Goldsboro/USA und 1968 in Grönland.

 

( Quelle: WIKIPEDIA   ...auch die Karten und Fotos der Bomben )

 

 

 

IN  PALOMARES:

Es erinnern nur wenige sichtbare Kleinigkeiten an den Unfall:  Calle los Bombardas, Casa USA,  Sperrzäune oder Warntafeln nur selten - ohne Angaben von Gründen

 

 

 

 

 

 

Wer suchet, der findet:

 

Kleine Kakteen suchen macht Spass.

Die richtigen zu finden ist aber schwieriger.

Ableger müssen Wurzeln haben, sonst macht das Adoptieren keinen Sinn.

Diese anschliessend wurzelerhaltend ausgraben ist schon schwieriger.

 

 

Schlussendlich kann man nur hoffen, dass sie die Fahrt bis Deutschland in gutem Zustand überstehen.

 

 

05.01.2026

Laut Regenradar naht wieder ein Unwetter. Ein grosses Tief über dem Atlantik schickt Regen in grossen Mengen nach Europa und Afrika. In Marokko werden ganze Ortschaften weg geschwemmt. Hier in Andalusien werden trockene Flussbetten rasch zu überfüllten, reißenden Flüssen. Gut wenn man erhöht parkt.

Da es an der Playa Carolina bei Regen übermässig matschig wird, das hören wir von anderen, machen wir uns auf den Weg zu einem anderen, kostenfreien Stellplatz.

Vorher fahren wir aber nochmal zurück nach La Azohia. Hier hatte ich 170 Euro in einem Restaurant hinterlegt, damit sie mein bestelltes Hundefutter für mich annehmen können. Vielen Dank für diesen tollen Service, obwohl es soweit nicht kam. Hier hole ich zuerst das Geld wieder ab und genieße erstmal zusammen mit den Jungs einen cafe con Leche.

In der Email von Zoo Plus wurde eine Anschrift genannt,

La Chapineta, (ein Ortsteil von La Azohia) gefolgt von 8 Zahlen...... (?)

Diese Anschrift kennt man nicht im Restaurant, bei der Polizei, im Sparmarkt,

in der Apotheke. Der entscheidende Tipp kam von der Tankstelle:

Ich sollte mal versuchen in der Nähe des Bürgerbüros, gegenüber von Lidl.

Das kenne ich, also auf zu Lidl, mitten in Puerto Mazarron.

Und tatsächlich, an einer Stelle steht ein Schild mit der Aufschrift GLS.

Nur 10 Minuten vor der Mittagspause erhalte ich das bestellte Hundefutter.

YEAH !!!! Hartnäckigkeit zahlt sich aus !! Was für eine Geschichte....

 

Anschliessend machen wir uns auf den Weg zu dem neu vereinbarten Stellplatz etwa 40km südlich von Almeria nahe einer alten Bunkeranlage mit Castillo.

Etwa 250km über die Autopista, die RUTA DE ANDALUZ....

 

 

 

BUNKERS DE GUARDIAS VIEJAS

Eine alte Wachbunkeranlage aus dem Spanischen Bürgerkrieg 1938 noch immer in einwandfreiem Zustand wenn auch durch Gittertüren zugesperrt.

Falls man sie nochmal brauchen sollte...

 

CASTILLO DE GUARDIAS VIEJAS

Diese alte Festungsanlage macht schon mehr her. Perfekt erhalten oder restauriert darf diese kostenlos besichtigt und begangen werden. Klein aber interessant. Es wird zu einem Museum umgestaltet, ein Raum ist mit Schaukästen verschiedener Artefakte versehen. Ein anderer ist mit alten Uniformen an Schaufensterpuppen bestückt.

Von der oberen Plattform hat man einen Überblick über die Küste

- nein, besser über die Plastikgewächshallen – und das Meer.

ALMERIMAR

Almerimar ist das Zentrum der Plastikhallen. Von Landschaft zu sprechen wäre unpassend.

Plastik soweit das Auge reicht.

Erst bei Google-Earth wird das Ausmass sichtbar.

Erschreckend!

Die kleine Touristenstadt erstreckt sich im wesentlichen zwischen einer etwa 100m hohen Felskante und dem Meer auf einer Fläche von etwa 2km Breite und 4km Länge.

In der Mitte hat man einen Golfplatz mit einigen luxuriösen Hotels plaziert.

Das zweite Highlight ist die riesige Marina Deportivo, der Yachthafen.

Hier liegen endlos viele Yachten der Grösse nach sortiert an den vielen Stegen in fünf Hafenbecken.

Überall dazwischen laden gemütliche Restaurants zum Kaffee ein.

Mit den Fahrrädern erreichen wir Almerimar in 30 Minuten über die perfekt ausgebauten Radwege sowie die Uferpromenade mit zahllosen Palmen.

Urlaubsfeeling garantiert.

 

 

Während der Rückfahrt mit den Fahrrädern glauben wir zunächst, dass wir ins Unwetter geraten.

Die Sonne verdunkelt sich und es sieht etwa so aus als radeln wir ins Verderben....

Tatsächlich regnet es aber nur über dem Meer - wir bleiben trocken.

 

 

 

Morgens werden wir Zeugen einer Falkenjagt gleich neben unseren Autos.

Der Falkner hat eine Taube im Gepäck, falls sein Vogel kein Opfer finden sollte.

Als aber ein paar Vögel aus dem Dickicht aufsteigen schießt der Falke aus großer Höhe im

Sturzflug nach unten und attackiert sein Opfer, so lange bis es flugunfähig ist.

Vier mal hintereinander.... 

Der Falkner fährt sodann recht zügig mit dem PKW seinem Vogel hinterher. Er kann ihn per GPS orten und so auch im Dickicht wieder finden.

Er erzählt, sein Falke sei erst sechs Monate alt, noch in der Ausbildung und noch nicht abrufbar.

Aber sie arbeiten daran....

Ein tolles Erlebnis !!   

Die mitgebrachte Taube hatte Glück gehabt.... zumindest für heute.

 

ROQUETTAS DE MAR ...

ist von den BUNKERS, wo wir parken etwa 40km entfernt.

Mit dem Moped machen Ella und ich einen Ausflug dort hin.

Es geht die gesamte Zeit durch Plastikgewächshäuser also nicht etwa durch die Landschaft. 

Der Ort ist zu 90% verwaist. Beinahe alles geschlossen. Ein paar Wohnmobile parken auf einem Parkplatz auf dem mit grossen Schildern hohe Strafen für WOMOS angekündigt sind.

Scheint hier niemanden zu beeindrucken.

Ansonsten ist ROQUETTAS DEL MAR ein reiner Touristenort, bebaut mit übergrossen, hohen Hotels bis an die Strandpromenade die auch hier über

5 km recht schön angelegt ist. Da möchte man sich nicht vorstellen was dort abgeht wenn die Hotels alle geöffnet sind...

 

Die Stadt ROQUETTAS ist jedoch ordentlich gross.

Immer Donnerstags gibt es hier einen grossen Markt. Hier bekommt man nicht nur Obst und Gemüse sondern auch alles an Textilien und Schuhen was man sich vorstellen kann.

Zwischendrin gibt es kleinere Restostände wo man etwas essen oder auch naschen kann.

 

Ein Riesengedränge aber gut für einen Ausflug.

 

 

AUSFLUG NACH ROQUETTAS                              CAMPER SIND ZUWEILEN EINE PLAGE

 

 

 

Tags drauf geht es zu Fuss nach BALERMA.

Wieder 5km aber diesmal den „wilden“, ungepflegten Strand entlang.

In Balerma befinden sich mehrere Restaurants, Cafes und Bars.„Cafe Johanna“ ist der Favorit, direkt am Wasser.

Man kann aber überall gemütlich einkehren um einen Cafe con Leche schlürfen und etwas essen bekommt man auch, in Form von Tapas. Der Ort ist klein und übersichtlich. Ausser einem Supermarkt findet man nicht wirklich viel.

 

 

Unterwegs erhaschen wir einen Blick in eines der vielen Gewächshäuser.

In diesem wird Paprika angebaut.

Vor dem Zelt steht neben den Transportboxen eine Restekiste mit nicht vermarktungsfähigen Früchten. Zu klein, zu bunt oder zu schrumpelig. (?)

Schnell sind ein Paar Paprikaschoten aussortiert und im Körbchen verschwunden.

 

Anfangs wollte ich diese als Gemüse in der Pfanne machen. Beim Probieren habe ich aber festgestellt dass sie zum braten viel zu schade sind.

Sie schmecken leicht süsslich und sind als Rohkost noch besser.  Jam, jam, jam....

 

 

MOTORRADTOUR IN DIE SIERRA ASPUNIA

Zusammen mit Ingrid, Leo und Achim fahren wir schon wieder in die Berge. 

Ingrid organisiert und plant perfekt. Die Touren sind wirklich klasse.

Der Schnee ist überall komplett geschmolzen, die Strassen sind frei aber es ist je nach Höhe mit 08° C. richtig frisch. Unterwegs machen wir öfter einen Fotostopp und drei Mal eine richtige Pause.

( Ella kommt erst auf der Rückfahrt am Strand von Roquettas voll auf ihre Kosten.

Sie liebt Strände ! )

Bei dem Restaurant ROUTE 66, zwischen den Bergen und der Wüste, kehren wir ein und essen gemütlich. Bei ORO DEL DESIERTO, gleich gegenüber hatten wir vor zwei Jahren die Olivenverarbeitung besichtigt und leckeres Olivenöl gekauft.

Das Westerndorf „MINIHOLLYWOOD“ beheimatet einen Campingplatz.

Gegen Gebühr könnte man hier essen und Western spielen.... machen wir aber nicht.

Auf den kleinen Strassen durch die Berge sieht man hinter jeder Kurve wieder neue Ausblicke. Die vielen, winzigen Bergdörfer sind auch interessant.

Viator, Gador, Mini Hollywood Oasys, Fort Bravo, Tabernas, Turrillas, Huebro, Nijar sind nur einige Orte auf dieser Tour. Über die A-7 geht es später wieder Richtung Bus.

Eine schöne, sehr dünn besiedelte Ecke.

Und dies alles wieder bei Kaiserwetter !!!

Wenngleich es im laufe des Tages auch extrem windig wird.

Nach fast 8 Stunden sind wir noch im letzten Büchsenlicht wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

DURCH DIE BERGE NACH ALMERIA UND AGUADULCE

Ingrid, Leo, Achim und ich sind mittlerweile eine schöne Truppe mit den drei Mopeds. Ingrid und Leo sind schon viele Jahre hier in Spanien und kennen fast jeden Stein. In Almeria wird das Castell del Rey besichtigt.  Später geht es quer durch die SIERRA DE GADOR bis fast an die Schneegrenze in die SIERRA NEVADA mit ihren bis 3140m hohen Bergen.

Von Balenegra und Adra geht es über Cadijar, Kador, Cojayar, Murtas und Turon zurück an die Küste.

Nach mehreren Fotostopps kehren wir in der Marina Agua Dulce ein im „HeardBreak“, einem amerikanisch angehauchten Restaurant mit guter Musik. 

Mit Achim und Mike waren wir hier ein paar Tage vorher schon einmal.

Ein echter Tipp !!

 

 

 

16.01.2025

 

Es geht wieder einmal ein Stückchen weiter.

Regen ist angekündigt und so nutzen wir die Zeit mit Saubermachen und Weiterfahren.

 

180km weiter nach Süden erreichen wir kurz unterhalb von Malaga das Örtchen BENALMADENA.

 

 

 

BENALMADENA

hat etwa 78.000 Einwohner, rund 250.000 Hotelbetten und liegt an der Costa del Sol in Andalusien.

Von den zahlreichen Hotels sagen die Spanier sie seien von der Russischen Maffia erbaut worden.

Zwischen Tierpark SELWO MARINA und PARQUE DE LA PALOMA  liegt hier, zentral innerhalb der Hotels ein riesiger Parkplatz, der in der Winterzeit auch von zahlreichen WOMOS kostenlos als Parkplatz genutzt werden darf. Mittwochs findet hier eine Art Trödelmarkt statt. Wenn man nicht im Bezahlbereich ( 5,-€ ) steht muss man den Bereich ab Dienstag Abend verlassen.

Das schöne: Man ist in wenigen Minuten entweder am Strand mit der ewiglangen Strandpromenade, zahlrechen Restaurants, Bars und Cafes oder im Stadtzentrum mit vielen Läden und Einkaufsmöglichkeiten.

Am Meer sitzt man gemütlich, windgeschützt bei leiser Musik in einem Cafe und geniesst das Treiben auf der Promenade und am Strand.

Hunde sind auch am Strand überall willkommen, zumindest im Winter. 

Auffällig sind auch die vielen wilden Papageien oder Sittiche. Teilweise sind diese sogar handzahm und fressen aus der Hand. Nicht nur im PARQUE DE LA PALOMA.

 

Da sich hier wieder mehrere Leute aus unserer Gruppe treffen gibt es wieder nette Gespräche und stundenlanges Zusammensein in Restaurants.

 

Etwas weiter befindet sich die Marina Deportivo, der Yachthafen der Stadt. Mit einer aufwändig verspielten Architektur, Riesenrad, Shoppingmeile und natürlich hunderten von Yachten.

 

 

BENALMADENA :

 

MALAGA

 

Nachdem Markus und auch Gerd mit seiner Frau Sandra ( und Bibbi ) sich verabschiedet haben und wieder Richtung Norden fahren, machen wir uns auf den Weg nach Malaga.

Ein Katzensprung, nur 20km bis zum bereits ausgekundschafteten Platz im Hafen auf der Aussenmole.

Viel Grau, wenig Grün aber asphaltiert und somit auch bei Regen sauber.

Ausser ein paar Mülleimern gibt es hier nichts was irgendwie benutzbar sein könnte.

Um nahe am Stadtzentrum zu sein aber legal, sicher und dazu noch kostenfrei, also beinahe optimal.

Es ist sauber, ruhig und vor allem waagerecht und befestigt, wenn auch hinter der 5m hohen, grauen Wand die den Hafen vor Wellen schützt.

Man ist zu Fuss innerhalb von 15 Minuten auf der Flaniermeile mit zahlreichen Bars und Restos und nur weitere 15 Minuten im historischen Stadtzentrum.

Das Fahrrad verkürzt diese Zeiten nochmal deutlich.

 

Hier auf der Aussenmole treffen wir uns mit Achim und ein paar Tage später auch mit Olaf, mit denen wir uns hierher zusammen telefoniert haben.

Gemeinsam erkunden wir nun die Stadt und den Berg auf dem seit ein paar 100 Jahren das alte Castillo „Alcazaba“ wacht.

Ein paar Tage später kommt Christoph aus Ratingen. Jetzt ist die Runde grösser und es wird auch bunter. Mittlerweile hat er sich ein Fahrrad geliehen.

So sind wir flexibler und der Radius wird grösser.

So erkunden wir jetzt gemeinsam die Stadt, in der schon seine Tochter Anna mehrere Monate gearbeitet und gelebt hat. Er hat entsprechend viele Tipps und Adressen.

Ein Venezolanisches Restaurant, sowie auch ein Peruanisches in dem Cerviche in vielen Variationen serviert wird.

Besondere Restaurants die in der Menge unter gehen und von Touristen irgendwie nicht wahrgenommen werden. Echte Empfehlungen....

Auch ein Käsekuchencafe steht auf seiner Liste:

La Cheesequeria el Paradiso de las Tartas de Queso Artesanales"

Ein kleines, modernes Cafe mit etwa 10 Tischen.

Die Namensgebung ist Programm.

Und der Käsekuchen – ich bestelle den mit Pistazien – ist ein Gedicht.

 

Zusammen mit Achim und Christoph machen eine Mopedtour in den 55km entfernten

PARQUE  EL TORCAL DE ANTEQUERA in den Bergen.

Mit Kameramann auf dem Rücksitz entstehen auch schöne Aufnahmen während der Fahrt.

 

Tags drauf parkt Klaus aus Emden neben mir.

Nach überlanger Fahrt und reichlich Problemen.

Er ist gestresst und frustriert.

Die geplante Fähre nach Lanzarote kann er erst einen ganzen Monat später bekommen.

Die Verbindungen die nur ein mal wöchentlich stattfinden, sind hoffnungslos aus- und überbucht.

Und dann ist da noch das Wetter....

 

Für Samstag verabreden wir uns für eine Fahrradtour nach Malaga Este, etwa 12km meist auf Strandpromenaden immer am Strand entlang.

Eine schöne Strecke.

Schlussendlich radeln wir wir bis zum Penon del Cuervo, einem Felsen neben einem Zementwerk.

Auf die Entfernung könnte man denken die Schornsteine und Türme seien Teil einer Raketenabschussrampe.

Der Penon selber hat wenig Reize, ausser einem Wachturm aus grauer Vorzeit. Jedoch kann man von hier gut über das Wasser bis nach Malaga sehen und die vor Anker liegenden Frachter beobachten.

In PEDREGALEJO machen wir Pause. Ein übermässig teueres Resto mit einem geschäftstüchtig, laut rufenden Chefe, der seine teuren Fische anpreist, so dass wir nur ein paar Sardinas bestellen.

 

Auf der Uferpromenade sind tausende unterwegs. Nachmittags noch mehr als vorher. Ameisenhaufenfeeling.

Mitten drin ein Markt mit Gemüse, Früchten und.... Unterwäsche !

Na das passt ja prima !

Wochenende am Strand.

 

Montag Morgen reist Klaus weiter nach Süden. Achim hatte sich bereits Freitag auf einen Campingplatz begeben – er brauchte dringend Strom für seine Akkus.

Blöd nur, dass die Campingplätze hier absolut überfüllt und ausgebucht sind.

Die Preise sind entsprechend überteuert: Für eine Parzelle von 7x5m werden um die 50,-€ pro Tag berechnet. Fast überall.

 

Auch Dirk aus Potsdam ist bereits gestern abgefahren.

Ihn störte das unbeständig kühle und regnerische Wetter.

Das gleiche berichten auch die beiden Schweizer, die seit Mittwoch hier stehen.

Da wird es im kalten Bern besser auszuhalten sein... ?

Auch sie reisen ab, so dass ich ab jetzt recht einsam hier stehe.

 

Das Wetter beschäftigt auch die Portugiesen. Nur etwa 250km von hier beginnt die Küste der Katastrophen. Drei verheerende Megastürme innerhalb von 24 Tagen sind besorgniserregend.

Seit Wochen ist in grossen Teilen Portugals der Notstand ausgerufen. Heute wird er um weitere 10 Tage verlängert. Der Regen, der hier in Malaga ab morgen erwartet wird hat in Portugal die ohnehin schon unter Wasser stehenden Landstriche und übergelaufenen Flüsse weiter ansteigen lassen. Auch unter den Spaniern sorgt die Wetterentwicklung in diesem Winter für reichlich Gesprächsstoff.

Es ist diesen Winter etwa 10 Grad zu kühl, gemessen am Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre. Und es gibt viel zu viele Niederschläge.

Auch wenn jetzt wieder alle Trinkwasserspeicher randvoll gefüllt, sind die Spanier besorgt über das was noch kommt.

 

Ich mache mich mit dem Bus auf den Weg nach ALHAURIN.

Das liegt 20km entfernt, etwa in Höhe von Torremolinos in den Bergen.

Hier sitzt eine HYMER-Vertretung.

Ohne irgendeine Wartezeit wird ein neues Rücklicht bestellt und auch die schon im November fällig gewordene Dichtheitsprüfung angemeldet.

Schon nächste Woche Montag, 09.02.

soll es passieren...

 

Dienstag, 03.02.2026

Ich habe mich für heute noch einmal mit Christoph verabredet. Er wohnt jetzt in EL PALO, einem kleinen Ort etwa 8km von Malaga Zentrum entfernt.

Mit dem Moped aber über die Küstenstrasse in wenigen Minuten erreichbar.

 

Heute sind wir noch einmal zusammen in Malaga. Da es morgens noch regnet, verschieben wir auf 12:00, nachdem der Regen durchgezogen ist. Zuerst gibt es einen Begrüssungs- „Cafe BonBon“, so ähnlich wie in Cartagena jedoch ohne Alkohol.

Wir entern nochmal die Alcazaba, die alte Festung oberhalb der Altstadt, zumindest bis zum Mirador.

Das Centro Historico von Malaga besticht durch seine Vielzahl an urig, gemütlichen Restaurants in denen man stundenlang verweilen kann, ohne dass es langweilig wird. Überall gibt es wieder neues zu entdecken.

Die Gebäude sind größtenteils mehrere 100 Jahre alt, aufwändig restauriert und super in Schuss.

Die Fassaden mit vielen Verzierungen, Balkonen und aufwändigen Geländern spiegeln die Geschichte Malagas, gelegentlich auch mit Säulen und Stuck.

Man kann überall draussen sitzen, da in fast allen Restos an kälteren Tagen auch draussen geheizt wird. Wirklich gemütlich !!

Die spanischen Tapas werden grosszügig und üppig serviert und der nachfolgende Käsekuchen, diesmal in einer anderen Käsekuchenmanufactur gibt dann den Rest.

Es gibt hier auch einen auf der Basis von Blauschimmelkäse.

                        Oh ha !

Diesen bestellen wir nicht, bekommen jedoch als wir bezahlen, die Möglichkeit ihn zu probieren. Und ja, er schmeckt tatsächlich sehr stark nach Gorgonzola.

Man kann ihn mögen – muss man aber nicht.

Es bleibt etwas besonderes. Aber immerhin konnten wir ihn probieren....

 

So war der heutige Tag zunächst unser letzter gemeinsamer.

So geht es für mich etwas weiter nach Süden.

 

Als ich in Benalmadena auf dem grossen Platz stehe und mit Ella vom Strand zurück bin bekomme ich Nachrichten von Achim:

Wo bist du ? - In Benalmadena, und du ? - Schau mal hinter dir, rechts... !

 

Überraschung !

 

Letztendlich fahren wir später beide einen Ort weiter und stehen sodann in Torremolinos, direkt am Strand. Der Hundespaziergang endet mit einer Einkehr in dem einzigen, geöffneten Chiringuito auf etwa 4km - wegen dem Wetter....

 

Momentan zieht für drei Tage ein Sturmtief durch, für das in Portugal bereits Katastrophenalarm ausgelöst wurde.

Auch hier in Andalusien besteht ALERTA ROJA, die höchst mögliche Alarmstufe.

 

Schulen bleiben geschlossen, Bürger sollen zu Hause bleiben.

Im TV laufen Bilder wie Sturzbäche durch die Strassen schiessen, Tiefgaragen in rasantem Tempo volllaufen, Anwohner mit Besen Wasser aus ihren Wohnungen schieben.

 

Levante-Wetterlagen mit bis zu 100km/h aus Östlichen Richtungen werden zahlreicher, länger und stärker – wissen wir schon länger durch die Segelei.

Überhaupt soll dieser Winter einer der ungemütlichsten sein, seit 1956, in dem es extrem kalt gewesen sein soll, so das TV.

Aber auch in Deutschland gibt es nun schon seit fast zwei Monaten ein Dauer-

Kälteereignis mit Temperaturen weit unter Null Grad mit allen Problemen die dazu gehören. Deutschland- und Europaweit.

 

Da fällt mir ein; Gibt es doch diese alte Bauernregel:

 

IST DER WINTER KALT UND WEISS WIRD DER SOMMER LANG UND HEISS.“

 

 

Ob das passt ? Warten wir´s ab...

 

 

IN MALAGA:  ( und El Tocal )                                                           

 

Für uns geht es nochmals nach Malaga. Christoph fliegt morgen zurück nach Deutschland, hat Freitag seinen letzten Tag hier in der Stadt.

Sonntag Morgen gibt es für uns ein Abschiedsfrühstück in dem bereits bekannten Churroscafe „Tejeringo´s“ in PALO / Malaga Este.

 

Ab Samstag finden in Malaga die Karnevalsumzüge statt. Sollten.....

Die Aktivitäten für Samstag werden komplett abgesagt.

Wegen Sturm und Unwetter.

Ich schätze den Wind auf dem Wasser auf über 10 BFT. Jede Welle hat einen grossen Schaumkamm und die Gischt fliegt bereits weg. Im Park stürzen Bäume um, in der Stadt gehen Tische und Stühle fliegen, Markiesen, Fahnen und das Zelt vom Yachtclub gehen in Fetzen.

Nach 12 Stunden bzw. morgens ist es vorbei. Sonnenschein und blauer Himmel lassen hoffen.

 

In den Nachrichten läuft aber bereits ein Tag später schon wieder eine Warnmeldung:

Portugal und Spanien bereiten sich auf den nächsten Sturm vor.“.......

 

 

Achim braucht dringend eine Steckdose, da er nicht mit dem Motor aufladen kann.

Im Umkreis von rund 150km bekommt man aber keinerlei Campingplatzparzelle.

Es ist alles komplett voll.

Frühestens in 6 Wochen hat man Aussicht auf einen frei werdenden Platz.

So fährt er zu den Nackedeis:

Auf dem FKK-Platz in ALMAYATE ist noch etwas frei....

Einkaufen und Restorantbesuche aber nur ohne Klamotten“ frötzeln wir.

Es gefällt ihm nicht, bereits zwei Tage später sind die Akkus voll und er steht wieder frei.

Ich bringe ihm seine vergessene Jacke vorbei und mache mich sodann gegen Mittag auf den Heimweg.

Diesmal ohne langes Erzählen.

 

2500km im Eiltempo....

Abends halte ich auf einer hoffnungslos vermüllten Autobahnraststätte

in Südfrankreich. Soll man ja nicht, weiß ich.

Vor mir steht Viktor vom Ammersee mit einem Womo.

Er ist auf der Hinfahrt in Frankreich ausgeraubt worden – während er im Bett lag.

Als er wach wurde ist der Täter geflüchtet aber mehrere Wertsachen sind weg.

Wir parken direkt nebeneinander, so dass wir gegenseitig mitbekommen wenn etwas vorfällt.

Auch der Gassensor wird eingeschaltet.

Ohne dass etwas passiert.

Gegen 06:30 drehe ich eine kleine Runde mit Ella und anschliessend geht es gleich weiter.

Ich fahre an diesem Tag noch bis Mitternacht und erreiche

 

LUXEMBOURG.

 

Parke in einer kleinen Seitenstrasse mit zwei Rädern auf dem unbefestigten Seitenstreifen...

Nachdem ich nachts merke, dass das Fahrzeug erheblich Schlagseite hat und die Beifahrerseite im Matsch einsinkt müssen wir hier weg.

Dank Allrad kommen wir aber problemlos wieder raus.

Wir parken für den Rest der Nacht hinter einer LIDL-Filiale. Mit allen vier Rädern auf Beton.

 

Um 07:30 ist die Nacht zu Ende. Montageteams fangen an bei LIDL umzubauen.

Kleine Runde mit Ella durch den immer noch anhaltenden Regen und anschliessend einen schnellen Kaffee bevor es in Luxembourg zum Tanken geht.

In rascher Folge....

 

Dem Navi sei Dank ! Auf die Autobahn, ohne dass ich die Grenze bemerkt hätte bin ich wieder in Deutschland.

Erst Richtung KÖLN und dann auf der Zielgeraden ( A-3 ) bis nach RATINGEN..

 

 

Jippie !! 2390km in weniger als 46 Stunden von Malaga bis nach Hause.