TOUR  2018      AUSTRALIA

 

 

von Insel zu Insel.....      

              FORTSETZUNG...

  

Schon zum dritten Mal haben wir das Unterwasserschiff gereinigt, dass bloss kein  Pöckchen hängen bleibt...


AUSTRALIA 

 

 

SEE YOU IN MOOLOOLABA      

 

TEIL 3:  Nouvelle Caledonie to Australien:

 

 

 

AUS DEM BORDTAGEBUCH:

SONNTAG 14.10.2018                                  BAIE DE CITRONS  ( noch immer in NOUMEA )

 

Sonntag ist eigentlich ein recht langweiliger Tag. Gehen wir mal das Wetter checken, suchen uns ein Internet....

Mit dem Dinghi auf dem 2,8sm langen Weg von Baie de Citrons nach Port Moselle treffen wir zuerst ankernd die MARDOS aus Deutschland. Ein nasser Smaltalk bei 28kn Wind. In der Marina erkundigen wir uns nach dem Code der Schlösser und gehen erst einmal heiß duschen. Beim anschließenden Füße vertreten bemerken wir, dass der Markt noch auf hat. Wir bekommen für nur 200xpf eine grosse Tüte mit 2kg Salat fast geschenkt, er landet sonst in der Tonne. Auch die Tomaten gibt es für nen Appel und nen Ei. Weiterhin bekommen wir noch 2 frische Baguettes, für ein nettes Merci bien.

Zurück beim Dinghi am Steg empfangen uns Stefan und Christine von der

12 MOONS mit einem leckeren Cafe´für ein Stündchen.

Nach erneutem, spritzigen Dinghiritt zurück an Bord ruft und winkt es von der Nachbaryacht:

Es sind Michelle und Ambre unsere einheimischen Freunde von der TE FETIA. Ob wir mit essen möchten....

So geht der Tag ohne langweilig geworden zu sein.

Nur das Wetter; ist immer noch sehr windig, Böen über 30kn.

Auch ohne I-net....

 

 

MONTAG, 15.10.2018

 

Der Vorhersage nach sollten wir ab heute fahren können. Ein Ruheloch für ein paar Tage...

Es hat immer noch bis 30kn. Der halbstündige Ritt mit dem Dinghi durch 3 Buchten bis nach Noumea durchnässt wieder alles. Dies ist auch der Grund, warum wir nicht noch am Montag die Papiere holen und ausklarieren. Sie haben nur bis 11:30 geöffnet.

Nachts bläst es wieder so heftig, dass wir um den Anker bangen.

Sind noch immer in der Baie de Citrons, wollen aber hier weg.

Nachmittags ist hier ein Meeting der GO WEST RALLY, ein gemeinschaftliches Segelevent Noumea to Bundaberg. Für 495,-AUS tragen wir uns ein, viele Vergünstigungen und Wetterdaten inklusive.

www.downunderrally.com )

 

DIENSTAG 16.10.2018

 

Wir verlegen uns an eine Mooring vor Ilot Maitre. Nicht sehr ruhig aber kein Geschaukel. Hier reinigen wir erneut das Unterwasserschiff. Es muss absolut sauber sein. Eine 2-Stunden-Aktion in recht kaltem Wasser. Abends sind wir auf der QUO VADIS eingeladen. Beno erzählt uns vom Chesterfield Reef, etwa 400sm entfernt, 200sm weiter nördlich als unser Sollkurs.

YES or NO ?  Wir sind verunsichert...

Ohne Radio und Wetterbericht maybe NO !

 

MITTWOCH 17.10.2018

 

...stehen wir bereits um 5:45 auf und verlegen nach Noumea, gehen in der engen Bucht zwischen den privaten Mooringbojen vor Anker. Das Wetter ist etwas ruhiger geworden. ( 22kn )

Wir rennen ins Bistro und schauen schnell die Mails: Die australische Antwort ist dabei. Alles okay !

Dann los und die drei Stationen ablaufen: Immigration, Customs und Port Control, wo wir die Clearance bekommen. Ohne irgendwelche Kosten !

Etwa 10km (zehn) sind wir in 2,5 Stunden gelaufen, sind nass geschwitzt an Bord und lichten den Anker.  Schnell noch steuerfrei tanken und dann raus hier.

Vor uns liegt eine neuseeländische Motoryacht. Wir warten mehr als 1,5 Std.

dass sie fertig getankt haben.  Endlich...  Achso, bezahlen müssen sie auch noch. Nochmal ne Viertelstunde... Was machen die denn ?

Andi ist gereizt und nervös, die Zeit läuft, können wir doch nur mit den Gezeiten durchs Riff.

 

Etwas später sind wir fertig, aber ganz durch den Wind. Mussten wir das Boot eineinhalb Stunden im Wind halten und warten, das kotzt.

 

 

 

LOS GEHTS.....    MI.17.10.2018    13:00

 

Umso schneller ist das Gross oben und wir motorsegeln bei nur 5kn Wind Richtung Pass. Als der Wind immer weniger wird, nehmen wir das Gross runter und wollen an eine Mooring der Ile N´Ge, einer Miniinsel kurz vor dem Pass, um noch ein paar Tage zu warten...

Just als das Gross unten ist briest es wieder auf bis 15kn – also gleich das Großsegel wieder hoch. Mit 9kn Speed rauschen wir nun auf den Pass zu, der uns kurz danach in den tiefen, blauen Pazifik ausspuckt, mit 3.0m Seegang...

Wir sind beide total gestresst. Was für ein Abschied.

So sind wir wieder unterwegs, die letzte große Passage, zumindest für dieses Jahr.

810sm - Bundy is waiting !

 

 

 

So dauerten unsere Abfahrtspläne dieses Mal ganze drei Tage. Vielleicht auch deshalb, da dass Wetterrouting der Rallye Veranstalter nur aus einem Verweis besteht, auf die Webseiten verschiedener Meteorologen.

Angst vor Verantwortung ??

 

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FREITAG  19.10.2018

 

Anfang der Woche wären wir vielleicht mit Wind durch gekommen, überlegen wir.

Heute, an Tag Nummer drei haben wir erst 205sm seit Noumea hinter uns.

Etwa 70% davon unter Motor.  Gut, dass wir nach getankt haben !

Wie sich Wetterberichte irren können. Mal haben wir 18kn Wind und rauschen mit 8kn+ 

durchs Wasser, dann hat es wieder für 21std. nur 2,5kn Wind...umlaufend ! Man kann nur motoren.

Wenigstens ist die See gnädig.

Wir sind beide gesund und können die vielen Lebensmittel zubereiten und aufessen, die sie uns bei der Ankunft gleich wegnehmen würden.

Es gibt frischen Salat, mit Zwiebeln, Käse, Sonnenblumenkernen und Eiern. Jeden Tag ein wenig anders.

So trösten wir uns; es ist nur eine Frage der Zeit, wann wieder Wind kommt, somit auch nur eine Frage der Zeit wann wir ankommen. 

 

                       GEMEINSAM EINSAM

 

Samstag werden wir von einer anderen Yacht „überholt“. Sie motoren mit 7,5kn während wir 3-4kn segeln. Wir sehen uns am Horizont und auf dem AIS.

So bekommen wir aktuelle Wetterdaten über die VHF-Funke:

Es wird auch die nächsten drei Tage sehr ruhig bleiben und es wird keinen Sinn machen, mehr nach Nord oder Süd zu laufen.

Überall diese riesige Flaute.

So werden wir ab sofort nicht weiter segelnd auf mehr Wind warten sondern das Boot mit Segeln und Motor bei etwa 5 kn Speed halten, auf dem Direktkurs.

Es sind noch 480sm, der Diesel sollte reichen.

Auf dem spiegelglatten Wasser sehen wir Heerscharen von Portugiesischen Galeeren, einer gefährlichen Quallenart. Sie fressen Fische und haben bis zu 4m lange Tentakeln. Die Berührung dessen führt beim Menschen zu einem anaphylaktischen Schock, oft mit Todesfolge.

Also besser nicht Baden. Wir nähern uns Australien, dem Kontinent mit den meisten giftigen Tieren, auch im Wasser.

Ein großer, weißer Tölpel dreht wieder seine Runden um uns.

Er begleitet uns seit Tagen. Immer wieder kreist er um die Bona um aufgescheuchte, flüchtende Fische zu erbeuten. Nachts schläft er auf dem Backbordbug.

 

Wir genießen die letzten Sonnenuntergänge an Bord. An der Ostküste wird es diese nicht geben. Noch nie hatten wir so wenig bis gar keinen Wind.

Und dies über eine Distanz von über 800sm.

Der Wind ist so schwach, dass wir uns über jede noch so kleine Brise freuen.

Liegen vorne im Netz in der Sonne und lassen uns sachte nach Australien pusten.

Achtern brummt leise der Motor.

Die Distanz wird weniger – wenn auch nur langsam. Etwa 160sm vor der Küste laufen wir in den Ostaustralienstrom. Dieser setzt mit etwa 2kn quer zu unserer Fahrtrichtung nach Süden und ist am wilden Wellenbild sowie unserem Versatz gut erkennbar.

Sicherheitshalber haben wir um 30sm nach Nord vorgehalten, falls der Strom stärker sein sollte.

Ab jetzt gibt es auch segelbaren Wind und wir rauschen dem Ziel entgegen.

Laute Musik hebt die Stimmung an Bord bis an den Anschlag.

Abends segeln wir nördlich an den Flachs vor Fraser Island vorbei in die Abdeckung. Hier steigt der Seegrund von 680 auf 16m an. Entsprechend unruhig ist die See. Noch 43sm. Nur noch !

Der Wind dreht wie auf Bestellung, so dass wir bis spät in die Nacht Richtung Bundaberg segeln können. Herrliches Wetter mit Vollmond.

Nach sieben Tagen auf meist spiegelglatter See machen wir uns klar zum Ankommen in der Nacht und lesen Listen mit „Aussie-Language“ ( Spezialausdrücke von hier )

Es wird aufgeräumt und geputzt, die Gastlandflagge wird gehisst wie auch

die gelbe Flagge-Q, dass wir gesund sind und einklarieren wollen.

Zehn Seemeilen vor Bundaberg melden wir unsere Ankunft in 2-3 Stunden bei Volunteer Marine Rescue auf VHF-Funk 81 und bekommen die Koordinaten und Anweisungen vor dem Hafen an die Quarantäne-Mooring zu gehen.

Gegen 01:15 ist Lowwater, ab dann läuft es für 6 Std. wieder auf, so dass wir ohne Probleme in der Morgendämmerung den Burnett River hinauf brummen und vor der Marina neben der bereits besetzten Q-Mooring vor Anker gehen.

Das Boot haben wir noch unterwegs im Mondlicht aufgeklart und aufgeräumt, jetzt erst mal für´n paar Stunden in die Koje...

 

 

ANGEKOMMEN !     Mittwoch 24.10.18, 06:00

 

Mi. 13:00 – Mi. 06:00 = 164std.

 

810sm, sieben Tage, bzw.164 Stunden, davon 145 mit Motor. 

Hatten uns `ne ruhige Überfahrt gewünscht – und diese auch bekommen.

Mit Kaiserwetter und spiegelglatter See.

 

GO WEST !    So eine Tour macht Spass !  Auch ohne Wind !!

 

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Die letzte Nacht auf See,  ca.40sm vor der Australischen Küste


AUSTRALIA                           DAS SÜDLICHE LAND

                                                                                                            oder auch " Neu Holland"

 

Das grösste zum britischen Commonwealth gehörende Land.

Terra Australis = Südliches Land.

Die Ausdehnung beträgt durch drei Zeitzonen verlaufend etwa 4000 x 3900km. Die trockene, wüstenartige Mitte dieses Kontinentes wird als Outback bezeichnet und ist der Definition nach unbewohnt.

In Australien leben rund 24 MIO „Aussies“ in sechs Bundesstaaten, zusammen etwa so groß wie Europa. Die bedeutendsten Städte sind Sydney, Hauptstadt Canberra, Brisbane und Melburne.

Die überwiegend christliche Bevölkerung ist mit einem Vermögen von

durchschnittlich 400.000,- (US$) pro Erwachsenem, relativ reich.

Die wichtigsten Exportgüter sind Kohle, Eisenerz, Gold und Flüssiggas. Die Energieproduktion erfolgt jedoch noch immer zu 80% aus Kohle...

 

Illegale Migration ist ein großes Thema.

Australien verfolgt hierzu eine „Null Toleranz Politik“

Bootsflüchtlinge gehen in Einwanderungs Haft und verbleiben bis zu ihrer Abschiebung in Internierungslagern auf entlegenen Inseln.

Segler die sich nicht ordnungsgemäß anmelden oder gar ohne gültiges Visum einreisen geht es ebenso, sofern sie die horrenden Strafen nicht bezahlen können.

 

Von einer befreundeten Yacht hörten wir von einer 9000,- AUS-Strafe, weil nur zwei der vier Adressen ankopiert wurden, also zwei fehlten.

 

FORMALITÄTEN:

 

1. VISA: es gibt verschiedene... ( Internet )

 

2. ADVANCED NOTICE OF ARRIVAL:  ( Email )     GANZ WICHTIG !!

mindestens 96 Std vor Ankunft senden an:   ( Antwort abwarten !! )

-   CPM.national@border.gov.au                  

-   yachtreport@border.gov.au                      

-   yachtreport@customs.gov.au

-   yachtreport@agriculture.gov.au

 

Mail Contains:

Subject:  - SV Boat name - Country.. Registered Slup / Cat 

Boat Name,  Boat length,  Boat color,  Flag:

Boat building year, Registered in City / Country

Coming from:

Last Ports in last 6 Month: 

Number of Persons on Board:

Visa Numbers: 

Persons on board: Birthday, Country, permanent Address, Passport Number, Issued,

Sickness in last 6 Month:

Passengers, Animals, Weapons, Amunitions, Drugs:

Estimated  Date + Time to Arrival:    At Port of....

              --     --     --     --     --

Bottom of boat has to be totally clean !!

Ask for confirmation and compleeded of this mail !!   ( TIPP )

 

3. Mindestens 12sm vor Australien:  VHF 81 oder  VHF 16  BORDER FORCE       WICHTIG !!!

    ( They give permission and coordinates to land on or anchor )

 

 

BUNDABERG PORT MARINA           24°45´74S 152°23´21E

 

Die PORT MARINA, ist für australische Verhältnisse eine kleinere Marina mit etwa 100 Liegeplätzen an Steganlagen etwa 5km außerhalb der Stadt im Burnett River.

Man erreicht diese auch ohne Tageslicht, die Einfahrt ist perfekt betonnt. 

Hier endet zum dritten Mal die GO WEST RALLY von Noumea nach Australien.

2017 ist hier in einer 70kn-Bö ein vor Anker liegender 45fuss-Cat gesunken, nachdem er in die Steganlagen getrieben war.

Der Anker hatte nicht gehalten.

Diese kurzzeitigen, unvorhersehbaren Wetterphänomene gibt es hier über das gesamte Jahr. Ausdrücklich wird vor diesen gewarnt.

Wir haben daher einen Platz in der Marina gebucht der aufgrund der Rallyteilnahme um 15% rabattiert wird.

 

Auch wenn die Boote durch die Strömungen im Fluss zuweilen heftig an den Leinen ziehen ist das Liegen in der Port Bundaberg Marina äußerst angenehm.

Ein Curtessybus bringt Segler bei Interesse in die Stadt.

Jeden Freitag lädt die Marina zum gemeinsamen Grillabend für die Yachties ein. Salate und Getränke bringt man mit.  ( BYO = bring your own )

Ausserdem erhält jede hier einlaufende Yacht eine "Big Seafood Platter" for FREE, mit allem was die Fischfabrik jahreszeitlich zu bieten hat:

Zwei Große Taschenkrebse, Lobster, etwa 60-70 größere Garnelen, Oysters, Lachs, Forelle.... 

Mit Zitrone und Wassermelone.  All ready to eat.

Riesig und kostenlos,  ( !! ) gut für ein Dinner zu sechst. 

 

 

"INWATERSPORTS"  IN AUSTRALIEN

 

Das Schwimmen ist in diesem Teil Australiens nicht ratsam. Es gibt Salties, fast überall. Diese bis zu 5m grossen Salzwasserkrokodiele sind geschützt und fressen alles was sich bewegt.

Umso mehr erstaunen uns die Mutproben junger Erwachsener:

Das schnelle Durchschwimmen einer Bucht.

Weiterhin lauert Gefahr durch die giftigen Jellybox Fishes. Durchsichtige Würfelquallen die nur 10mm gross werden aber 5m lange giftige Tentakel ausbilden.

Bei Berührung mit diesen Tieren hat man nur 90 sec. Zeit um die Verletzung mit Essig zu behandeln. Dies soll die Chance zu überleben ein wenig erhöhen.

Es gibt jedes Jahr hunderte Tote durch Croqs, Sharks und Jellys obwohl an den meisten Stränden trotz Absperrungen mit Anti-Quallen-Netzen Essigdepots aufgestellt sind.

 

Aber Boating wäre out of harm (ungefährlich) hören wir.

 

In MOOLOOLABA hören wir ein paar Wochen später gleich von drei schweren Haiunfällen im Monat Oktober.  Ein Arm und ein Bein mussten amputiert werden, ein dritter Schwimmer hatte es nicht geschafft.

Inwater sports is a real danger sometimes...

 

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CUSTOMS & IMMIGRATION           

 

Gegen 08:00 ruft uns die Marina zum Steg. Eine Stunde später kommen zwei nette Damen an Bord um uns abzufertigen. Es läuft sehr freundlich auf einer angenehmen Basis:

 

Customs und Immigration macht eine Person, die zweite ist von der Biosecurity.

 

Der Biosecurity war ein sehr schlechter Ruf vorausgeeilt. Alles gehe in den Müll, hatten wir gehört....  Bei uns nicht.  

Es ist zwar nicht mehr vieles an Bord, aber das Meiste der noch vorhandenen Reste darf bleiben.

Auch Müsli, Hefe, Brotgewürz, Joghurtferment, Kokosnussschalen und unsere vielen gesammelten Muscheln. Ebenso Butter und Milch aus New Zealand.

Produkte aus Fiji und Vanuatu seien nicht von hohem Reinheitsgrad und gehen in den Sack.

Fijian Kava is the cleanest“, darf bleiben.

Die Pässe werden nicht gestempelt, Kontrolle erfolgt in Australien über das Computersystem.

Da wir alle Schränke, Schapps, Regale und auch die gepackten Koffer

zur Inaugenscheinnahme offen stehen haben sind wir innerhalb von 60 Minuten gründlich durchsucht, abgefertigt und eingereist. Komplett !    ( 5-6 Std. hatten wir erwartet )

Weiterhin haben wir alles was etwas aus Holz an sich hat auf dem Cockpittisch zur Kontrolle ausgebreitet. So brauchen sie nicht nach Hölzern suchen und die Situation ist entspannter.

Sie suchen nach Bohrlöchern und Kleinstinsekten in den Holzteilen, mit einer Lupe.

Bei der Kontrolle der Schuhe müssen diese absolut sauber, bzw. frisch geputzt sein !

Der Gesamteindruck der Sauberkeit entscheidet offenbar ob strenger kontrolliert oder genauer geschaut wird.

Unser Unterwasserschiff war ebenfalls TipTop sauber. (Achtung Unterwasserkameras)

Die Gebühren sind bereits mit der Go-West-Rally bezahlt.

 

Es ist alles okay, wir sind erleichtert !                          Bundaberg, 24.10.2018

 

 

 

 

 

 

AUSFLUG NACH BUNDABERG

 

Mit dem Fahrrad wollen wir in das nur 17km entfernte Bundaberg fahren.

Einzige Stadt weit und breit. Da Fahrradfahren aber absolut untrendy ist gibt es keine Radwege.

Erst viel zu spät merken wir, dass auf den einspurigen Strassen 100km/h erlaubt sind und wahrscheinlich noch schneller gefahren wird. Lebensgefährlich, weil auch die riesigen Roadtrains, Laster mit zwei Anhängern mit einem Affenzahn nur ein paar Zentimeter neben uns vorbei sausen, so dass wir Angst haben vom Windsog angesaugt zu werden.

So flüchten wir immer wieder in die grasbewachsenen Gräben neben der Strasse wenn wieder Fahrzeuge von hinten kommen.

 

Bundaberg ist eine Kleinstadt out of nowhere. ( weit draussen im "Bush" )

Schachbrettartig angelegt, mit vielen Grünzonen durchzogen.

Die Stadt macht einen ruhigen, friedlichen Eindruck.

Es gibt mehrere große Supermärkte in den Einkaufsmulls sogar einen deutschen ALDI-Süd

mit vielen uns bekannten Leckereien.

Wir finden alles was wir gesucht haben, auch eine günstige SIM-Card.  ( OPTUS )

Die Preise in den Märkten erscheinen etwas günstigen als in Deutschland.

 

VORSICHT !

 

Ampelphasen dauern hier ewig. Das Überqueren einer Kreuzung trotz Rotlicht kann hier krasse Folgen haben: So genannte „Jailhunter,“ in Zivil operierende Polizisten im Ort bringen Rotlichtverstoßer auch als Fussgänger ohne Pardon schnell hinter Gitter. ( in Jail )

So versucht man die Einwohner Bundys wieder auf Kurs zu bringen.

 

Für die Rückfahrt machen wir einen Umweg über Burnett Heads, um weniger auf der hochfrequentierten Strasse zu fahren, aber auch dort wird gerast.

 

Die Region lebt vom Zucker.

 

Lasy Farming“ nennen sie den Zuckerrohranbau, hören wir. Einmal gepflanzt, kann man sieben Jahre oder öfter einfachst ernten. Kein Dünger, keine Pestizide, keine Herbizide. Man braucht sich nicht kümmern, es wächst quasi von alleine und die Abnahmepreise sind garantiert.

In Bundaberg befindet sich die Rum-Destillerie, die mittlerweile auch süsses Gingerbeer und eine übersüße Limonade herstellt.  Zucker satt.

 

 

BURNETT HEADS

 

...nennt sich der kleine Nachbarort am Ausgang des Burnett River. Hier feiert man das Burnett Heads Lighthouse Festival, mit Attraktionen für die kleinen und grossen.

Ein typisches Dorffest, mit Rockbands, allerlei Fressbuden und Attraktionen.

Es gibt sogar Rundflüge in einem offenen, türlosen Helikopter.....

 

Die Ecke um Burnett Heads ist eine schöne, ruhige Gegend:

Wir sehen Seeadler die ihre Brut aufziehen, aggressive, gelbköpfige Kamikazeenten die uns mit Sturzflug Attacken vertreiben wollen,  viele verschiedene Papageien, Pelikane und immer wieder Kängurus.

 

BARGARA

 

... heist eine kleine Siedlung am Meer wenige Kilometer weiter. Wie ein Touristenort angelegt, mit mehreren kleinen Bars und Restaurants, prima zum Einkehren während einer Fahrradtour.

Hier bzw. bei Mon Repos gehen Schildkröten zum Eierablegen an Land. Es sind kleine, helle Strandabschnitte zwischen schwarzen, grossen Steinen.

Streng geschützt und gut vermarktet. Nach 17:00 ist der Aufenthalt im "Park" nur noch mit Parkrangern erlaubt.

Beim Fahren über Land fällt auf, dass es alle 1500m eine Picknik-Aerea gibt. Mit überdachten Sitzplätzen, toiletten, Wasser und Strom sowie zwei großen, elektrischen Grillanlagen. Platz für viele.

 

 

 

 

IMPORTATION

 

Unser Importprozess ist gut angelaufen. Der Gutachter hat uns einen Wert bescheinigt so dass wir mit der Höhe der zu zahlenden Steuern zufrieden sein können.

Der Agent macht seinen Job, so dass wir nun auf unsere Zahlungsanweisung warten.

 

Zeit um unsere Inselrundreise „auf Australien“ zu planen.

Ein fahrbarer Untersatz ist Voraussetzung.

Einen umgebauten Nissanbus haben wir uns angesehen.

Diesen gäbe es für 5000,-AUS, müsste aber anschliessend weiter verkauft werden... Und man wird dann auch die langen Distanzen im Auto sitzen...

 

Die Entfernungen sind wahnsinnig groß. Wir würden daher die weiten Strecken lieber fliegen.

 

Sylvester in Sydney wird es wohl doch nicht geben:

Man verkauft hier quadratmeter große Parzellen in den Parks und überall, von wo man die Harbourbridge bzw. das Feuerwerk sehen kann ( zusammen mit Meal im Picknickkorb )

zu horrenden Preisen.

Und man muss spätestens bis um 11:00 morgens dort sein, wegen der Menge der Menschen....

NEIN DANKE !!

 

 

 

Unternehmungen und viel Spass mit Freunden in Bundaberg:

 

STARKWIND    10.11.2018   

 

Unsere „Importation“ ist mittlerweile abgeschlossen. Alles kontrolliert, alles bezahlt und unsere Abreise behördlich genehmigt.

Leider ist der Wind jetzt wieder mit bis zu 32kn erheblich zu stark.

Die Boote reißen an ihren Leinen, der Seegang läuft durch die Einfahrt den River hinauf.

Die Welcom-Week der Rally läuft nun auf Hochtouren. Jeden Tag ein etwas anderes Program:

Morgens Yoga4Yachties, mittags z.B. ein Crabrace ( Krabbenrennen ) und abends dann gemütliche Runde beim BBQ unter Freunden.

Viele der anderen Yachten kennen wir bereits seit langem – viele wollen hier in Australien ihr Boot verkaufen.

So sind wir froh, dass es auf anderen Yachten ähnliche Gefühle oder Pläne zum Ausstieg von Ausstieg gibt.

Wir sind denen eindeutig voraus, da unsere Pläne bereits umgesetzt sind und wir nur noch übergeben brauchen.

 

Gestern erhielten wir von Singapore Airlines den Preis für unser Zusatzgepäck in fünf großen, zusätzlichen Koffern: 22.350,-AUS !! WOW ! Prima !

Das entspricht etwa dem Wert eines grossen PKW.

Gut, dass Petra schon als Plan-B Kontakt zu verschiedenen Speditionen aufgenommen hat. Dort werden 230kg um die 1000,-US kosten.

Ab Brisbane...

 

Einen Campervan haben wir uns reserviert. Unglaublich, die Hürden und Fallstricke in den Bedingungen. Bucht man eine Zusatzversicherung ist diese gleich wieder nichtig, weil die Liste der Ausschlüsse die ursprünglichen Versicherungsgründe ausschliesst.

Rundum Sorglos nennt man dies in Australien - bei uns nennt man es Verarschung.

Auch über ADAC gelten diese Bedingungen.

Vielleicht haben wir ja auch Glück. We will see...

 

Auf jeden Fall haben wir eine Route geplant, bis zum 27.12. in Melburne.

Etwa Ende Januar kommen wir zurück nach Deutschland.

 

 

Seit gestern liegt vor uns am Steg ein grosser Catamaran. Der Eigner erzählt stolz dass er auf beiden Seiten eine Yanar-Maschine mit BMW-Turbo hat, mit jeweils 180 PS. Stolz zeigt er uns seine engen, zugebauten Motoren. Er kann mit diesen bis zu 30kn laufen, falls der Wind mal einschlafen sollte. Damit das Schiff sich in der Welle nicht festsaugt hat er 1,5m lange Trimmklappen an den Rümpfen montieren lassen. Wir sind beeindruckt...

 

 

DIENSTAG, 13.11.2018

 

Wir sind keine grossen Liebhaber von Menschenaufläufen. Aber....

die Welcomeweek der DOWN UNDER REALLY läuft bereits mit vielen guten Events.

Heute Abend findet sie ihren Höhepunkt mit einer Dancingparty...

 

Wir treffen hier noch einmal all die netten Gleichgesinnten, die uns immer wieder an verschiedenen Orten über den Weg „gesegelt“ sind.

Ein klasse Abend unter Freunden, mit guten Gesprächen. Gegenseitige Einladungen zu Freunden nach Kanada, Israel, England, Australien und natürlich Deutschland.

 

Musikalische Unterhaltung gibt es von einem jungen Australier namens

JAY HOAD der alleine moderne Rocksongs mit der Musik der Aborigines vermengt.

 

DIDGEREEDOO...

 

...nennt sich dieses rohrähnliche, uraustralische Musikinstrument, dass im Outback gerne gespielt wird. Es erzeugt einen unnachahmlichen kräftig-dumpfen Brummton. Man kennt dies aus Filmen wie z.B. Crocodile Dundy.

Perfekt baut der Musiker dies in seine Stücke ein, und verleiht so seiner Musik etwas unnachahmlich, australisches.... SUPER !

Australisierung bekannter Stücke, wie er meint. Er spielt viel von Pink Floyd oder anderen bekannten Stars auf "australisch". Die Stimmung ist entsprechend.

Wir sitzen zusammen mit unseren engsten Freunden, Beno + Sylvia von der QUO-VADIS sowie Mathias + Silke von der FAJO. Eine deutschsprachige Runde. Mit ihnen hatten wir hier in Bundaberg drei wunderschöne Wochen mit guten, gemeinsamen Ausflügen und langen, lustigen Abenden an Bord.

Lange nicht mehr so viel gelacht !

So könnte man noch viele Wochen weiterhin zusammen verbringen und

es ist fast eine Schande, dass wir als erste diesen Kreis verlassen.

Bye, bye, ihr lieben, wir sehen uns im Frühjahr in Europa !!

 

 

 

SCHWACHWIND WIE BESTELLT   MITTWOCH 14.11.2018

 

Planungsgemäss machen wir um 08:00 die Leinen los.

Am Steg stehen die Freunde und helfen bei Seitenwind abzulegen.

Ähnlich wie vorhergesagt hat es um die 10kn Wind, leider aus Südost, unserer Richtung.

Es soll jedoch gegen Mittag auf Ost drehen, so dass wir dann hoch am Wind segeln könnten.

Diese Drehung kommt etwas schwächer aber dafür früher, wir motorsegeln mit nur 4,5kn der SANDY STRAIT entgegen.

Durch den Tidenstrom sind wir ziemlich langsam.

 

Erst gegen 16:00 erst erreichen wir die betonnte Einfahrt in das Flachgebiet. Vor uns sehen wir mehrere AIS-Signale, deren Kurs wir mit plottern um sicher zu gehen, dass wir später im dunkeln auf dem richtigen Weg sind. Auch der CAT mit den 360ps zieht ganz cool an uns vorbei, mit 8,9kn....

Ein paar Tage später lernen wir die Crew näher kennen: 

Auf der ALLICAT neben uns segeln John und Pam aus Sydney.

Der nördliche Eingang in die SANDY STRAIT mit dem Örtchen Hervey Bay

 Ein Ausschnitt der 40sm langen "SANDY STRAIT" aus dem Weltraum... (Ovitalmaps)

Manchmal liegt die Wassertiefe nur bei 1,70m.  Der Tiefenalarm piepst sich heiss.

 

 

               VMR 488 = Volunteer Marine Rescue  Burnett Heads

 

WIDE BAY BAR                    25°48´20S 153°04´60E

 

Die WIDE BAY BAR wird von den Seglern als WILD BAY BAR bezeichnet, mit großem Respekt vor den Naturgewalten.

Wir hören, dass dort mehr Schiffe verloren gehen als an der gesamten restlichen Ostküste. Da in Australien alles abgekürzt wird steht hier nur WBB in den Karten.

Es ist ein Seegebiet, das südlich von Fraser Island einen etwa 40sm langen Kanal, die SANDY STRAIT zum Pazifik hin öffnet. Da hier Tidenhöhen von bis zu 2,50m herein und herauslaufen und die hohe pazifische Dünung bricht, verändert sich dieses Gebiet andauernd.

Es wird nicht gebaggert, sondern die offiziellen Stellen geben Wegpunkte heraus wo derzeit am besten gefahren werden kann, auf eigene Gefahr.

 

Bereits in Noumea erzählten uns andere Deutsche von ihren bösen Erlebnissen an Wild Bay Bar. Es sei wie in einer Waschmaschine....

 

Wir besuchen die Volunteer Marine Rescue in Burnett Heads, eine Vereinigung von ehrenamtlichen, die sich um die Sicherheit der Segler kümmern.

Sie bestätigen die Gefährlichkeit dieser Barre. Besonders jetzt:

Es hatte hier vor ein paar Wochen eine „tropische Depression“ mit 8m hohen Wellen, erzählen sie, die Sände seien alle gedriftet und es gäbe noch keine neuen, verlässlichen Karten... Will man hier hinaus, muss man 5sm durch die Brandungszone bzw. die sich brechende See. Und genau dies ist das Problem. Dreck im Tank wird durch das Geschaukel angesaugt und könnte die Filter verstopfen.

Die Folge wäre ein totaler Motorausfall....

 

Wir bekommen die aktuellen Waypoints von Oktober 2018 mit der empfohlenen Durchfahrt als SMS aufs Handy. Absolut easy !!

Ohne Garantie aber for free.

Niemals sollte man bei Wellenhöhen über 1,5m hier hinaus.

Und auch nur bei Hightide at Slack ( =Stillwasser bei Flut )

( Eine andere Info spricht von 2 Std. vor Hochwasser - never out of this !! )

Ausserdem brauchen wir nord-östliche Winde....

Viele Komponenten, die alle passen müssen.

 

  

Die Betreuung der Segler könnte kaum besser sein.

Vor dem Losfahren meldet man sich bei VMR an  ( Volonteer Marine Rescue )

und beim Verlassen deren Zuständigkeit oder Rückkehr im Hafen wieder ab.

Unsere Bootsdaten werden zusammen mit unserer erwarteten ETA ( Ankunftszeit ) zur nächsten Station, nach Mooloolaba übermittelt, so dass sie einen schnell finden können wenn man überfällig geworden ist.

Das System ähnelt dem von Fluglotsen.

 

 

FREITAG, 16.11.2018

 

Wir planen nun wenn wir gegen 15:00 über die Bar sind, ganz langsam mit etwa 3,5kn und einem Abstand von 7 sm zur Küste nach Mooloolaba zu segeln, so dass wir morgen, Samstag, etwa gegen 05:00 morgens mit dem ersten Tageslicht dort über die Barre fahren können.

Safety first, so wie immer.....  und später kommen wir doch im Dunkeln an.

 

 

GREAT SANDY STRAIT / FRASER ISLAND

 

...ist ein extrem schönes Revier. Quasi eine Kanallandschaft mit verschieden grossen Sandinselchen zwischen dem Mainland und der grössten Sandinsel der Welt, FRASER ISLAND.

Durch die geringe Breite ist das Gewässer recht ruhig, es hat keine Windsee. Es gibt tausende Möglichkeiten in den flachen Gewässern zu ankern.

Nur baden ist nicht zu empfehlen, wenn man nicht gefressen werden will.

Blind durch die Nacht: Hoch konzentriert fahren wir später durch die Dunkelheit. 

Auf den AIS-Spuren der anderen, bis zum Ankerplatz.

Gegen 21:00 liegt der Anker nach 2 Versuchen auf hartem Grund.

 

 

NORTH WHITE CLIFFS / BALARRGAN

25°24´511S 153°00´63E 14m/hart

 

Hier ankern die anderen. Am Ufer gibt es ein Hotel, von wo man Touren auf der Insel organisiert bekommt. Gut für einen Zwischenstopp, gegen Ostwinde geschützt, durch die etwa 20m hohen Cliffs.

Heute ist´s ruhig.

 

VMR = VOLUNTEER MARINE RESCUE (Ehrenamtliche nautische Betreuung)

 

Die Abdeckung für die Sicherheit auf dem Wasser ist an Australiens Küste vorbildlich. Man „checkt“ bei VMR ein, dass heißt, man meldet sich bei der zuständigen Station mit seinem Callsign an und bei Verlassen des Sektors auch wieder ab. Von VMR erhält man alle wichtigen Infos über Zeitpunkt bzw. Befahrbarkeit der Bars, oder anderen Einfahrten. Reicht der Funk nicht wird man auf dem Mobile angerufen wenn man vorher die Nummer geteilt hat. Wir hatten eingeloggt und die Absicht geäußert evt. noch heute über die Bar zu fahren. Während wir vor Anker liegen und abwarten rufen sie auf dem Handy an, sie hätten uns auf dem Schirm und monitoren uns. Alles richtig, das Wellenbild morgen sei noch besser...

Alle Erklärungen abgekürzt, regelrecht sprechfaul. Sie fragen nach POB....

What the fuck is „POB“ ? (ganz einfach: it means = Person on Board )

 

 

DONNERSTAG

 

Gegen 15:00 erreichen wir Pelican Bay, den Ort von wo man in die

Wide Bay Bar einfährt.

Leider ist es bereits Hochwasser und die gefährliche Brandung ist laut und gut hörbar. Zu laut, wie wir meinen....

Gerne wären wir noch gefahren aber morgen so es noch ruhiger werden

Also abwarten und einen Landausflug unternehmen.

 

 

PELICAN BAY                        25°38´80S   153°02´63E    3m / Sand

 

Von hier fährt die einzige Fähre nach FRASER ISLAND.

Von einer Sandbarre aus, auf die die Autos einfach bis ans Wasser, bis auf die Fähre fahren. Es sind nur 4-weelys erlaubt, alles andere würde schnell stecken bleiben. Im laufe des Nachmittags versammeln sich um uns noch weitere 5 Boote, die alle zum optimalen Zeitpunkt über die Bar fahren wollen.

Das Wasser ist grünbraun und es hat viele kleine nur 1cm grosse Quallen.

( nicht die gefährlichen Jelly Box Fishes )

Der Spaziergang über die Sandinseln ist nicht sehr aufregend. Ein paar Aussies sitzen vor ihren schweren 4 wheelys in der Sonne und hören laut Musik. Ihre Kinder spielen im Sand. Ins Wasser geht aber niemand.

Kein Treibholz und auch keine Muscheln. Nur Quallen und Sand.

 

 

 

 

WIDE BAY BAR               FREITAG 16.11.2018   

 

( UNSERE LETZTE PASSAGE AUF BONAFIDE )

 

Gegen 12:30 geht es los. Wir fahren zusammen mit der TE POE RAVA, der Cat von Cristie und Dan aus USA. Falls etwas passiert könnte man sich gegenseitig schleppen.

Die Barre ist deshalb so gefährlich, weil es ganze 5 sm durch die Brandungszone geht. Hier werden die Boote ordentlich durchgeschüttelt. An einem Waypoint wird ein 90° Haken geschlagen mit neuem Kurs zum nächsten Waypoint. Ab hier haben wir Wind im Großsegel und es geht nun mit 5,5kn statt mit nur 3,5kn gegen die Strömung.

DANGER: Hat man verunreinigten Diesel im Tank werden durch das Geschüttel Schmutzpartikel vom Tankboden angesaugt die dann die Filter verstopfen, so dass die Motoren ausfallen.

So etwas hatten wir bei unserer Ankunft in Neukalledonien.

Nach 110 Minuten sind wir in tiefem Wasser, ohne Zwischenfälle, aber mit erhöhtem Puls.

Ab hier können wir segeln. Es hat 10kn aus NE, ein spitzer Kurs am Wind.

Die See hat auch nur einen Meter Schwell und wir kommen anfangs gut voran.

Bis Mooloolaba sind es 58sm, wir werden also im dunkeln ankommen.

Wir überlegen zu verzögern um bei Tageslicht einzulaufen aber hier ist alles perfekt gesichert und beleuchtet. Und wir haben Mondlicht.

Also laufen lassen....

 

 

 

Gegen 01:40 laufen wir in die "fehlerhaft" beleuchtete Einfahrt des Mooloolabariver ein.

Die Coastguard sah unser AIS und hatte uns über Funk gegen 24:00 über die Beleuchtung informiert und auch auf die starke Versandung mit unkorrekten Tiefen in der Mitte hingewiesen. So fahren wir nicht in der untiefen Mitte sondern in einen Bogen weiter rechts, erst kurz vor dem rechten Molenkopf in die Einfahrt, den laut piependen Tiefenmesser immer im Blick.

Ganz vorsichtig...  Mooloolaba im Dunkeln.

                                                                                             UNGEFÄHR DORT HAT SIE NUN IHREN LIEGEPLATZ.

 

MOOLOOLABA / SUNSHINE COAST

 

BIG POND / MAIN ANCORIDGE                      26°41´28S 153°07´22E     1,50-2,80 / SAND

 

Mooloolaba ist ein Ort der reicheren Mittelschicht. Ein Grachten- oder Kanalsystem durchzieht den Ort. Hier haben alle Häuser einen eigenen Steg, vor dem - man ahnt es kaum – eine feine Yacht liegt.

Grosse, teure Motor- oder Segelyachten.

Es ist übermäßig eng bebaut, Grundfläche ist knapp. Der Mond ist mittlerweile untergegangen, Petra steht vorne mit der Suchlampe.

Wir fahren zunächst am Fischereihafen und an der Marina vorbei, dann lange an teuren Privathäusern.

Bis Petra plötzlich aufgeregt ruft: „Stopp, stopp!! Eine Brücke“.  Ups, verfahren....

Zum Wenden ist es zu eng, also im Rückwärtsgang das Stück zurück und noch einmal in die Karte sehen.

30 Minuten später, es ist mittlerweile 03:00, haben wir das Ankerfeld gefunden und ein Plätzchen zwischen hundert anderen ankernden Yachten auf 1,60m Tiefe gefunden. Zu flach für Kielyachten. Schnell noch ein wenig aufräumen, ein paar SMS verschicken und dann in die Koje.

 

 

 

 

 

SAMSTAG 17.11.2018

 

Um 10:00 geht der Wecker. Kurz später melden wir uns auf die eingegangenen SMS das wir hier sind und verabreden uns für Paperwork.

Mit dem Dinghi machen wir eine Tour durch das reiche Mooloolaba. Es erinnert an Ampuriabrava an der Spanischen Mittelmeerküste. Jedes Haus hat eine „Private Pier“ mit einer feinen Yacht.

Wir verlegen an die Servicepier der Lawries Marina und schleppen unsere 240kg Gepäck an Land. Freundlicherweise dürfen wir dieses im Office von Ant, unserem Broker bis zu unser Abreise unterstellen.

Anschliessend wird das Boot geräumt und gründlich geputzt.

Bis in den Abend, zum letzten Mal.

 

Sitzen abends im Salon und lesen. Es fängt an zu pfeifen und zu rappeln...   STARKER SÜDWIND !

Etwas früher als angekündigt. Aber dies sollte uns jetzt wirklich egal sein.

 

 

SONNTAG 19.11.2018             EIN TRAURIGER TAG:

 

Gegen 08:00 holen wir Andy und Rebecca, die neuen Eigner mit dem Dinghi ab. Sie haben noch nie ein Boot mit zwei Motoren gesteuert, haben noch keine Erfahrungen. Zusammen verlegen wir zuerst das Boot an ihren Privatsteg. Nach dem Kaffee unternehmen wir gemeinsam eine 4-Stündige Übungsfahrt durch die Kanäle Mooloolabas.

Andy am Ruder, Andi wie ein Fahrlehrer neben ihm. Rückwärts fahren, drehen, anlegen, ankern.

Alles Dinge, die gelernt werden wollen, um Schäden zu vermeiden. Sieben Meter Breite sind gewöhnungsbedürftig. Rebecca wird von Petra eingewiesen. Wir haben den ganzen Sonntag Zeit....

Abends gibt es eine ausführliche Einweisung in die technischen Stärken und Schwächen der Bonafide. Wollen wir doch unsere BONA in guten Händen wissen.

Die beiden sind happy, mit so vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen.

Sie begreifen nun, dass wir auch aus Gründen der Sicherheit so langsam reisen.

Better safe than sorry“ wird ihr Leitspruch werden. „Safety first“ war unserer.

Segeln kann so schön sein, man muss nur die Zeit haben dann zu segeln wann man wirklich möchte, ohne Druck und mit dem richtigen Wind.

 

 

             Andy und Rebecca,

             wir wünschen euch beiden eine besonders schöne Zeit mit „unserer“ BONA

             und viele ganz besonders schöne Jahre im Ruhestand auf dem Wasser.

                 Safe Travels all the time, take care and have Fun !!

 

 

 

Montag haben wir HAND OVER, offizieller Eigentumswechsel nachdem das Geld geflossen ist.

So wird die BONAFIDE nun sesshaft und hat zukünftig einen festen Liegeplatz. Wenn auch auf der anderen Seite der Welt. Die Übergabe ist ein recht trauriger Moment. Ist uns dieses Boot in den vergangenen Jahren ganz schön ans Herz gewachsen, ein gerne gesehenes Familienmitglied geworden.  Sie wird uns fehlen....

 

Um uns herum ist unglaublich viel passiert. Blauwassersegeln ist gefährlich !

Wir sind dankbar, dass wir diese Reise so überhaupt machen konnten, dass wir immer gesund geblieben sind, trotz oftmals widriger Umstände diese Reise ohne Havarie zu Ende bringen konnten.

Manchmal ganz schön knapp....

Auch haben wir in dieser Zeit viele Freundschaften geschlossen, die bis heute andauern. 

                       Zwölf Jahre Blauwasser...   Was eine geile Zeit !!  

 

                           DANKE !!!

 

 

"So ein Boot verkauft man nicht über Nacht. Wie habt ihr so schnell die Interessenten gefunden?"

wurden wir gefragt.  Von Fiji aus hatten wir das Boot bereits im Mai im Internet angeboten und recht schnell mehrere Interessenten gefunden.  

Vielen Dank also auch an "Ant", unseren Boat Broker ! 

Seit kurzem selbstständig:  World Wide Boat Brokers  ( www.wwbb.com.au )

Ant hatte uns über Monate sehr persönlich und wirklich gut beraten und betreut.

 

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Unsere persönlichen Sachen schicken wir per Seefracht nach Deutschland. So bringen wir die ersten 7 Koffer mit einem Leihwagen zur Spedition nach Brisbane. Tags drauf wollen wir den Campervan übernehmen, ebenfalls in Brisbane.

 

So geht eine besonders schöne Zeit zu Ende. Haben beide einen Kloss im Hals. 

Anfangs wollten wir immer in die SÜDSEE. Schlussendlich wurde es eine lange Reise mit über 18.000km alleine im Südpazifik.  Jetzt, wo das Boot übergeben ist, sind wir froh, dass wir dies hinter uns haben. 

Open for new Ideas, we will see. Und es kann ja jederzeit wieder ein neues Boot kommen....

WENIG LAND ZWISCHEN  PANAMA UND AUSTRALIA. DIE GROSSEN DISTANZEN MACHEN UNS MÜRBE.  ES REICHT !

Abschied von der Bonafide, in Mooloolaba am privaten Steg von  Andy + Rebecca. 

                                                                                                                                                                ANDI HATTE SCHON IMMER EINE GEWISSE AFFINITÄT ZU BAUMÄRKTEN:  HIER EINE WERBUNG IN BUNDABERG

 

CRUISING STRAYA

 

WIR SIND UMGEZOGEN....    Brisbane, 22.11.2018

 

Wir wechseln das Fortbewegungsmittel, ziehen auf eine Landyacht.

Viele Dinge gehen von der BONA auf den Camper.

Der Vorteil auf Rädern ist, man kann jederzeit anhalten, die Gegend bestaunen, etwas kochen oder sogar schlafen ohne dass jemand Wache geht.   ( Tröstende Worte von Ulrike Trog, Danke ! )

Man hat keinen Stress mit dem Wetter, Tiden, mit Flachwasser, Riffkanten oder Strömungen.

Auch hat man nicht so viel Technik dabei, die ausfallen kann und repariert werden muss.

Es soll, so haben wir gehört, einfach einfacher sein.

Warten wir´s ab...

 

STRAYA, so nennen die Aussies stolz ihre "Insel".

Ein Kontinent voller Besonderheiten. Haben uns eine Route überlegt auf der wir möglichst viele dieser Besonderheiten erleben, ansehen wollen. Mit einem Campervan ist dies am ehesten möglich. 

Unabhängig kann man überall stehen bleiben und verweilen, ohne abends ein Bett suchen zu müssen.

 

 

 

 

 

Mittwoch verlassen wir unser Boot – für immer. Hatten wir noch zwei Tage zum Ausklingen auf der Bona. Die neuen Eigner haben uns gut versorgt und immer wieder technische Fragen gehabt. Andy fährt uns freundlicherweise zur Autovermietung. Mit einem Leihbus holen wir zuerst unser Gepäck ab. Wir durften dieses bei Ant zwischen lagern. Acht schwere Koffer mit insgesamt 230kg Gewicht. Der Bus, ein Hunday schliesst sich auf und ab wie er selber gedenkt. Never buy a Hunday !

Voll beladen fahren wir zur Spedition am Flughafen Brisbane, geben das Gepäck ab.

Verkehrschaos im Linksverkehr. Anschließend suchen wir unser Hotel und fahren von dort mit dem ÖPNV nach Brisbane in die Stadt. Totaly easy !

Es weihnachtet sehr in der Stadt.

Um 20:00 sind wir zurück und fallen „platt wie Hulle“ in die Koje.

 

 

BRISBANE / QUEENSLAND

 

 

Bevor wir den Hundaybus abgeben suchen wir noch die Campervanvermietung APOLLO und lagern dort unser Campinggepäck.

Die Vermietung möchte, dass ihre Kunden schnell den Hof verlassen. Es sei alles gut „gecheckt...“ Wir hatten jedoch gehört, dass man wirklich alles ausprobieren und erfragen soll, damit man hinterher keine Probleme hat.

Unsere Fahrzeugübernahme dauert daher sechseinhalb Stunden.

Die Mängel reichen von nicht ausreichend Öl im Motor, Scheinwerfer defekt,

Tisch nicht arretierbar, Schiebetür mit 2cm Spalt, Campingstuhl kaputt bis zur druckundichten Duscharmatur, durch die das Wasser heraus läuft.

Schlussendlich bekommen wir ein anderes Fahrzeug, einen 5 Jahre alten Merzedes Sprinter, mit etwas weniger Mängeln.

 

 

SOUTHPORT MARINA

 

Die erste Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz der Southport Marina.

Wir besuchen hier Peter und Margarete von der SEATIME. Ein schöner Abend, auch zusammen mit Hannes und Sabine von der CAYENNE.

Am Freitag fahren wir gegen Mittag, nach einem gemeinsamen Einkaufsbummel durch ALDI mit dem Camper in die GREEN MOUNTAINS, etwa 18km südlich von Brisbane. Die Strassen werden immer kleiner, bis in den Bergen nur noch einspurig im Wechsel mit dem Gegenverkehr

 

( auf Sichtkontakt ) gefahren werden kann. 

 

 

LEMINGTON NATIONAL PARK / GREEN MOUNTAINS

 

Da wir nicht vorgebucht haben stellen wir uns auf den Parkplatz des Parks anstatt auf den nahegelegenen Campground. Wir sind gut verproviantiert und haben uns mittlerweile auch schon etwas eingelebt. Der Bus ist eng und hat wenig Staumöglichkeiten verglichen mit unserem Riesenboot. Es gibt keine Solaranlage, so dass der Energieverbrauch noch wesentlich strenger beobachtet werden muss. Das Umbauen der Sitzecke zu Betten ist nervig, geht aber von Mal zu Mal schneller.

Um 08:00 kommt der zuständige Ranger; Hier dürften wir nicht campen...

Wollen wir auch nicht, wollen wandern !

Die Wanderung durch den Park unternehmen wir früh morgens. Wir fallen fast über eine grosse Phytonschlange die sich nach der kalten Nacht in der Sonne aufwärmt. Es geht durch tropischen Regenwald zu einer Felskante, an der das Gelände rund 100m tief, senkrecht abfällt. Auch für den Fluss geht es hier etwa 100m bergab.

Beim Information Center kaufen wir später Vogelfutter und sind sofort von dutzenden bunten Papageien umgeben. Als ob sie auf uns gewartet hätten.

Ein paar hundert Meter weiter gibt es den Tri Top Walk. Ein System aus in den Bäumen befestigten Hängebrücken. Man läuft in etwa 30m Höhe durch die Baumgipfel. Tropischer Regenwald aus einer neuen Perspektive.

 

Die A15 fahren wir weiter Richtung Süden.

Auf dem so genannten Country Way durch Australiens Weinanbaugebiete.

Da hier besonders wenig Verkehr herscht, fährt es sich hier besonders einfach.

Tempomat an bei 95km/h und keine Angst vor den zahlreichen Polizeikontrollen.

 

 

                                                                   CAMPGROUND LAKE LESLIE

 

WASHPOOL, LAKE LESLIE / WARWICK

 

Für die Nacht gehen wir auf einen Campground. Dieser liegt malerisch am Ufer des Lake Leslie. Ein etwa 500m grosser Süsswassersee auf dem aus ein paar mitgebrachten Motorbooten ankernd geangelt wird. Wir sind hier mit drei anderen Campern fast alleine. Unser Bus steht zwischen jüngeren, etwa 8m hohen Eucalyptusbäumen schön schattig mit Blick auf den See.

 

 

GIRRAWEEN NATIONAL PARK

 

Gegen 15:00 kommen wir hier an und wandern gleich los, eine kleinere Runde. Die Attraktion des Parks sind grosse, abgerundete Kieselsteine aus Granit. In allen möglichen Grössen, sind diese nach der letzten Eiszeit hier liegen geblieben. Manche sogar kunstvoll balancierend aufeinander oder in einer Formation, dass man unter ihnen hindurch laufen kann. Alles dicht mit Eucalyptus bewachsen.

Da beide Campgrounds geschlossen sind, verlassen wir den Park als es dunkel wird und stellen uns ausserhalb an den einsamen Strassenrand. Hier fährt eh niemand nachts.

Morgens fahren wir wieder in den Park und machen uns recht früh auf den Weg, die 1080m hohe Pyramide zu besteigen.

Die Aussicht ist grandios. Sitzen lange windgeschützt auf der Leeseite und geniessen die Landschaft.

Im Park könnte man Tage lang bleiben und viele andere Wanderungen machen.

Das Gelände erstreckt sich über etwa 20km.

 

 

 

ARMIDALE / NEW SOUTH WALES

 

1000de tote Kängurus liegen auf den Strassen Australiens. Sie werden nicht eingesammelt sondern werden Krähen und Ameisen überlassen bzw. verwesen. Kängurus sind eine echte Gefahr, wenn die Tiere vor ein fahrendes Auto springen. Die Strassen sind qualitativ hervorragend wenn auch nur einspurig.

Es sind meist 100km/h erlaubt, mit 80 kommt man gut zurecht .

Das Fahren auf den Motorways genannten Fernstrassen ist einfacher, da es kaum Verkehr hat. Tempomat bei 100km/h einschalten und laufen lassen.

Nach rund 950 gefahrenen Kilometern erreichen wir Armidale in New-South-Wales. Die Uhren werden umgestellt, es ist hier eine Stunde früher als in Queensland. Der Ort Armidale ist recht übersichtlich und es gibt auch nur einen einzigen Supermarkt. Dafür verteilen sich etwa 20 kleinere Läden quer über den schachbrettartig angelegten, schläfrigen Ort.

Über den Waterfall Way fahren wir 180km bis nach Coffs Harbour.

Verlässt man die Strasse findet man schnell einen Platz wo man rasten oder sogar übernachten kann. kann.

Sehr oft sogar mit Elektro-BBQ und Toilettengebäude. Und alles immer TIP-TOP sauber.

 

 

 

 

COFFS HARBOUR...

 

ist wieder ein grösserer Ort. Einer der wenigen anlaufbaren Häfen für Segler auf der Route nach Sydney. Eine schöne Promenade, eine 300m lange Jetty, ein langer, schöner Sandstrand, eine Marina für etwa 50 Yachten und der

eigentliche Ort, mit allem was man so braucht.

Auf der Insel Muttonbird nisten Möven in Erdhöhlen.

Wir verbringen einige Zeit bei Kaffee im Yachtclub auf der Terrasse und geniessen den Yachtsport mit Abstand.

Die Nacht verbringen wir auf dem einzigen Parkplatz der Strandpromenade, auf dem kein „Campen-verboten-Schild“ steht.

 

 

 

 

 

BURUNGA

 

Ein typischer, kleiner Touristenort. Beim Durchfahren sehen wir einen Wegweiser zum „Walkway“. Zwei Stunden später sind wir zurück.

 

Ein toller Fussmarsch über ein etwa 1,5km langes Stegsystem, durch die Lagunenlandschaft bis zum Ausgang des Bellinger River mit seiner Barre und feinem Sandstrand an der Pazifikseite.

Bereits hier deutet sich ein Wetterwechsel an: Es werden später 90km/h Wind gemessen....

 

 

PORT MACQUARY

 

Hier wollten wir eigentlich nur eine Mittagspause einlegen. Beim Thailänder an der Uferpromenade fällt uns eine Werbung für das Koalahospital in die Hände....

Ein interessanter Ausflug zu den kleinen Beuteltieren, die übrigens keine Bären, sondern eng mit den Kängurus verwand sind.

Sie sind nicht sonderlich aktiv, selten sieht man sie fressen.

Sie ernähren sich ausschliesslich von Eucalyptusblättern.

Bis zu 20 Stunden pro Tag schlafen sie.

 

 

Alle Koalas hier sind als Patienten hier: Vom Baum gefallen, von Autos angefahren, Verletzungen durch Buschfeuer oder Augeninfektionen bis zur Erblindung.

Es gibt mehrere Dauergäste die blind sind oder zu starke Verbrennungen an den Pfoten haben.

Ziel der Behandlung ist aber das Wiederauswildern der Patienten nach ihrer Genesung.

 

 

 

NEWCASTLE

 

ist eine mittlere Großstadt. Wir erleben diese im Sturm: Waagerecht fliegender Regen und Wind um die 90km/h ( 45kn ) wollen unseren Bus von der Strasse schubsen.

So ist hier heute auch Verstecken angesagt:  ( Gut dass wir jetzt nicht auf dem Wasser sind ! )

Aber wohin ?

Am besten schön windgeschützt !

Bitte nicht in der Stadt !

Aber nicht zu laut an einer Hauptstrasse, lieber etwas einsamer !

Unbedingt aber waagerecht und auf keinen Fall unter Bäumen !!

Die Suche dauert.... Gar nicht so einfach.

 

Wie vorhergesagt ist es am nächsten Tag wieder ruhiger.

So bekommen wir doch noch einen Eindruck von Newcastle:

Die Altstadt um die Hunter Street gefällt uns sehr. Viele interessante

Läden, kleine Restaurants, Bars und Kunstateliers füllen die Strassen.

Parkplätze in der Nähe bei Queens Wharf.

Das Strandschwimmbad ist wegen der hohen Wellen nicht gut gebucht.

Spektakulär laufen diese ungebremst bis ins Schwimmbecken.

 

 

 

 

 

ABENTEUER SYDNEY

 

Über den Pacific Highway fahren wir nach Süden.

Wir erreichen das äussere Sydney nachmittags. Der Verkehr wird dichter und irgendwann stehen wir im Stau. Gegen 16:00 haben wir den Ort, an dem sich unser Campground befinden sollte erreicht. Alles Suchen hilft nichts, der Campground scheint einer modernen Bebauung gewichen zu sein.

In der APP Campermate gibt es noch einen zweiten....

Gegen 18:00 stehen wir vor der Anmeldung. Leider geschlossen, Feierabend. Wir überlegen schon, einfach auf den Platz zu fahren, als eine freundliche Dame heraus kommt. Sorry, nein, für uns gäbe es hier kein Platz... Der Camper sei zu riesig ( ?? )

Etwas widerwillig gibt sie uns die Anschrift eines anderen Platzes, wo wir bleiben könnten. Auf der anderen Seite Sydneys.... Wieder quälen wir uns durch die Staus auf den besonders engen Fahrstreifen der Stadt. Von Ampel zu Ampel, von Stau zu Stau.

Gegen 20:00 haben wir beide keine Lust mehr und fahren auf einen Parkplatz neben der Strasse.

Laut aber waagerecht, mitten in der Stadt, am Wasser...

Ob es hier sicher sei, fragen wir als es dunkel wird ein paar Angler, die vor unserem Auto Sprotten angeln.

"Nicht immer", kommt die Antwort. Etwas weiter leben "Lybia People" hören wir, da gäbe es manchmal Stress. ( ? )

 

Leise Geräusche, wenig Restlicht. Komische Dunkelmänner schleichen ums Auto. 

Böse Gedanken und Überfallszenarien...

Gegen 22:30, wir können beide nicht einschlafen, ziehen wir uns wieder an und fahren 50km aus Sydney heraus.

In einer ruhigen Wohngegend schlafen wir weiter, ohne Stress am Strassenrand. 

For Safety, so wie immer.

 

 

So bleibt uns diese Megametropole fürs erste erspart.

Die Gegend um Harbourbridge, Opera House und Hafen haben wir ja im März kennen gelernt.

 

 

 

BLUE MOUNTAINS NATIONAL PARK                       Freitag, 30.11.2018

 

Nur 120km von Sydneys Küsten entfernt liegt ein schroffes Sandsteingebirge.

Die Blue Mountains. Sehr spektakulär gibt es 300m tiefe, senkrechte Steilabhänge, großartige Wasserfälle und einen Eucalyptuswald mit vielen verschiedenen Arten.

Seit den 1970er Jahren zum Weltkulturerbe gezählt wird der Nationalpark seinem Namen gerecht, weil durch die Ausdünstungen der Eucalyptusbäume immer ein bläulicher Schimmer in der Luft vorhanden ist.

 

 

Über in den Fels gehauene Treppenstufen und Stahlleitern kann man hier prima Wanderungen bzw. Klettertouren unternehmen.

Von überall gibt es atemberaubende Aussichten.

Die bekannteste Attraktion im Park ist eine Felsformation mit drei „Fingern“, die „Three Sisters“

 

Der Campground liegt nur wenige Meter vom Kliff entfernt, mitten im Park und hat viele schattenspendende Bäume.

Wie fast überall in Australien gibt es auch hier eine riesige Vielfalt von laut singenden Vögeln und cleveren, farbenfrohen Papageien. 

Die weißen Kakadus leben in Gruppen und sind recht zutraulich.

 

Es gefällt uns sehr, hier werden wir ein paar Tage lang bleiben.

 

 

Die Firma Doppelmayer aus Österreich hat hier drei Seilbahnen errichtet. Mit diesen kann man schnell mal in den 550m tiefer liegenden Regenwald um dort den 1200m langen „Scenic Walkway“ auf einer Steg ähnlichen Konstruktion zu wandern.  Many people !

Skyway, Railway, Cableway.....  Wir nehmen den Walkway !

 

Wir wandern somit die lange Tour. Drei bis vier Stunden steht auf dem Schild.

Über die „KATOOMBA-FALLS“ geht es zum „FEDERAL-PASS“ und um die

THREE SISTERS“. Zuletzt noch 1.680 Treppen, die „GIANT STEPPS“ nach oben.

Abends sitzen wir platt mit qualmenden Füßen vor dem Camper.

 

Was für eine schöne Wanderung !

 

 

AUF NACH ALICE SPRINGS...     EIN TEST:

 

Man sollte immer viel Trinkwasser dabei haben, den halb leeren Tank schnell wieder auffüllen, wenn es Sprit gibt und niemals nachts fahren, wegen der Känguruhs ( ! ) hören wir von Australischen Campern....

Wir haben uns Sonntag ausgesucht um mit möglichst wenig Verkehr aus dem Großraum Sydney hinaus zu fahren. Von 07:30 bis 17:30 fahren wir immer zwischen 90 und 110km/h und kommen nur schwer an einen Durchschnitt von 70km pro Stunde. Bis Alice Springs in der zentralen Mitte Australiens sind es etwa 2.670km, rund 38 Autostunden.... Abends, nach 10 Stunden und 700 km sind wir in Balranald, einer Kleinstadt am Murray-River.

 

Ab hier sind es nur noch 1.980 km bis Alice Springs, ganze 28 Stunden

hinterm Steuer.  So oder so ähnlich...

Da wir nichts vorgebucht haben beschließen wir von hier aus, auf Zentralaustralien mit Ayers Rock und zwei Nationalparks um Alice Springs zu verzichten und stattdessen noch ein paar schöne Parks auf dem Weg über Adelaide nach Melbourne zu erkunden.

 

 

 

 

 

BALRANALD / MUNGO NATIONAL PARK

 

In Balranald übernachten wir auf einem freien Caravanparkplatz mitten im Ort. Ein paar kleine Läden und eine gut aufgezogene Tourist Information mit angeschlossenem Bistro. Tolles Frühstück, kurze Wege zu den Shops und Wandermöglichkeiten z.B.über die Drahtseilbrücke über den MURRAY RIVER in den gleichnamigen National Park.

Ein paar Kilometer weiter gibt es den MUNGO TRAIL, eine 230km lange Strasse durch den MUNGO NATIONAL PARK,

leider auf Gravel Roads. (unbefestigte Strassen )

 

 

Über den STURT HIGHWAY A20, eine für Europäer normale Landstraße, geht es über MILDURA weiter zum LAKE CULLULLERANE. Ein Wasserloch mit angrenzendem Campground mitten im Outback. Viele Baumskelette stehen im aufgestauten, trüben Wasser. Mittagspause am Stausee Ufer.

Über RENMARK, BARMERA und BLANCHETOWN fahren wir nach NURIOOPTA.

Was wir nicht wussten, dass beim Überqueren

der Grenze zu SOUTH AUSTRALIA das meiste Obst und verschiedene Gemüse nicht mitgebracht werden dürfen....

Man hat Angst vor Fruit Flies ( Fruchtfliegen ) die z.B. in Tomatoes ihre Eier deponieren. So wandern unsere frisch gekauften Aldi-Birnen, Nektarinen, Paprikas und Tomatoes aus dem Kühler in den großen Sack.

Wieder werden die Uhren umgestellt. Diesmal um eine halbe Stunde zurück.

So haben wir wieder einen Grund zu Aldi zu fahren:  Brauchen frisches Obst.

 

 

 

 

NURIOOTPA

 

Hier gibt es wieder sehr zentral einen schönen, nur 5,-AUS günstigen Campground. Den „Greenock Centenary Park“. Dieser liegt um einen grasbewachsenen Sportplatz. Man steht quasi zwischen grossen Pinien und Eucalyptusbäumen, schön im Schatten, umzingelt

von hunderten Papageien und anderen Vögeln die lautstarke Konzerteinlagen abgeben.

 

Zwischen harmonischen Weihnachtsliedern buchen wir bei rund 30°C. in der Stadt unsere Heimflüge, über Tasmanien nach Deutschland.

Weisse, glitzernde Weihnachtsbäume in tropischer Hitze. Für uns ein wenig skuriel, für Ossies normal, zu Xmas ist es hier immer heiß.

 

BAROSSA VALLEY

 

Von hier kommen die besseren Australischen Weine. Beinah jeder Quadratmeter wird für Weinanbau genutzt und künstlich bewässert. Es ist ansonsten eine trockene, überaus sonnige Gegend. Wir besichtigen das Visitor Center von Wolf Blass, eines grösseren Wine Yards. ( Winzer )

 

Wolfgang Blass war Ende der 1960 Jahre von Deutschland nach Australien gesiedelt und hat seitdem ein stattliches Weingut aufgebaut.

 

EDEN VALLEY

 

Durch das 165-Seelen-Dorf EDEN VALLEY gelangt man zum KAISERSTUHL, eines etwa 6km breiten, rund 500m hohen Gebirgsrücken mit vereinzelt stehenden Eukalyptusbäumen in einer absolut trockenen Landschaft. Eine fabelhafte Gegend in der man von Schafs-, Pferde- oder Rinderzucht lebt – und natürlich auch von Weinanbau.

Ein paar Kilometer weiter finden wir wieder einen sehr kleinen Mini Camp Ground auf dem man telefonisch eincheckt.... Es gibt kein Office.

 

Sitzen unter hundertjährigen Pinien und grillen auf der elektrischen

BBQ-Heizplatte die man überall in Ossiland kostenlos vorfindet und geniessen den Abend mit Wein von Wolf Blass und den Gesängen der vielen Vögel und Papageien um uns herum.

 

 

Morgens buchen wir telefonisch einen Platz mitten in ADELAIDE :  LEVI PARK (nur noch 50km)

 

Als wir den EDEN-VALLEY-PARK verlassen wollen, radeln zwei Fahrradfahrer über den Platz.

Bepackt mit Tourentaschen und Zelt usw. - radeln die etwa bei der Hitze durch Australien ?

( 38,5°C.)

Schnell kommen wir mit den beiden ins Gespräch... überraschenderweise auf Deutsch !

Heike und Ludwig kommen aus Deutschland und radeln nun schon seit 18 Monaten mit ihren Bikes um die Welt. WOW !

Wir suchen doch noch nach neuen Ideen....wäre dies nichts für uns ?

 

 

Gute Weiterreise euch beiden und viele schöne Erlebnisse !!

 

 

 

ADELAIDE   /   SOUTH AUSTRALIA

 

Hauptstadt des Bundesstaates Southern Australia. Mit rund 1,25 MIO Einwohnern ist Adelaide keine Kleinstadt mehr. Wo wir sonst in einer fremden Stadt am „großen Platz“ oder am Zentrum beginnen uns zu orientieren funktioniert hier nicht. Es gibt kein richtiges Zentrum. Eine Stadt, so scheint es, die wild gewachsen ist.

Es gibt einen Bus mit einer kostenlosen Stadtrundfahrt. Hop on - hop off. Leider weiß niemand so genau wo dieser Bus seine Haltestelle hat.

Auch die Taxi- und Busfahrer nicht. Erst nach einer Stunde bekommen wir die richtige Info in der Central Station ( Hauptbahnhof )

So lassen wir uns erst einmal durch Adelaide fahren und passen auf, wo wir vorbei kommen.

So richtig gut gefällt es uns nicht. Auch als wir uns treiben lassen.

Eine Großstadt eben. Die schönen Gebäude aus Sandstein verlieren neben den unmittelbar angebauten Wolkenkratzern.

Das rettet auch die Fußgängerzone, die quirlige Chinatown oder der saftige Grüngürtel nicht.

Überall ähnliche Undenkbarkeiten.

Die Stadtplanung hat offenbar gründlich versagt. Schade !

Ansonsten hat diese Stadt eine Menge investiert um auf dem neuesten Stand der Technik bzw. modern zu sein.

 

IN ADELAIDE... 

 

Wirklich schön sind die Aussenbezirke. Liebevoll angelegt um ein winziges Centrum ist der „Ort“ GLENELG. Mit ein paar Geschäften, Restaurants, Bars, einer schön angelegten Marina, 

großem Jetty ( Hoch Steganlage )  und viel flach auslaufendem Sandstrand.

Auch Westbeach und Henley Beach sind schöne Orte, wenn auch sehr klein.

 

Wir tauschen den Camper. Die Beschreibung verschiedener Mängel in einer Mail an den Vermieter hat dazu geführt uns noch einmal ein Ersatzfahrzeug anzubieten. Es ist nun das dritte...

So vergeht wieder ein guter halber Tag mit Auffinden der Station, Umräumen und neu einrichten.

Der Bus ist noch relativ neu und die Qualität ist um einiges besser.

 

CAMP GROUND  „LEVI PARK“

 

...liegt mitten in Adelaide. Mit dem Bus fahren wir 20 Minuten bis ins Zentrum um den Bahnhof.

Es weht ein 39° heisser Wind und es ist „draussen“ kaum auszuhalten.

Museen sind bekanntlich gut klimatisiert....

So legen wir einen Kulturtag ein.

Wir besuchen die Museen für Aboriginal Art, Modern Art, Museum of South Australia, Balinese Art sowie die Universität an der hauptsächlich Architektur

studiert wird für Lunch.

 

Die Normaltemperaturen sollten hier in Adelaide derzeit um die 26°C. liegen.

Der heiße Wind kommt aus aus der australischen Mitte. So bekommen wir einen Eindruck wie ungemütlich es dort ist und sind froh nicht nach

Alice Springs gefahren zu sein.

Unsere 230v. Klimaanlage läuft auch wenn wir in der Stadt sind ununterbrochen und schafft es kaum die Temperatur auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

 

 

 

 

FLEURIEU PENINSULA   +   VICTOR HARBOUR

 

Aus Adelaide herauszufahren dauert keine halbe Stunde. Bis MYPONGA sind es nur 45km. Dieses Örtchen liegt bereits mitten auf der FLEURIEU-Halbinsel. Eine schöne, wenn auch sehr trockene Landschaft, unterbrochen von Pinienwäldern und kleineren Stauseen.

Myponga und Normanville sind keine echten Orte, sondern mehr kleiner Ansammlungen von wenigen Häusern. Es gibt auch keine Versorgungsmöglichkeiten.

In VICTOR HARBOUR, dem ersten größeren Ort, fallen uns zuerst die vielen unbewohnten Häuser auf. Es sind Ferienhäuser, die nur während der Saison bewohnt bzw. vermietet werden.

Im Ort sehen wir dutzende Menschen in Nikolauskostümen. Weihnachtsmänner Versammlung ?

In der nett angelegten Fußgängerzone sitzen hunderte auf mitgebrachten Campingstühlen.

Man isst mitgebrachtes, Kinder toben und malen mit Kreide auf der Strasse.

Etwas später laufen die ersten Weihnachtsmänner lautstark umjubelt durch die Straße.

Es ist der „Grand Santa Run“, eine Art Christmas-Marathon.

Später folgt noch ein zweistündiger Aufzug allerlei Vereine und Geschäfte mit Musikkapellen und Themenwagen.

Vergleichbar mit den Rheinischen Karnevalszügen werden auch hier Süßigkeiten an die kleinen verteilt. Ein Riesenspass für Jung und Alt.

Wir übernachten auf einem Parkplatz mitten im Ort.

 

Der Ort VICTOR HARBOUR ist über eine Seebrücke mit der vorgelagerten Insel

GRANITE ISLAND verbunden.

Eine von Pferden gezogene Tram auf Schienen über diese Steganlage bis auf die Insel ist die Touristenattraktion für Lauffaule.

Die Insel besteht aus riesigen, runden Granite Kieselstein.

Auf der Insel gibt es eine Kolonie, angeblich nachtaktiver Pinguine.

Ob´s stimmt ?

Zu sehen bekommt man diese Tiere nicht, denn nachts ist die Insel tabu.

 

 

 

 

WORLDS END                         POINT STURT, LAKE ALEXANDRINA

 

Den kleinen Ferienort CLAYTON BAY erreicht man nur über Gravel Roads, unbefestigte Schotterpisten. Von dort fährt man viele Kilometer auf einem Bergrücken. Zu beiden Seiten Wasser des riesigen Lake Alexandrina. Die anderen Ufer sieht man jeweils nicht, zu gross sind die Entfernungen. Der Lake hat Anschluss zum Indischen Ozean, ist also salzig.

( Oder ist es doch noch der Pazifik ? )

Am äussersten Ende der Piste finden wir einen kleinen Wendeplatz.

Mehr nicht.

Hier stehen wir absolut alleine umgeben von einer Steilküste etwa 10m über dem Wasser, wie auf einer Insel.

Um uns herum fliegen Kormorane, Bobbies, Möwen und die großen, schwarz-weißen Pelikane.

 

Wir sind froh, dass die Temperaturen gesunken sind, wenn gleich auch direkt auf 14-16°C. Dafür hat ein Wind mit rund 40 !! Knoten eingesetzt.

Immerhin befinden wir uns in Südaustralien auf einer geographischen Länge von 35°SÜD, ganz in der Nähe der Bass Strait, für ihre Winde berühmt-berüchtigt auch beim Sydney-Hobart-Race.

 

 

 

 

 

Den Lake Alexandrina umfahren wir südlich. Dünen, Salzwiesen, Marschland,

sogar kleine Salzseen prägen die Landschaft. Dennoch erscheint es langweilig.

Erst in MENINGIE, am Westufer des großen Lake Albert gibt es einen ansprechenden Campground. Hierher kommt man um die großen Pelikane zu beobachten, die hier eine stattliche Population hervorgebracht haben.

Es sind hunderte...

Im flachen, trüb braunen Wasser fischen sie in Gruppen, synkron.

 

Wir fahren absichtlich nicht auf dem Highway, sondern versuchen die kleineren Strassen, auf denen man immer wieder irgendwelchen Sehenswürdigkeiten begegnet.

 

Über KINGSTON geht es auf dem PRINCES HIGHWAY etwa 200km nach Westen, bis in den etwas größeren Touristenort ROBE.

Ein ansprechender Ort, auch wenn nur etwa jedes 10. Haus bewohnt ist. Die anderen dienen als Ferienhäuser nur während der Saison. Viele stehen zum Verkauf. Wir parken auf einem Wendeplatz auf einem Plateau direkt an der Steilküste – und übernachten auch dort. Ein Logenplatz.

Immer wieder schön, zu sehen wie sich die Brandung in den Riffen bricht...

 

 

 

 

GRAMPIANS / NATIONAL PARK

 

Zwei Tage später sind wir in HALLS GAP. Ein kleiner Ort in den GRAMPIANS, eines sich über eine Länge von etwa 120km erstreckenden Naturparks. Es sind etwa 1000m hohe, spektakulär schroffe Felsen inmitten absolut flacher, trockener Landschaft.

In den Tälern zwischen den Felsen laufen wasserreiche Flüsse und Bäche. Die Vogelvielfalt ist umwerfend. Horden von bunten Papageien, weissen Kakadus, schwarz-weiße Butcherbirds und viele andere sind aus der Nähe zu beobachten.

Auch die zahlreichen Känguruhs scheinen an Menschen gewöhnt zu sein, sie flüchten nicht.

Die Wanderungen im Park sind anspruchsvoll aber jede einzelne ein Highlight für sich, auch wenn das Wetter hier oben kälter und windig ist.

 

                                                                                                                                          KÄNGURUHS SIND FLAUSCHIG WEICH...

 

PORTLAND

 

liegt bereits wieder an der Küste. Das Landesinnere ist nicht unbedingt langweilig, aber die Trockenheit und die ausgedörrte Landschaft gibt nur wenig

Abwechslung.

Australische Kleinstädte sind sehr ähnlich: Schachbrettartige Anlage mit einem Kreisverkehr an jeder Kreuzung. Auf einer Strasse konzentrieren sich ein paar Läden und etwas weiter außerhalb gibt es ein größeres Einkaufszentrum.

In Portland hat es noch eine Besonderheit: Hier fährt eine historische, dieselbetriebene, offene Straßenbahn zwei Mal am Tag für die Touristen zwischen dem Strassenbahnmuseum und dem Hafen. Wir übernachten freistehend auf einer Wiese, die von der Gemeinde als FREE CAMPGROUND ausgewiesen ist. Mit sauberem Sanitärgebäude.

Ein Sonntag ist ideal für einen Ausflug nach BRIDGEWATER, 15km westlich von Portland.

Ein Tag am Strand: Feiner Sand, Muscheln, ein kleines Cafe´ und eiskaltes Salzwasser.

 

Über den „Princes Highway“ A-1 fahren wir nach Port Fairy.

 

 

PORT FAIRY

 

liegt ebenfalls am Wasser und hat einen historischen, alten Hafen. Verglichen mit Holländischen Kleinstädten dürfte sich dieser Ort eigentlich nicht historisch nennen, denn man sieht nur 5-6 wirklich alte Häuser. Der Hafen hat rundum Holzstege, ungewöhnlich für Australien und wahrscheinlich deswegen historisch.

Dennoch ist Port Fairy einer der wenigen Orte, die uns wirklich gut gefallen.

Der Ort scheint wirklich zu leben. Es gibt neben den zahlreichen Cafes und Bistros liebevoll eingerichtete Kunstgalerien und Buchläden, die zum schnöven einladen. Glasbläser erklären ihr Kunsthandwerk.

Zum Wandern hat es jede Menge schöne Trails um den auf einer Landzunge angelegten Ort mit Sportboothafen am Ende des Moyne River.

Auch hier gibt es einen FREE CAMP PARK, bzw. eine schöne Wiese hinter der Tourist Information.

 

WARRNAMBOOL

 

Warrnambool ist eine grössere Stadt. Viel Tourismus mit horrenden Preisen. Auch das Parken eines 7-Meter-Busses ist hier nicht so einfach.

Wir besuchen die Kunstgalerie und das Beachviertel. Auf drei vorgelagerten Sandstein Inseln brütet eine Kolonie besonders kleiner Pinguine. Gut geschützt vor neugierigen Touristen bekommt man diese jedoch nicht zu sehen.

Es gibt in Warrnambool keinen Platz, auf dem kostenlos über Nacht gestanden werden darf. Man empfiehlt uns einen Ort der 14km weiter im Inneren des Landes liegt.

 

TOWER HILL

 

 

Ein Vulkan, derzeit nicht in Betrieb. Innerhalb des Kraters kann man, umgeben von Wasser, auf der Kraterinsel TOWER HILL wandern. Eine interessante Tierwelt ist zu sehen: Emus, Schlangen, Koalabären und Heerscharen von singenden Vögeln. 

 

PANMURE

 

Hier gibt es wieder einen schönen, kostenfreien Stellplatz. Vorteil dieser nicht reglementierten Plätze ist, man hat mehr Platz um sich herum und steht nicht so eng und gedrängt, man darf auch länger bleiben als bis 10:00 Uhr,

man kommt besser mit anderen Leuten in Kontakt, da die Atmosphäre einfach schöner ist als auf einem engen Campingplatz.

Es gibt wie fast überall, elektrische Grills, saubere Toilettenanlagen, einen Kinderspielplatz falls jemand Kinder im Gepäck hat und einen einladenden, kleinen Badetümpel am nahegelegenen Fluss.

 

Über die B-100 fahren wir die Küste entlang Richtung Melburne.

 

 

GREAT OCEAN ROUTE ( B-100 )

 

Die Küste aus Sandstein hat hier über etwa 100km ein etwa 50m hohes Kliff. Vor der Küste hat es immer wieder steile Inseln, die sich der Erosion der letzten 10.000 Jahre erfolgreich widersetzt haben. Ein schöner Anblick von Land aus. Es gibt viele schöne Wanderwege von den jeweiligen Parkplätzen zu einzelnen Aussichtspunkten.

Das Ganze nennt sich

 

BAY OF ISLANDS und BAY OF MARTYRS und ist National Park.

 

 

Über den kleinen Touristenort PETERBOROUGH verläuft die B-100 weiter,

vorbei an mehreren Attraktionen wie zum Beispiel

 

GROTTO SCENIC LOOKOUT,   LONDON BRIDGE   und   THE ARCHE.

 

THE TWELFE APOSTLES sind wohl die bekannteste Felsformation an der Küste. Hier halten wirklich alle Busse (die an den anderen Formationen vorbei fahren) mit gefühlten 100.000 Menschen.

Wegweiser in Chinesisch...  Schnell weg hier !

( Ausserdem sind von den 12 nur noch 4,5 übrig, auf der anderen Seite weitere zwei )

 

 

 

PORT CAMPBELL

 

...ist erneut ein kleiner Ort am Wasser. Auch wenn es keinerlei Hafenanlagen gibt, macht der Ort einen gemütlichen, lebhaften Eindruck. Es gibt sogar einen kleinen Badestrand in der 100m breiten Bucht. Ansonsten viele schöne Wanderwege, ein paar Restaurants und wenige kleine Souvenirläden um den nett angelegten Holliday Park am Port Campbell Creek.

 

 

                                                                                                                                 THE TWELVE APOSTLES  ( DIE RESTE 12/2018 )

 

GREAT OTWAY NATIONAL PARK

 

Über die B-100 fahren wir weiter in den

OTWAY NATIONAL PARK bis MAITS REST.

Es ist eine bergige, dschungelbewachsene Gegend. Die Strasse verläuft auf und ab, teilweise durch wolkenverhangene Täler, in denen über zahlreiche Kaskaden bzw. Wasserfälle das Wasser rauscht.

Hier gibt es riesige Bäume zu bestaunen. Mit gigantischen Durchmessern von bis zu ca. 6 Metern sind diese wahrscheinlich schon 1000 Jahre alt.

Es sind Eucalyptus Trees, um die 50 Meter hoch, die jedes Jahr ihre gesamte Rinde abwerfen. In langen Streifen hängt die Pelle geisterhaft über Äste und unteres Strauchwerk.

Im Wald riecht es erstaunlich gesund. Wie in einer Apotheke, frözeln wir. Wer hier mit Halzschmerzen hinein geht, kommt geheilt wieder raus. Eucalyptus eben.

Wir wandern durch ganze Wälder von Baumfarnen. Urwälder. Umgestürzte Bäume bleiben liegen und überwachsen. Alles ist mit Moosen überzogen. Die Wege im Park sind zum Teil mit Holzstegen versehen, dass es nicht zuwächst und man den Trail auch problemlos bewandern kann.

Mystisch und gespenstisch fallen nur einzelne Sonnenstrahlen gurch das dicke, grüne Dach.

Vögel geben lautstarke Einlagen. Eine merkwürdige Stimmung in der sonst absolut ruhigen Dschungel Landschaft.

 

 

 

APOLLO BAY

 

Ebenfalls an der B-100 aber direkt an der Küste liegt der Touristenort

APOLLO BAY.

Es ist ein lebhafter, schön gepflegter Ort der in einer leeseitigen Bucht liegt.

Mit einer netten Sportbootmarina und feinsandigen, schönen Strand, gut geschützt von der groben Brandung.

An der B-100 haben sich dutzende Läden angesiedelt. Es gibt reichlich viele Restaurants, Bars, Discotheken, Eisdielen und Souveniershops. Alle gut besucht.

Eine Xmas-Kirmes ist im Aufbau, hier wird was geboten.

Man solle sich hier vor „Freecamping“ in Acht nehmen, hören wir, es gäbe saftige Strafen...

So stehen wir über Nacht besser im Apollo Bay Recreational Reserve, einem schön gelegenen Campground am Rande des Ortes.

 

 

GREAT OTWAY NATIONAL PARK:

Ab APOLLO BAY verläuft die B-100 direkt an der Küste und heist jetzt..

 

GREAT OCEAN ROUTE

 

Diesem Namen wird diese Strasse auch gerecht, denn es gibt zahlreiche

Möglichkeiten zum Anhalten, um die Aussicht auf die wilde Küste

zu bestaunen. Die Ausblicke sind spektakulär. Die Brandung spritzt an den steilen Klippen mehrere Meter hoch. Im Wasser ist alles mit Kelb, dem groben, bis zu 8m langen Seetang bewachsen.

Manchmal sieht man Seelöwen oder Robben. Die Luft ist durch die Gischt immer etwas diesig und es riecht durch gammelnden Seetang immer ein wenig nach Meer.

In KENNETT RIVER gibt es wohl bessere Wellen. Hier sind alle Surfläden in einem kleinen Miniort versammelt. Im Creek am Ortsrand stehen etwa 20 Zelte. Dort wohnen die Surfer, die tagsüber auf dem Wasser ihrer Beschäftigung nachgehen und abends offenbar Party machen.

Nach weiteren 50km erreichen wir den Ort

 

LORNE

 

Ebenfalls schön am Wasser gelegen, mit feinem Sandstrand ist der Ort LORNE jedoch wesentlich grösser. Hier kann man shoppen und flanieren. Zahlreiche Shops und Läden bieten viele Dinge an, die wir nicht brauchen.

Dennoch ein schöner Stopp auf dem Weg nach Melburne.

 

Über FAIRHAVEN, ANGLESEA und TORQUAY verläuft nun die B-100 als

SURF COAST HIGHWAY bis nach GEELONG.

 

GEELONG

 

ist seit langem mal wieder eine Grossstadt. Sie liegt am Wasser der Stingaree Bay, gut vor den kräftigen Winden geschützt in Lee.

Der Verkehr quält sich über die Berge auf dreispurigen Strassen von Ampel zu Ampel.

Es gibt riesige Shoppingmulls, Einkaufszentren und jede Menge Parkhäuser für die vielen Tausend Autos.

Leider gibt es keine Parkplätze die man länger als zwei Stunden bezahlen kann.

Warum nicht ?

Dennoch hat es hier auch viele sehenswerte Stellen. Wir bleiben nur kurz und schauen uns die palmenbestandene Waterfront an.

Geelong Pier ist eine „Atraction Area“.

Auf eine Holzpier gebaut ist schon die alte Architektur etwas besonderes.

Auch der Yachtclub und die riesige Schwimmbadbucht mit vielen tropischen Gewächsen und Palmen machen Lust auf ein Bad im kühlen Nass.

Es ist jedoch mit 16°C. sehr kühl, nein zu kühl. Besser nicht.

 

Um dem Verkehrscaos zu entgehen entscheiden wir uns nicht durch Melburne hindurch zu fahren, sondern südlich von Melburne in QUEENSCLIFF die Fähre zu nehmen und nach SORRENTO überzusetzen.

 

 

SORRENTO:

SORRENTO

 

In Sorrento kommen wir mit einer der letzten Fähren an. Spät nachmittags suchen wir uns gleich einen Parkplatz zum Übernachten.

Mit Blick aufs Meer stehen wir wieder an einer besonders schönen Stelle.

Die abendliche Wanderung über den langen Strand dauert bis fast in die Dunkelheit.

Zahlreiche Bootshäuser beherbergen die kleinen Motorboote der Anwohner.

Es stehen ausserdem noch mehrere bunte Pfahlbauten am oder auf dem Wasser.

Viele der vornehmen Villen oben auf dem Cliff haben einen eigenen Zugang zum Strand wenn nicht sogar einen Aufzug für die älteren, vielleicht sogar gehbehinderten Eigentümer.

Eine schöne Ecke mit einem pikobello sauberen, feinen Sandstrand.

Der kleine Ort SORRENTO ist wieder etwas für Touristen. Immer wieder treffen wir in kleineren Läden auf besondere, ausgefallene Ideen. Mal sind es moderne Blumenkübel aus Treibholz und Muscheln, dann mal wieder besondere Lampen.

Auch wenn man schon alles hat, gibt es hier immer wieder etwas neues.

Gut dass wir mit dem Flieger weiter reisen und eine Gewichtsgrenze beachten müssen.

 

Über ROSEBUT und HASTINGS fahren wir weiter zur nächsten Fähre um nach

COWES auf PHILLIP ISLAND überzusetzen.

Leider verkehrt hier nur eine Personenfähre...

 

So umfahren wir die grosse Bucht mit FRENCH ISLAND in ihrer Mitte bis in den

 

WILSONS PROMONTORY MARINE NATIONAL PARK

 

Ein Park in der Grösse, dass man hier wochenlang bleiben und wandern könnte. Bergbesteigungen mit spektakulären Aussichten und schöne Buchten am Wasser.  Aber die Ruhe scheint vorbei zu gehen: Es ist bereits der 22.12. und die Ferien lassen eine lange Karawane dicker Autos mit Wohnanhängern, Booten und Surfbrettern in die Parks strömen.

Ozzies sind Weltmeister in „caravaning“. Chinesische Grossfamilien bauen riesige Zeltlandschaften auf. Der Zeltplatz im Nationalpark füllt sich zusehends.

Man isst Fish and Chips und freut sich auf Weihnachten.

So verlassen wir diesen Park bereits nach zwei schönen Wanderungen wieder und fahren über MEENIYAN in die GIPPSLANDS.

 

 

 

 

FRANKLIN RIVER RESERVE / GIPPSLAND

 

Hier fahren wir einen kostenlosen Stellplatz an, der ganz schön sein soll.

Wir stehen hier so ruhig und 200m von der Strasse entfernt, hinter einem Berg am Franklin River unter alten Eucalyptusbäumen, dass wir gleich am nächsten Tag wieder auf diesen „Parkplatz“ zurückkommen.

Die Landschaft erinnert stark an das Voralpenland, das Allgäu. Farmer machen Heu oder Strohballen, Rindviecher stehen zufrieden auf grünen Wiesen und in den Tälern laufen kleinere Flüsse.

Von hier aus bieten sich Ausflüge an zu den AGNES FALLS, nach PORT WELSHPOOL und nach FOSTER.

Wir sind meist alleine, die Menschenmassen sind über die Weihnachtstage in den Nationalparks.

 

 

 

 

 

INVERLOCH - VENUS BAY

 

Ein kleiner aber sehr gemütlicher Ort direkt an der See. Durch mehrere vorgelagerte Sandbänke hat man an den schönen Stränden absolut ruhiges, kristallklares Wasser.

Durch die grosse, flache VENUS BAY erwärmt sich das Wasser schneller und ist somit wesentlich wärmer als an den anderen Küsten wo wir auch gerne gebadet hätten. In Inverloch ist es dann endlich soweit.

Ein gemütlicher Tag am feinsandigen, weissen Strand, mit einem 10km-Spaziergang bei angenehmen 30°C, vielen neuen Muscheln und einem ausgedehnten Bad in der BASS-STRAIT, ein Seegebiet dass durch das SYDNEY-HOBART-RACE berühmt und durch seine Winde berüchtigt ist.

 

Der BASS-HIGHWAY ist einspurig und verläuft quer durch den

BUNURONG MARINE NATIONAL PARK entlang der Küste.

Im Provinzhauptort WONTHAGGI sagen sich Füchse und Hasen gute Nacht.

Ein Hostal, eine Bar und eine Hand voll kleiner Strassen mit einzelnen Häusern

verteilt um die Ortsmitte mit seiner „Hauptkreuzung“.

Etwas ausserhalb gibt es noch ein kleines Einkaufszentrum, die

Wonthoggi-Plaza. Ganz in der Nähe gab es eine grössere Zeche.

Die STATE COAL MINE kann täglich besichtigt werden, jedoch nicht zu Weihnachten.

Wir nehmen ab hier den SCENIC-DRIVE statt des Highways. Dieser verläuft auf ganz engen Strässchen quer durch das bergige Hinterland. Vorbei an Farmen und einzeln stehenden Häusern durch Felder und Wälder, die sich hier BLACKWOOD FOREST nennen. Man kommt nur langsam voran aber es lohnt sich.

 

 

PHILLIP ISLAND

 

Über die DAVIS POINT BRIDGE verläuft die B-420 auf die Insel.

Wir hatten schon vergangene Woche versucht von STONY POINT aus mit der Fähre auf diese Insel zu gelangen. Es gab jedoch nur eine Verbindung für Pedastrians ( Fussgänger )

Nun sind wir mit dem Auto in COWES, dem Hauptort von PHILLIP ISLAND.

Uns fallen sofort die vielen Inder und Moslime auf, die an den Stränden mit

verschleierten Körpern im Wasser baden. Man sieht kaum Australier, es ist übermässig voll. So finden wir keinen BBQ-Grillplatz, der nicht besetzt ist und fahren weiter um die Insel. Alle BBQs sind überbesetzt.

Müssen wir unser Fleisch etwa im Bus braten ?

Auch in NEW HAVEN an der kleinen Marina bleiben wir erfolglos.

 

SAN REMO

 

Erst in SAN REMO dem erstern Ort auf dem Festland, finden wir einen Platz an dem wir zusammen mit Indern unsere Chickensteaks grillen können.

Schnell hat Andi einen Becher Indischen Tee in der Hand und ist im Gespräch mit der netten Gruppe.

Interessant: Die vielen Inder kommen über Weihnachten um ihre arbeitenden Familienangehörigen zu besuchen. Die Familie mit denen wir grillen besteht aus 25 Personen incl. 12 Kindern. Der Vater arbeitet hier in Melburne und freut sich über den zahlreichen Besuch aus der Heimat.

Der kleine Fischerort San Remo gliedert sich um die Fischereipier, wo täglich die Pelikane gefüttert werden. Mit dem Beifang der Fischer.

Wir bleiben über Nacht auf dem Gemeindeparkplatz am Wasser. Auch unseren Frischwasservorat können wir hier wieder auffüllen.

 

 

 

 

MORNINGTON

 

Mornington liegt bereits 70km vor Melburne schön gelegen am Wasser der grossen Bucht. Der Ort ist Interessant durch seine zahlreichen kleinen Läden und Boutiquen. Es gibt eine Mole von der geangelt wird und eine kleine Sportbootmarina zwischen den vielen feinsandigen Beaches.

Wir übernachten hier nur 10m vom Wasser entfernt mit Blick auf die friedliche See. Im Dunst kann man am Horizont schon die Skyline von Melburne sehen.

Durch die Ferien, die kurz vor den Feiertagen begonnen haben ist es hier angenehm quirlig. Angler, Tretboote, kleiner Motorboote aber auch Yachten meist um die 7m fahren hier zu hauf. Am Strand spielen Kinder und Hunde jagen den geworfenen Stöckchen hinterher. Viele sprechen uns an wenn es passt wo wir herkommen und ob wir hier geschlafen hätten. Wir sind mit dem friedlichen Plätschern der Wellen aufgewacht...

Hie packen wir nach dem Frühstück, machen den Bus abgabefertig und fahren später gemütlich die letzten Kilometer quer durch Melburne.

Hier geben wir den Camper bei Apollo in Flughafennähe zurück und nehmen ein Taxi bis in die Innenstadt.

 

 

 AMEISENIGEL SIND SEHR SCHEU UND MEIST NACHTAKTIV.

 

MELBOURNE

 

Unser gebuchtes Hotel liegt im innersten dieser riesigen Großstadt, ( 3,8 - 4,5 MIO Einwohner )

zwischen den riesigen Kaufhäusern und Chinatown.

Manche Leute erzählen, es werde in Melbourne mehr Chinesisch gesprochen als English. Auch wenn wir dies nicht überprüfbar ist, es könnte wahr sein.

Zumindest hier in der Innenstadt ist alles neben English auch in Mandarin angeschlagen. Wegweiser, Fahrpläne, Warnhinweise. Sogar Preisschilder, für alle die, die kein English sprechen...

Das Breakfast im Hotel gibt es by „Full Buffet“. Dies hatten wir schon lange nicht mehr.

Die Auswahl ist erschlagend. Da wir keine Termine haben und auch nicht fahren müssen, darf das Frühstück ruhig zwei Stunden in Anspruch nehmen.

Unsere ersten Schritte zur Stadterkundung enden jäh: Die „Free Tram“, eine kostenlose Touristenrundfahrt ist so voll, dass man kaum raussehen kann. Wir fahren daher nur bis zum nächsten Halt. Besser laufen... Das Zentrum von Inner Melbourne, etwa 3-4km breit, kann man gut umlaufen. Parkanlagen, Gärten, Bahnhof, verschiedene Häfen am Yarra-River und jede Menge kostenfreie Museen. Es wird nicht langweilig. 1000 Möglichkeiten etwas zu trinken oder zu essen.

Mit der Fähre fahren wir nach Williamstown, wo es im 18.Jahrhundert die ersten Settlements, Ansiedlungen gegeben hatte. Man hatte Gold gefunden, was einen regelrechten Goldrausch zur Folge hatte. Heute ein kleinerer nicht mehr ganz so interessanter Ort, aber eine willkommene Abwechslung von der Großstadt.

 

Die grossen Einkaufszentren in Melbourne sind keine Mulls. Sie sind so gross dass man sich gut in ihnen verlaufen kann. Von außen erkennt man die Fassaden der einzelnen Häuser, von innen ist alles ein riesiges Miteinander. Es sind hier fünf Häuserblocks ( große Straßen Viertel ) miteinander verbunden, so dass man kaum merkt wie weit man sich vom benutzten Eingang entfernt hat.

Das ganze über 7 Ebenen in der Höhe plus Basement und Lowerbase und über eine Ausdehnung von guten zwei Kilometern ( ! )  Wenn man weiss, wie die einzelnen Punkte heißen, kann man den inneren Wegweisern gut folgen.

Wenn nicht verläuft man sich hoffnungslos und kann sich erst wieder orientieren wenn man auf der Strasse steht und den Stadtplan oder Streetmaps zur Hand nimmt.

 

Melbourne ist auch bei Nacht interessant. Hunderte Strassenkünstler, Musikanten, Artisten, Zauberer, Maler, Jongleure oder Taschenspieler geben ihr bestes. Überall Menschenansammlungen zu guter Unterhaltung.

Wir besuchen auch „The Crown“, eine etwa 500m lange, geschickt unterteilte Halle mit allen erdenkbaren Glücksspiel Möglichkeiten. Auf den Roulette Tischen verschwinden riesige Mengen an Chips in den grossen Löchern der Tische.... Die Bank gewinnt, immer.

Entsprechend pompös ist die Aufmachung des Ganzen.

Die Öffentlichen verkehren die gesamte Nacht. "All Night Long", zumindest on Weekends.

Kostenfrei genau wie auch tagsüber.

 

Melbourne ist auch ein Schmelztiegel der Kulturen. Noch nie sind uns so viele Mischpärchen aufgefallen wie hier. 

 

Die Fahrt mit der Historic Free Tram geht einmal um Inner-Melbourne herum. Fast alles haben wir bereits erlaufen. Auch die Häfen um die Docklands oder Newquay, Victoria Harbour.

Besonders gut gefällt uns die Southgate Promenade, entlang des Yarra River die von Yarras Edge über Convention Centre und Exibition Hall übergangslos in die Gardenlands herein führt. Gleich gegenüber dieser Gärten befinden sich die

NGV, ( National Gallery of Victoria ) Hamer Hall und das Arts Centre mit verschiedenen Ausstellungen, u.A. über Australische Musik.  ( Überraschung, was alles aus AUS kommt...)

Und immer sind die Ausstellungen absolut kostenfrei.

Ganz Australisch und immer frei nach dem Motto:  For Folks, for Fun - and just for Free !

 

Für uns ist MELBOURNE der Favorit. Nach SYDNEY, BRISBANE und ADELAIDE.

 

 

 

IN MELBOURNE:

 

Großstadt bis zum Horizont. MELBOURNE of the Top..   

Mit 304 Metern ist der Tower das größte Gebäude auf der südlichen Hemisphere.

Gigantische Wassertanks sollen den Turm bei Starkwind stabilisieren. Dennoch schwankt das Gebäude bei Wind bis zu 30 Zentimeter, lesen wir.

Das Glas der oberen 10 Etagen ist 24kt. vergoldet.

In 40 Sekunden schießt uns der Lift in die 88. Etage.  Die Läufer des Tower - Stair - Climb brauchen etwas länger. Der schnellste Läufer schaft die 3640 Treppenstufen in gerade einmal 7,5 Minuten. 

Stair Climbing ist hier eine Sportart. Wettkampfmässig sprinten die Sportler einzeln auf Zeit die Treppen des Towers nach oben.

 

Die 360°-Aussicht über Melbourne ist riesig.

EUREKA SKY TOWER, mitten im Herzen von Melbourne.

 

 

                  HAPPY  NEW  YEAR  !!!

 

 

       01. January 2019,  ein neues Jahr.  Möge dieses genauso schön und erlebnisreich werden wie   

       das vergangene.

 

       Die Fireworks starten von den 10 größten Hochhaus Türmen aus. Fast immer syncron in Farbe und Form.

 

NEW YEARS EVE  nennen sie hier das Sylvester Event.  Down Unders zweitgrößte Party. 

Obwohl dies nicht so richtig unseres ist machen wir uns auf den Weg durch die Menschenmenge und schieben uns durch die Stadt. Für uns wieder mal eine ganz neue Erfahrung:

Es sind Milionen unterwegs.  Die Stadt wurde verkehrsberuhigt, keinerlei Fahrzeuge. Aus Lautsprechern ertönt 

Chill Out Music.

Auf den Brücken ertönen Daueransagen:  "No Stopping on the Bridge - keep walking please"  Die Massen laufen ohne stehen zu bleiben. Erstaunlich diszipliniert.

Das private Böllern und Knallen ist übrigens genau so verboten wie Alkohol oder Rauchen.

 

ALKOHOL ist in der gesamten Stadt verboten.  Betrunken bzw. drunken is "a Shame"

Police Cars haben eine kleine "Arrestzelle" backwards.

So verläuft alles absolut relaxt, entspannt und gut gelaunt. 

Wir man berührt wird sich entschuldigt, ganz OZZY-like und wünscht sich schon vorher a "Happy New Year".

Es gibt erstaunlicherweise keine Drängler oder Hackentreter. Absolut stress- und rempel frei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 TASMAN ISLAND

 

Tasmanien ist nicht nur eine Insel, es ist australisch gesehen eine andere Welt.

Vieles soll hier anders ablaufen als auf dem Kontinent, hören wir.

Nicht nur das Wetter, dass statt tropisch-warm, meists windig-kalt ist.

Die Leute hier sind keine Aussies sondern Tassies.

TASMADE“ und „TASGROWN“ steht für Produkte von der Insel.

 

 

HOBART

 

TIGER AIR bringt uns in 50 Minuten von Melbourne nach Hobart.

Wir landen gegen 20.00 auf dem weit ausserhalb liegenden

Hobart - International Airport und bekommen abends noch unseren Mietwagen.

Der gebuchte ist, wie so oft nicht mehr verfügbar. So bekommen wir einen nagelneuen HOLDEN 6HJT mit 358PS, riesigen 285er Reifen, Automatik und allen erdenklichen Extras.

Er läuft kaum hörbar, luxuriös aber gewöhnungsbedürftig, da man in diesem Vehikel die Kraft nicht kontrolliert bekommt. Besonders auf unbefestigten Strassen.

 

Die Stadt Hobart beherbergt etwa 200.000 der insgesamt 500.000 auf Tasmanien lebenden Einwohner. Bis zum Jahresende sind in Hobart die Yachten des SYDNEY-HOBART-RACE eingelaufen.

Neben den Feierlichkeiten zum NEW YEARS EVE ist auch diese Regatta entsprechend gefeiert worden.

Nun sind diese Festlichkeiten beendet und die Stadt geht „back to normal“, wie sie hier sagen. Dennoch sind noch immer fast alle B&B, Motels wie auch die günstigeren Hotels gänzlich ausgebucht. Die Ozzies machen Urlaub.

Auch wenn derzeit Januar in Kalender steht, es hat hier gerade Sommerferien.

So entscheiden wir uns zuerst mal 60km hinter Hobart für zwei Nächte ein Motel zu nehmen...

 

 

PORT HUON to SOUTHPORT

 

Port Huon ist ein winziges Örtchen mit einem Cafe´in dem man neben Frühstück auch ein paar Lebensmittel einkaufen kann.

Etwa 20 Häuschen gliedern sich um die Marina im Huon River und das Huon-Hotel mit angrenzendem Motel.

Von hier aus kann man Angeltouren oder Wanderungen unternehmen, auch in den zehn ( ! ) nahe gelegenen Forrest Conservation Parks.

Dichter, feuchter Nebelwald in bergigen Gelände.

 

Wir fahren für den Anfang erst mal über GEEVESTON und DOVER nach SOUTHPORT, einem kleinen Fischerort.

Für einen Kaffee mit Cookie im „Rocket Cafe“.

Ein nettes Mini Cafe`in einem etwa 2,5qm kleinen, runden Ding mit netter Bedienung. Man sitzt gemütlich unter einem Pavillon am Strassenrand, auf Bierkisten mit Überzieher, incl. Smalltalk mit der netten Bedienung.

Achso, da hatte ich es fast vergessen; es gibt ein FREE WIFI, hören wir, für diejenigen, die den Kaffee nicht ohne Internet herunter bekommen...

( Rocket @ the end of the road )

Die kleine, einspurige Straße, die hier in SOUTHPORT zu Ende ist, nennt sich Huon Highway.

Über CYGNET, KETTERING und KINGSTON fahren wir zurück nach PORT HUON.

 

All diese Örtchen sind absolut liebevoll angelegt. Mit viel privatem Engagement sind die Gärten und Verkehrsinseln bunt bepflanzt und über die Weihnachtstage auch die Masten der Verkehrsschilder weihnachtlich geschmückt bzw. glitzernd umwickelt oder kunstvoll umhäkelt.

Sobald man anhält um ein Foto zu machen, wird man aus den Grundstücken heraus angesprochen. Friendly People here !

 

 

 

 

 

MOUNT WELLINGTON

 

Mit rund 1280m ist Mount Wellington Nummer 52 auf der

77 Berge zählenden Liste mit über 1.000m Höhe auf Tasmanien.

Es ist der „Hausberg“ von Hobart, da er gleich neben der Stadt liegt. Mehrere Wanderwege führen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden hinauf auf den Gipfel.

Statt zu wandern, nehmen wir früh morgens die Strasse, die fast bis auf den Gipfel führt.

Wir haben Glück, der Berg ist nicht wie meistens wolkenverhangen.

Man blickt auf die Stadt Hobart mit seinen Häfen, den zwei Brücken und die Mündung des Derwent Rivers wie die dahinter liegende Tasman Peninsula. ( Halbinsel )

Eine Holzsteganlage führt bis an den Abgrund.

Wenn das Wetter umschlägt bietet eine moderne Hütte Schutz.

Dies war in der Vergangenheit immer wieder verschiedenen Wanderern zum Verhängnis geworden. Überall sieht man die Kreuze der beim Aufstieg verstorbenen am Wegesrand.

Trotz langen Hosen, Pullovern und Jacken friert es uns richtig durch.

Es hat nur 4°C. Und es ist sauwindig. Brrrrrr.

Gut, dass das Auto ´ne Heizung hat.

 

 

 

 

 

 

TASMAN PENINSULA

 

Über die Engstelle bei DUNALLEY gelangt man auf die TASMAN HALBINSEL.

Sehenswert sind vor allem an der Ostküste bei EAGLE HAWK NECK die

Felsküsten mit verschiedenen Besonderheiten.

In der weiter westlich liegenden CARNAVON BAY liegt das mittlerweile gut restaurierte PORT ARTHUR, eine ehemalige Strafkolonie aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

 

 

 

 

HOBART – ROSETTA

 

Direkt am Ufer des Derwent River liegt das Riverfront Motel Rosetta.

Unser Zimmer ist mit River View, mit Blick aufs Wasser.

Als wir uns auf die Terrasse setzen kommen ein paar Enten.

Als ob es sich rumgesprochen hätte werden es immer mehr. Sie sind fast zahm, fressen sogar aus der Hand unsere leckeren Walnüsse.

 

Das privat geführte MONA-MUSEUM liegt auf einer Halbinsel gleich nebenan, so dass wir nicht von Hobart aus die Fähre nehmen müssen – wir laufen rüber.

 

 

MUSEUM OF OLD AND NEW ART: „MONA“

 

Gleich nach dem Frühstück laufen wir die beiden Kilometer um die Bucht.

MONA ist ein gigantischer Bau und fügt sich gewissermaßen in den Berg der Halbinsel ein. Von aussen ist die rostig-braune, interessante Außenfassade des in Stufen gebauten Komplexes sichtbar.

Die Zwischenräume sind geschickt begrünt.

Man läuft durch Weinfelder und moderne Eisenarchitektur bis zur Museumskasse.

 

Ist die Kasse passiert geht es im Inneren des Baues drei Etagen nach unten. Eine moderne Wendeltreppe verläuft um den gläsernen Aufzugschacht in der Mitte.

Man kommt sich vor als wäre man unter Tage. Die Wände wurden mit riesigen Sandstein Scheiben verkleidet, so dass Beton nicht sichtbar ist. Es ist nur sehr schwach ausgeleuchtet, alle Objekte kommen durch individuelle Beleuchtung sehr gut zur Geltung.

 

Internationals Ausstellungen, verschiedenen Themen:

 

  • Kloaka Professional, eine Kläranlage in Glasgefäßen. Fäkalien werden zu klarem Wasser.
  • Shadow Rising, Spiele mit Strobe Lights,
  • Fat Car, ein „aufgeblasener“, roter Porsche,

  • Ein Gang durch- und Spiegelungen in einem mit Altöl gefüllten Becken,

  • Prismen die das Licht zerlegen,

  • 77 Vulven, Gipsabdrücke weiblicher Genitalien,

  • White Library, eine Bücherei mit ausnahmslos weißem Inhalt,

  • Zero, eine Zeitreise durch verschiedene Lichteffekte,

  • Kryptios, ein Labyrinth aus Computer Codes

 

Uns hat die Architektur und die Bauausführung fast mehr beeindruckt als die gezeigten Ausstellungen und Kunstwerke.

 

Verlässt man das Museum befindet man sich in einem großen Garten.

Mit Grillstation, Bars, Restaurants, einem feudalen Hotel sowie einer Bühne, auf der sich die Musiker alle zwei Stunden abwechseln.

Man sitzt auf dem Rasen auf styropor gefüllten Sitzsäcken unter Sonnenschirmen und schlürft seinen Drink oder ein Ginger Beer.

Es gibt auch eine Wasserstation, an der man sich – wie überall in Australien -

kostenlos mit frischem Trinkwasser versorgen kann.

 

Gegen 17:00 geht die letzte Katamaran Fähre zurück nach Hobart.

Es wird nun deutlich leerer und entspannter.

So sitzen wir noch lange auf der Wiese und genießen Live Musik und das schöne Wetter.

 

 

 

 

 

TRIABUNNA + DARLINGTON / MARIA ISLAND

 

Für zwei Nächte bleiben wir in der Spring Bay. Am Ende dieser Bucht liegt der kleine Ort TRIABUNNA.

Diesen Ort gibt es nur, weil von hier die Fähre nach Maria Island fährt.

Hier lebt man ausschließlich von den Touristen und ist künstlich „busy“.

Im Motel ist die Chefin schon beim Einchecken erstaunlich unfreundlich und auch die Verkäuferin im Fish-Van gibt sich erstaunlich arrogant, als wir unsere halbgaren Chips zurückbringen.

Hier fehlt Konkurrenz !   Whatever...

Die Tagestour nach MARIA ISLAND ist super. Wir waren anfangs nicht sicher ob sich dies lohnen würde, ohne dort zu übernachten. ES LOHNT !

Die neue Fähre für rund 100 Passagiere ist in 35 Minuten an der Pier in Darlington auf der Insel.

Dort gibt es erstaunlich viel zu sehen:

Bis in die späten 1890er Jahre wurde hier Kalk abgebaut und Zement hergestellt. Die Maschinen sind natürlich arg verrostet aber die etwa 20 alten Gebäude im Örtchen DARLINGTON sind restauriert und wieder alt eingerichtet worden, so dass mit Hilfe von alten Fotos die Stimmung in dieser Zeit gut rüber kommt. Man könnte hier auf Pritschen in 8er Räumen oder in einem Zelt übernachten, muss aber wirklich ALLES selber mitbringen. Es gibt wirklich gar nichts.

Die Walks auf der Insel sind ebenfalls interessant.

FOSSIL CLIFFS ist ein Bereich an dem in den Steinen vorhandene Fossilien sichtbar sind. Tausende nebeneinander.

Zwischen den hohen Bergen finden wir alte Fabrikanlagen und im dichten Eukalyptuswald ein Wasserreservoir.

Es gibt Wombats, Tasman Devils, Känguruhs und Wallabies.

Die Strände sind puderzucker fein und weiss. An der Westküste gibt es die PAINTED CLIFFS, ebenfalls eine Besonderheit.

Skurrile Sandsteinformationen direkt an der Brandung in Gelb- bis Brauntönen, als wären sie künstlich angemalt worden.

 

Bei Ankunft in Darlington bekommt man gute Wanderkarten mit Wanderzeiten sowie die Tidentabelle für die Painted Cliffs, die am besten bei Low Water zu sehen sind.

Fahrräder können ausgeliehen werden oder BYO ! ( bring your own )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BRIDESTOWE,  LAVENDER FARM

 

Nach Bridgestowe sind es 280 Kilometer.

Es dauert ganze fünf Stunden, über kleine, kurvenreiche Strassen quer durch die Berge des Tasmanischen Nordens.

In BRIDGESTOWE befindet sich lediglich eine grössere Lavendelfarm.

Hier wird auf 180 ha Lavender angebaut.

Man trocknet die Blüten oder presst und destilliert aus ihnen das teure Lavendelöl.

Es gibt Führungen, Erklärungen, ein kleines, überfülltes Cafe´ und einen riesigen Shop, in dem alles, was irgendwie mit Lavendel versetzt oder nur in Zusammenhang gebracht werden könnte angeboten wird.

Es ist interessant, wenn auch hunderte anderer, mit Bussen angekarrt durch die Felder wandern. Ein Massenevent.

 

Über LAUNCETON und SPREYTON fahren wir Richtung Westen. Es ist kein Zimmer zu bekommen, alles ist hoffnungslos ausgebucht oder es sind noch die Nobelsuites frei, zu horrenden Preisen.

Erst in Barrington werden wir fündig.

 

 

 

 

 

 

BARRINGTON CHURCH

 

...ist eine kleine, ehemalige Kirche gegenüber eines kleinen Friedhofs.

The Church“ stand lange als Baustelle zum Verkauf, da der Vorbesitzer angefangen hatte die Kirche umzubauen, aber dies nicht zu ende gebracht hatte.

Er wohnt nun gegenüber der Kirche.

Robert und Anne sind erst im Mai 2018 von VICTORIA nach Barrington umgesiedelt, haben viel gearbeitet, alles selber umgebaut und vermieten bereits drei fertige Zimmer an Gäste.

Sie haben im Mittel Kirchenschiff eine Decke eingezogen, ein Treppenhaus angelegt und im neuen Obergeschoss sechs Zimmer abgeteilt.

Das Haupt Kirchenschiff ist der Aufenthaltsraum für die Gäste geworden.

Die alten bleiverglasten Fenster haben sie erhalten und auch Kirchenbänke, Kanzel und Orgel gehören noch zum Inventar.

Das Gebäude ist absolut liebenswert eingerichtet und der alte Kirchen Charakter

ist nicht nur von aussen erhalten geblieben.

Gleich neben dem Gebäude, hinter einer flachen Hecke stehen rund 50 Rinder auf der Wiese.

Hinter dem Haus wohnen ihre Nachbarn, erzählen sie humorvoll und zeigen nach draussen: Auf dem Friedhof...

 

Mit den Übernachtungsmöglichkeiten ist es wie mit den Austern:

Die kleinsten sind die besten !

 

 

 

 

 

 

CRADDLE MOUNTAINS

 

Die Craddle Mountains bzw. Wandern in den "CRADDLES" war uns schon in Hobart empfohlen worden. Von Barrington aus ist dieser bis 1500m hohe Gebirgszug sehr gut sichtbar, fast zum Greifen nah, obwohl noch 50km entfernt.

Die Strassen nach dort sind nur noch einspurig. Manchmal muss man anhalten, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.

Tasmanien ist extrem bergig und zwischen den Bergen laufen immer Bäche oder Flüsse, die in den zahlreichen Gebirgsseen enden.

Wasser ohne Ende, auch innerhalb der grossen Insel. In diesem Teil Tasmaniens sehen wir kaum noch Campervans oder Reisebusse. Hier ist nicht ganz so viel zu sehen wie an der Nord- oder Ostküste.

So ist es auch im Naturpark Craddle Mountains nicht mehr ganz so voll wie anderen Orts.

Wir bewandern ein Hochmoor. Eine schöne, gänzlich andere Landschaft.

Viele verschiedene Gräser prägen das Landschaftsbild, es gibt Bäche und Wasserfälle zwischen vereinzelt stehenden „Gumtrees“, wie sie die Eukalyptusbäume hier nennen. Die Wege sind oft als Holzstege ausgeführt, so dass man die Natur nicht stört oder Wege austritt.

 

 

 

 

 

 

STRAHAN + HENTY DUNES

 

Ohne Probleme bekommen wir in Strahan in einem Motel ein schönes Zimmer.

Ein kleiner Ort, der einzige weit und breit.

Strahan liegt an der Westküste Tasmaniens, an einer riesigen Lagune. Man kann hier Flussrundfahrten machen oder mit einer alten Dampflok einen Ausflug unternehmen.

Von den Dünen erzählt uns keiner, diese finden wir eher zufällig auf dem Weg nach Strahan.

 

Die HENTY DUNES sind bereits etwa 10.000 Jahre alt. Sie liegen rund 20km nördlich von Strahan am HANTY RIVER.

Über 15km erstrecken sich diese ca. 40m hohen Wanderdünen die bereits 5km von der Küste entfernt durch die ROARING-FOURTY-WINDE ( um die 40° süd ) immer weiter nach Osten ins Landesinnere wandern.

Sie überdecken alles mit feinem, weissen Sand was dort steht oder wächst.

Gut für eine Klettertour auf den 45° schrägen, immer wieder nachrutschenden, feinen Sand und die obenauf liegende, bis zur Küste verlaufende, weisse Sandlandschaft.

Ein schöner Ort, ausnahmsweise mal kein Nationalpark.

 

 

 

 

SINGAPORE

 

ist eine Stadt der Superlative, hatten wir gehört. Andi war schon einmal hier. In 25 Jahren sollte sich aber ein wenig verändert haben.

Wir landen gegen 21:00 und sind mit einem Taxi schnell in unserem Hotel, mitten im Zentrum

Morgens besorgen wir einen Stadtplan und laufen los.

Singapore hat vier Amtssprachen: Chinesisch, Englisch, Malaiisch und Tamil, entsprechend der Einwohnerstärken. Die Stadt hat sich verändert, sind doch die Einwohnerzahlen bis 2018 auf 5,5 MIO gewachsen. Am auffälligsten bemerkt man dass z.B. die grüne Mitte der Orchard Road nicht mehr vorhanden ist. 30-geschossig ist hier gebaut worden. Es stehen mehrere Hundert Wolkenkratzer auf der nur 40x20km grossen Insel. Auch den Küstenverlauf hat man geändert. Man hat dem Meer einen etwa 1000m breiten Streifen abgerungen bzw. aufgeschüttet und ganz neue Stadtteile und Parks angelegt. Der Sealion, das Warzeichen steht nun gegenüber dieser neuen Halbinsel, mitten im Trubel. Schön geplant aber mit Millionen Touristen wie uns hoffnungslos überfrachtet.

Singapore ist für seine Esskultur berühmt. Footstalls sind „Essplätze“ an denen man aus einem Angebot von ca.20 Miniküchen auswählt und gemütlich an festen Tischen und Stühlen alle möglichen asiatischen Geschmacksrichtungen probieren kann. Okay, wir haben schon besser gegessen aber für 3,-SGD, umgerechnet 1,80 Euro werden hier zwei Personen satt.

Es ist hier ruhiger als in den tausenden, modernen Restaurants, in denen man bei der „Nahrungsaufnahme“ ohne Unterbrechung mit Werbung versorgt und beschallt wird. Meist in Chinesisch.

Ebenso in den Metrohaltestellen, auf Häuserfassaden, an Strassenübergängen oder in Fensteröffnungen. Überall bunt aufpoppende, laute Werbung, so dass der Verkehrlärm in den Hintergrund rückt.

Wir besuchen das National Museum Singapore (Stadtgeschichte) laufen fürs Erste über Tage durch die Stadt und probieren abends die Metro. Moderne Züge Europäischer Produktion fahren im Handumdrehen quer unter der Stadt hindurch. Teilweise liegen die Schienen in 100m Tiefe und man fährt ganze sechs riesige Rolltreppen bis an die Oberfläche.

Die Metro fährt uns für 20,-SGD drei Tage lang. Sie ist bis zu 100km/h schnell und fährt voll autonom bzw. fahrerlos.

Das Gewusel läuft erstaunlich entspannt. Dennoch ist es recht eng, wenn sich tausende durch die riesigen Metroausgänge nach oben schieben.

Das Autofahren kostet hier astronomische Summen.

Beträge um die 50.000,-s$ nur für die Vignette haben zur Folge, dass entsprechend wenig private Fahrzeuge unterwegs sind. Dennoch gibt es lange Staus, besonders zu den Stosszeiten.

 

Wir besuchen den neuen Teil der Stadt. Die Freizeitmeile „Garden by the Bay“ liegt auf der neu angelegten Halbinsel. Zwei riesige Glaskuppeln beinhalten „Flower Dome“ und „Cloud Garden“, tropische Pflanzenwelt, Wasserfälle und verschiedene Vogelarten. „Supertree Groove“ nennen sie einen aus 12 etwa 20m hohen Metallbäumen bestehenden „Garten“ über den man auf einem „Skywalk“ auch laufen kann. Alles in einer gut gepflegten Parklandschaft mit Teichen und Wasserspielen.

Gleich nebenan befindet sich das einem Schiff oder Surfboard nachempfundene

Marina Sands Bay“. Ein Bauwerk aus drei miteinander verbundenen Türmen.

Ein Hotel mit Einkaufsmeile, Theater und Spielkassino unter Tage, Schwimmbad und Besucherterrasse auf der 68 Etage. Ein Touristenmagnet.

Im Dunkeln hat man die bunt beleuchtete Stadt unter sich. Für die Wasserspiele in der Bay entern mehrere Hundertschaften die Terrasse.

Einer Lotusblüte nachempfunden wurde das Art Since Museum. Gezeigt werden Ausstellungen mit Licht, bewegten Bildern und den Weltraum.

 

In Chinatown im Süden, gibt es noch immer die kleinen, bunten Häuschen mit jeweils einem Geschäft. Aufwändig bereitet man sich auf das Chinesische Neujahrsfest vor. Es wird das Jahr des Schweins. Farbenfrohe Dekoschweine sieht man zum Einstimmen allerorts.

Der „Buddha Tooth Temple“ ist der farbenprächtigste von drei Tempeln alleine in Chinatown.

 

Im Norden der Stadt liegt „Little India“. Indische Kleider, indische Läden, indische Restaurants, Basare, wie auch Musik und eben alles was die Inder hier so brauchen. In deren Mitte der gut besuchte „Sri Verama Temple“.

 

Um die etwas weiter östlich liegende Arab Street und die „Sultan Mosque“ reihen sich hunderte Restaurants, Schmuck- und Teppichläden innerhalb des Arabischen Viertels. Es gibt Schlepper, die die Touristen in ihnen Laden schleppen wollen. Eine komische ganz andere Stimmung. Touristennepp ?

Wir finden ein gutes Restaurant mit einer riesigen Auswahl zum selbst zusammenstellen ganz in der Nähe unseres Hotels.

Da wo die Locals hingehen ist es meist recht gut und günstig. Alles frisch bei Foot Republic !

 

 

 

 

 

ABENTEUER SINGAPORE BEENDET.

ES GEHT NACH HAUSE. 

ZURÜCK ZUFAMILE, FREUNDEN UND BEKANNTEN.

NACH GANZEN 10 MONATEN. 

WIRD JA AUCH ZEIT. 

 

WIR FREUEN UNS RIESIG !!!